Duisburg, Waldfriedhof · 0002

 

Josef ben Zwi (Josef Teiwel) [14.08.1930]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש תם וישר צעיר לימים‏‎ ›ein lauterer und aufrechter Mann‹, ›jung an Tagen‹,
‎‏כמ״ר יוסף בר צבי נפטר כ״א‏‎ der geehrte Herr Josef, Sohn des Zwi, verschieden 21.
‎‏לחודש מנחם אב שנת תר״ץ‏‎ des Monats Menachem Aw des Jahres 690.
‎‏תנצב״ה‏‎ 5 Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht
mein lieber Gatte
unser guter Vater
Josef Teiwel
geb. 28. Aug. 1891 10
gest. 14. Aug. 1930

 

  Zl 2: Ijob 1,8 | Zl 2: Vgl. Gen 25,27

Kommentar

Datierung Geboren 28.08.1891; gestorben Donnerstag abend, 14.08.1930
Zl 4: Menachem, Tröster, ist ein euphemistischer Name für den Trauermonat Aw.

Beschreibung

Maße 71 x 60 x 20
Lage Grabstein-Nr.: 9 / B 9
Beschreibung Breitrechteckige, sich nach unten verjüngende Stele mit zurückgesetztem und eingezogenem Dreiecksgiebel und scharriertem Rand; im Giebelfeld ein reliefierter Davidstern.
Symbol Davidstern

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Teiwel, Josef: 275, 1159, 1330

Duisburg, Waldfriedhof · 0003

 

Rosa bat Josef (Rosalie Rosenthal geb. Blumenfeld) [28.08.1930]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏רוזה בת יוסף‏‎ Rosa, Tochter des Josef,
‎‏מתה ד׳ אלול‏‎ gestorben 4. Elul
‎‏תר״ץ‏‎ 690
Unsere liebe Mutter 5
Frau
Rosalie Rosenthal
geb. Blumenfeld
1875 - 1930

Kommentar

Datierung Geboren 1875; gestorben Donnerstag, 28.08.1930

Beschreibung

Maße 94 x 59 x 13; Sockel: 9 x 59 x 19
Lage Grabstein-Nr.: 10 / B 10
Beschreibung Sich leicht nach unte verjüngende Stele mit scharriertem Rand und sehr flachem pyramidalen Abschluß.
Symbol Davidstern

Zur Person

Laut den Aufzeichnungen Rabbiner Neumarks starb Rosa(lie) Rosenthal am 27.8.1930 im Vincenz-Hospital. 1912 war die Witwe mit ihrem Sohn Josef von Husen/Büren nach Duisburg gekommen.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Rosenthal, Rosa / Blumenfeld, Rosa: 275, 1278

Duisburg, Waldfriedhof · 0001

 

Elijahu ben Aharon (Eduard Gelber) [18.06.1930]

Sidonie Sondermann geb. Gelber [29.05.1934]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Gelber
  Links:
[S]idonie
Sondermann
geb. Gelber
geb. 30.1.1882 5
gest. 29.5.1934
  Mitte:
Eduard
Gelber
geb. 23.4.1853
gest. 18.6.1930 10
‎‏פ״נ ר׳ אליהו‏‎ Hier ist begraben Herr Elijahu,
‎‏בן אהרון ז״ל‏‎ Sohn des Aharon, sein Andenken zum Segen,
‎‏בא אל אבותיו‏‎ er kam zu seinen Vätern
‎‏כ״ג סיון תר״ץ‏‎ (am) 23. Sivan 690

Kommentar

Datierung Eduard Gelber: Geboren 23.04.1853; gestorben Mittwoch abend, 18.06.1930
Sidonie Gelber: Geboren 30.01.1882; gestorben 29.05.1934
Eduard Gelbers Bestattung war die erste eines Juden auf dem Waldfriedhof.

Beschreibung

Maße 83 x 166 x 23; Sockel: 15 x 35 x 35
Lage Grabstein-Nr.: 1 / B 1
Beschreibung Familiengrab: Breitrechteckige Muschelkalkstele mit geradem Abschluß auf zwei quaderförmigen Sockeln. Im vertieften Schriftfeld oben link der Familienname aus aufgesetzten Metallbuchstaben, darunter ein großer reliefierter Davidstern. Rechts daran anschließend drei rundbogig schließende, leicht erhöhte Schrifttafeln, deren mittlere durch ihre Höhe hervorgehoben ist. Sie sind jeweils durch aufgesetzte Metallbuchstaben beschriftet, wobei sich die mittlere, zeitlich früheste Inschrift deutlich durch ihre gelungene optische Gestaltung abhebt. Die rechte Tafel blieb unbeschriftet.
Schrift Deutsche und hebräische Aufschrift in aufgesetzten Metallbuchstaben.
Symbol Davidstern
Zustand Ein Metallbuchstabe fehlt.

Zur Person

Eduard Gelber stammte aus Galizien und war um 1898 nach Duisburg gekommen. Der Buchhalter und Versicherungskaufmann war Mitbegründer der Zionistischen Ortsgruppe Duisburg und Vertreter der Zionisten in der Repräsentanz und später im Gemeindevorstand. Seine Tochter Sidonie, Gattin des Philipp Sondermann, war ebenfalls zionistisch orientiert und wirkte als ehrenamtliche Betreuerin im Kinderhort. Drei Monate nach Eduard Gelbers Tod hatte seine Witwe Erna (Ernestine) geb. Sperling seine und die nebenliegenden Grabstelle (Nrn. 1-2) für je 150 Mark käuflich erworben, kurz darauf auch noch eine dritte (Nr. 3). Die vermutlich frei gebliebene Grabstelle war wohl für sie selbst bestimmt. Sie flüchtete jedoch 1938 zu ihrem Sohn Erich nach Holland und starb 1941 in Arnheim.

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607 A/325.
vR: Gelber, Eduard (Elias Leib): 120, 120*, 186*, 226, 237, 246, 275, 337, 375, 707, 710f., 713, 719, 727, 951f., 1093; Abb. 8; Sondermann, Sidonie / Gelber, Sidonie: 246, 278, 337, 727, 952, 1093

Duisburg, Waldfriedhof · 0004

 

Sabine Gross geb. Schloss [04.11.1930]

David Gross [14.01.1937]

Diplomatische Transkription

Sabine Gross
geborene Schloss gest. 4. Nov. 1930
David Gross
geb. 18. Nov. 1872
5 gest. 14. Jan. 1937

Kommentar

Datierung Sabine Gross: Gestorben 04.11.1930
David Gross: Geboren 18.11.1872; gestorben 14.01.1937

Beschreibung

Maße 87 x 140 x 25; Sockel: 24 x 159 x 32
Lage Grabstein-Nr.: 2 / B 2
Beschreibung Breitrechteckige Stele mit geradem Abschluß auf breiterem Sockel.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.
Symbol Davidstern
Steinmetz An der linken Schmalseite des Grabmals Steinmetzsignatur: Wirtz, Feld I A, 4-5.

Zur Person

David Gross aus Roben (Schlesien?) war Kaufmann in Schuhwaren. Er erwarb nach dem Tod seiner Gattin diese doppelte Erbbegräbnisstätte (Nrn. 4-5) und ließ sich später neben ihr beisetzen. Sein Sohn Erich Gross praktizierte seit 1929 als praktischer Arzt in Duisburg und wanderte 1937 mit Frau und Kindern nach Amerika aus.

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607 A/325.
vR: Groß, David: 239, 275, 281, 1106; Groß, Sabine: 275, 1106

Duisburg, Waldfriedhof · 0006

 

Riwka bat Jaakow (Regi Birnholz) [26.01.1931]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏בתנו האהובה הבתולה‏‎ unsere geliebte Tochter, die Jungfrau
‎‏רבקה בת יעקב‏‎ Riwka, Tochter des Jaakow
Regi Birnholz
geb. 4. Januar 1911 5
gest. 26. Januar 1931

Kommentar

Datierung Geboren 04.01.1911; gestorben 26.01.1931

Beschreibung

Maße 74 x 47 x 18
Lage Grabstein-Nr.: 12 / B 12
Beschreibung Sich leicht nach oben verjüngende Stele mit gezacktem Abschluß und aufgesetztem, eingezogenen flachen pyramidalen Aufsatz.
Symbol Davidstern

Zur Person

Regi(ne) Birnholz war Leiterin des Jungjüdischen Wanderbundes und Mitarbeiterin im Bar Kochba und anderen jüdischen Organisationen.

Zur Familie

Großvater: J.L. Birnholz (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0014 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Birnholz, Regi(ne): 275, 694, 719, 752, 752*, 755, 755*, 1037

Duisburg, Waldfriedhof · 0007

 

Josefine Oppenheim geb. Emden [22.02.1931]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
unsere liebe Mutter
Josefine
Oppenheim
5 geb. Emden
geb. 20. April 1838
gest. 22. Febr. 1931

Kommentar

Datierung Geboren 20.04.1838; gestorben 22.02.1931

Beschreibung

Maße 78 x 50 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 13 / B 13
Beschreibung Stele mit scharriertem Rand und geradem Abschluß mit abgerundeten Ecken.
Steinmetz Steinmetz-Signatur auf der Rückseite, unten links: A. Mahlberg.

Zur Familie

Schwiegersohn: Rudolf Alsberg (Grabstein Nr. 0035 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Oppenheim, Josefine / Emden, Josefine: 1247

Duisburg, Waldfriedhof · 0008

 

Felix Kaufmann [11.06.1931]

Selma Kaufmann geb. Löwenstein

Diplomatische Transkription

Selma Kaufmann
geb. 8. November 1873
gest. im Osten
F[e]lix Kaufmann
5 geb. [9]. Februar 1871
gest. 11. Juni 1931

Kommentar

Datierung Felix Kaufmann: Geboren 09.02.1871; gestorben 11.06.1931
Selma Kaufmann: Geboren 08.11.1873; deportiert

Beschreibung

Maße 90 x 140 x 17; Sockel: 10 x 150 x 20 und 10 x 166 x 25
Lage Grabstein-Nr.: 3 / B 3
Beschreibung Breitrechteckige Stele auf getrepptem Sockel und mit geradem Abschluß. Optisch gut gelungene Ergänzung des Namens von Selma Kaufmann.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.
Zustand Einige der Metallbuchstaben fehlen.

Zur Person

Felix Kaufmann betrieb ein Kaufhaus in Ruhrort. Seine Urne wurde auf der doppelten Erbbegräbnisstätte (Nrn. 6-7) beigesetzt, die seine Gattin wenige Tage nach seinem Tod für 300 Mark erworben hatte. Der Todestag seiner Gattin Selma Kaufmann, eine geborene Löwenstein aus Bochum, ist unbekannt; sie wurde am 25.7.1942 nach Theresienstadt deportiert, von dort nach Maly Trostinec, und am 8.5.1945 in Minsk für tot erklärt.

Zur Familie

Vater von Felix Kaufmann: Wilhelm Kaufmann (Grabstein Nr. est,0312 )
Mutter von Felix Kaufmann: Amalie Kaufmann geb. Wolff (Grabstein Nr. est,0703 )
Schwestern von Felix Kaufmann: Antoinette Kaufmann (Grabstein Nr. est,0219 ) und Henriette Davids geb. Kaufmann (Grabstein Nr. est,0909 )

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607 A/325.
Archiv der Alten Synagoge, Essen
vR: Kaufmann, Felix: 276, 858, 1162, 1165; Kaufmann, Selma / Löwenstein, Selma: 1162

Duisburg, Waldfriedhof · 0009

 

Rosa Steinberg geb. Goldmann [16.06.1931]

Diplomatische Transkription

Rosa Steinberg
geb. Goldmann
✱ 28. Aug. 1872
† 16. Juni 1931

Kommentar

Datierung Geboren 28.08.1872; gestorben 16.06.1931

Beschreibung

Maße 91 x 47 x 11
Lage Grabstein-Nr.: 14 / B 14
Beschreibung Schmalhohe, sich leicht nach unten verjüngende Stele mit geradem Abschluß.

Zur Person

Rosa, Tochter von Hermann Goldmann und Jeanette geb. Schwab, stammte aus dem bayrischen Scheinfeld. Ende 1902 heiratete sie in Ergste Julius Steinberg, der in Altena das Fleischergeschäft seiner Tante Sara Steinberg führte. 1905 wurde ihr Sohn Hermann geboren, 1906 der Sohn Ernst. 1910 zog die Familie nach Duisburg, wo Julius Steinberg schon 1916 im Alter von 44 Jahren starb (sein Grabstein existiert nicht mehr). Rosa Steinberg wurde am 16. Juni 1931 tot im Grottenteich auf dem Duisburger Kaiserberg gefunden - sie hatte sich vermutlich das Leben genommen.

Zur Familie

Tante von Julius Steinberg: Sara Steinberg (Jüdischer Friedhof Altena, Grabstein Nr. alt,0028 )

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Sterbeurkunde von Rosa Steinberg (Nr. 541, 17.07.1931)
vR: Steinberg, Rosa (1872) / Goldmann, Rosa: 276, 1318

Duisburg, Waldfriedhof · 0005

 

Schlomo ben Mosche Hakohen (Salli Katzenberg) [23.01.1931]

Ottilie Katzenberg Geb. Eppstein [1944]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏ר׳ שלמה בר משה הכהן ז״ל‏‎ Herr Schlomo, Sohn des Mosche Hakohen, sein Andenken zum Segen,
‎‏הנפטר ביום ה׳ שבט תרצ״א‏‎ der verschied am Tag des 5. Schwat 691
‎‏לפ״ק‏‎ der kleinen Zählung.
Salli Katzenberg 5
geb. 31. Okt. 1869
gest. 23. Jan. 1931
  Auf einem kleinen schwarzen Schild findet sich folgende Inschrift:
Ottilie Katzenberg
Geb. Eppstein
13.7.1875 Umgekommen 1944 10

Kommentar

Datierung Salli Katzenberg: Geboren 31.10.1869; gestorben Freitag, 23.01.1931
Ottilie Katzenberg: Geboren 13.07.1875; ermordet 1944

Beschreibung

Maße 92 x 50 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 11 / B 11
Beschreibung Schmalhohe Stele mit Rundbogenabschluß.
Schrift Die Schrift ist mit schwarzer Farbe ausgelegt.
Symbol Davidstern

Zur Person

Sallis Frau Ottilie Katzenberg, eine Tochter von Ferdinand und Elise Eppstein, stammte aus Hoppstädten-Weiersbach. 1942 wurde sie von Trier über Köln nach Theresienstadt deportiert und von dort weiter in das Vernichtungslager Treblinka. Ihr in Schweden lebender Sohn Paul füllte 1978 für sie ein Gedenkblatt der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad VaShem aus.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Katzenberg Salli (Sally): 256, 275, 294, 654, 1160; Katzenberg, Ottilie: 1160

Duisburg, Waldfriedhof · 0010

 

Otto Ulmer [07.10.1931]

Karl-Heinz [1945]

Diplomatische Transkription

Otto
Ulmer
geb. 10.3.1888
gest. 7.10.1931
5 Karl-Heinz
1923 - 1945
gestorben
KZ Dachau

Kommentar

Datierung Otto Ulmer: Geboren 10.03.1888; gestorben 07.10.1931
Karl-Heinz Ulmer: Geboren 1923; ermordet 1945

Beschreibung

Maße 90 x 52 x 19
Lage Grabstein-Nr.: 16 / B 16
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abchluß. Vergleiche die Gestaltung des Grabmals mit dem der Gattin (Grabstein Nr. 0091 ).
Schrift Die obere Inschrift ist reliefiert, die später ergänzte untere Inschrift eingraviert.
Symbol Davidstern

Zur Person

Otto Ulmer war der Sohn von Jakob Ulmer und Sophie geb. Stern. Ulmer war mit Rosalia geb. Freyda verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn Karl-Heinz wurde im Dezember 1941 nach Riga und im Sommer 1944 ins KZ Dachau deportiert.

Zur Familie

Vater: Jakob Ulmer (Jüdischer Friedhof Duisburg-Beeck, Grabstein Nr. du1,0010 )
Gattin: Rosa(lie) Ulmer geb. Freyda (Grabstein Nr. 0091 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR:Ulmer, Otto: 276, 1335f.; Ulmer, Karl-Heinz: 1336

Duisburg, Waldfriedhof · 0012

 

Adolf Kossmann [17.07.1932]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
mein lieber Mann
unser guter Vater
Gross u. Urgrossvater
5 Adolf Kossmann
13.6.1843 17.7.1932
Ruhe sanft

Kommentar

Datierung Geboren 13.06.1843; gestorben 17.07.1932

Beschreibung

Maße 77 x 50 x 10
Lage Grabstein-Nr.: 17 / B 17
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß und leicht zurückgesetztem scharrierten Rand.
Schrift Die Schrift wurde mit schwarzer Farbe ausgelegt.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Coßmann, Adolf Abraham (Abraham Adolf): 156, (261), 276, 1058

Duisburg, Waldfriedhof · 0013

 

Otto Meyer [01.09.1932]

Diplomatische Transkription

Otto
Meyer
geb. 18.7. 1854
gest. 1.9.1932

Kommentar

Datierung Geboren 18.07.1854; gestorben 01.09.1932

Beschreibung

Maße 90 x 48 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 15 / B 15
Beschreibung Schmalhohe Stele mit leicht eingezogenem Flachbogenabschluß und leicht zurückgesetztem, scharrierten Rand.
Symbol Davidstern

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Meyer, Otto (1854): 247, 283, 662, 666, 1226, 1231

Duisburg, Waldfriedhof · 0014

 

Meir ben Aharon Hakohen (Adolf Herz) [26.09.1932]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏מאיר בר אהרן הכהן‏‎ Meir, Sohn des Aharon Hakohen
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Adolf Herz
geb. 15.1.1865 5
gest. 26.9.1932

Kommentar

Datierung Geboren 15.01.1865; gestorben 26.09.1932

Beschreibung

Maße 83 x 50 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 18 / B 18
Beschreibung Stele mit geradem Abschluß und scharriertem Rand.
Schrift Die Schrift war ursprünglich mit schwarzer Farbe ausgelegt.
Symbol Davidstern

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Herz, Adolf: 247, 277, (292), 1125f.

Duisburg, Waldfriedhof · 0015

 

Emma Rosenthal [24.11.1932]

Diplomatische Transkription

Emma
Rosenthal
geb. 5.6.1877
gest. 24.11.1932

Kommentar

Datierung Geboren 05.06.1877; gestorben 24.11.1932

Beschreibung

Maße 90 x 50 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 19 / B 19
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Die Schrift war ursprünglich mit grauer Farbe ausgelegt.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Rosenthal, Emma: 277, 1068, 1274f., 1315

Duisburg, Waldfriedhof · 0016

 

Jakob Weinheim [15.12.1932]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
Jakob
Weinheim
geb. 5.5.1881
gest. 15.12.1932 5

Kommentar

Datierung Geboren 05.05.1881; gestorben 15.12.1932

Beschreibung

Maße 60 x 50 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 20 / B 20
Beschreibung Schmalhohe Stele mit leicht eingezogenem Rundbogenabschluß.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.
Symbol Davidstern

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Weinheim, Jacob (Jakob): 277, 821, 1347

Duisburg, Waldfriedhof · 0011

 

Gella Loewe geb. Stern [03.02.1932]

Max Loewe [02.12.1934]

Diplomatische Transkription

[G]ell[a] L[o]ew[e]
[g]eb: Stern
✱ 11.6.187[0]
[-] 3.2.1932
5 Max L[o]ewe
✱ 24.11.1869
- 2.12.1934

Kommentar

Datierung Gella Loewe: Geboren 11.06.1870; gestorben 03.02.1932
Max Loewe: Geboren 24.11.1869; gestorben 02.12.1934

Beschreibung

Maße Platte: 120 x 65 x 10
Lage Grabstein-Nr.: 4 / B 4
Beschreibung Schmalhohe, liegende Grabplatte. Die Sterne vor den Geburtsdaten sind wie kleine Davidsterne geformt.
Schrift Die Buchstaben sind eingraviert und darüber Metallbuchstaben gesetzt.
Zustand Einige der Metallbuchstaben fehlen heute.

Zur Person

Max Löwe, Sohn des Duisburger Kaufhausbetreibers Emanuel Löwe, wurde in Duisburg geboren. Er war wie sein Bruder Siegfried (Salli) Mitinhaber des Kaufhauses seines Vaters. Seine Gattin Cella oder Gella Stern stammte aus Essen-Steele. Drei Monate nach ihrem Tode wurden ihrem Mann 100 (statt den üblichen 150) Mark für die Grabstelle (Nr. 15) und die Beisetzung der Urne seiner Frau in Rechnung gestellt. Er selber wurde vermutlich auf der nebenliegenden Grabstelle Nr. 14 beigesetzt, die ihm wohl reserviert worden war, auch wenn er diese entgegen den üblichen Gepflogenheiten nicht schon beim Tod seiner Gattin erworben hatte. Seine Tochter Martha wanderte mit ihrem Mann, Dr. Walter Jülich, und Kindern über Belgien in die USA aus, die Tochter Alice starb 1948 in Jerusalem und der Sohn Walter emigrierte nach Brüssel.

Zur Familie

Eltern: Emanuel Loewe und Sophie Loewe geb. Freudenberg (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0011 )

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607 A/325.
vR: Löwe, Gella (Cella) / Stern, Gella (Cella): 276, 979, 1206; Löwe, Max: 240, 252, 276, 279, 293, 365, 614, 618f,, 618*, 630f., 630*, 648, 650, 977f., 980, 1149, 1205f.

Duisburg, Waldfriedhof · 0017

 

Isidor Nathan [11.01.1933]

Diplomatische Transkription

Isidor Nathan
geb. 9.8.1871,
gest. 11.1.1933.

Kommentar

Datierung Geboren 09.08.1871; gestorben 11.01.1933

Beschreibung

Maße 84 x 55 x 12
Lage Grabstein-Nr.: 21 / B 21
Beschreibung Gerade schließende Stele mit getrepptem Rand und einer leicht hervorstehenden Verzierung in der Mitte.
Schrift Die Schrift war ursprünglich mit schwarzer Farbe ausgelegt.
Symbol Davidstern

Zur Familie

Gattin: Johanna Nathan geb. Marx (Grabstein Nr. 0088 )

Quellen / Sekundärliteratur

AvR: Nathan, Isidor (1871): 277, 1140, 1227, 1240

Duisburg, Waldfriedhof · 0018

 

Hermann Schild [14.02.1933]

Diplomatische Transkription

Hermann Schild
28.4.1866 - 14.2.1933

Kommentar

Datierung Geboren 28.04.1866; gestorben 14.02.1933

Beschreibung

Maße 55 x 130 x 16; Sockel 1: 12 x 24 x 20; Sockel 2: 18 x 140 x 22
Lage Grabstein-Nr.: 5 / B 5
Beschreibung Breitrechteckige Stele mit geradem Abschluß auf zwei einzelnen, quaderförmigen Blöcken, die wiederum auf einem breiteren Sockel ruhen.
Steinmetz Steinmetz-Signatur in Bas-Relief auf der Rückseite des linken Sockels: Fleischhacker, Duesseldorf.

Zur Person

Der aus Geseke in Westfalen stammende Hermann Schild kam wie sein Bruder Sally bereits vor 1890 nach Duisburg, wo er zusammen mit Karl Auerbach (1878-1947) die Getreide- und Kolonialwaren-Großhandlung Fa. Auerbach & Co. führte. Er war mit Ida geb. Heymann verheiratet und hatte mit ihr zwei Kinder, die Tochter Lotte und den Sohn Heinz. Letzterem gelang die Emigration über Holland und Belgien nach Argentinien. Die Tochter lebte Ende 1936 in Brüssel, doch ist ihr weiteres Schicksal ebensowenig dokumentiert wie das von Schilds Ehefrau, die kurz nach dem Tod ihres Gatten diese doppelte Erbbegräbnisstätte (Nrn. 16 und 17) für 300 Mark erworben hatte, in der Hoffnung, einst neben ihm beigesetzt zu werden. Weitere Familienmitglieder: Zwei seiner im 1. Weltkrieg gefallenen bzw. in Folge daran gestorbenen Neffen sowie seine Schwester Lina verheiratete Auerbach liegen auf dem Friedhof am Sternbuschweg begraben.

Zur Familie

Vater: Levi Schild (Jüdischer Friedhof Geseke, Grabstein Nr. gsk,0049 )
Mutter: Sara Schild geb. Löwenstein (Jüdischer Friedhof Geseke, Grabstein Nr. gsk,0066 )
Bruder: Sally Schild (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0020 )
Schwester: Lina Auerbach geb. Schild (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 37a, Grabstein Nr. du3,0022 )
Neffen: Richard Schild (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0020 ); Ernst Schild (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 37a, Grabstein Nr. du3,0013 )

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607 A/325.
vR: Schild, Hermann: 250, 277, 1023, 1192, 1293
Arbeitskreis Jüdische Familien in Geseke: Juden in Geseke. Dokumentation der Friedhöfe und Geschichte der Familien (Beiträge zur Geschichte der Stadt Geseke, Bd. 10), Geseke 1997, S. 127 (Grabstein Nr. 49: Levi Schild), S. 128f. (Stammbaum der Familie Schild)

Duisburg, Waldfriedhof · 0019

 

Isi Kaufmann [23.04.1933]

Diplomatische Transkription

Isi Kaufmann
Geb. 22.8.1860
Gest. 23.4.1933

Kommentar

Datierung Geboren 22.08.1860; gestorben 23.04.1933

Beschreibung

Maße 60 x 50 x 18
Lage Grabstein-Nr.: 22 / B 22
Beschreibung Kissenstein

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Kaufmann, Isidor: 241, 261f., 277, 1163

Duisburg, Waldfriedhof · 0020

 

Leo Kaufmann [11.05.1933]

Diplomatische Transkription

Leo
Kaufmann
geb. 27. Okt. 1876
in Bayerthal
5 gest. 11. Mai 1933
in Duisburg

Kommentar

Datierung Geboren 27.10.1876; gestorben 11.05.1933

Beschreibung

Maße 79 x 39 x 12
Lage Grabstein-Nr.: 23 / B 23
Beschreibung Schmalhohe Stele mit Rundbogenabschluß.
Schrift Die Schrift war ursprünglich mit schwarzer Farbe ausgelegt.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Kaufmann, Leo (1876): 1163

Duisburg, Waldfriedhof · 0021

 

Lebrecht Rosenthal [26.08.1933]

Diplomatische Transkription

Lebrecht
Rosenthal
geb. 22. Aug. 1879
gest. 26. Aug. 1933

Kommentar

Datierung Geboren 22.08.1879; gestorben 26.08.1933

Beschreibung

Maße 90 x 55 x 18
Lage Grabstein-Nr.: 24 / B 24
Beschreibung Stele mit geradem Abschluß.
Symbol Davidstern

Zur Person

Der Installateur und Klempner Lebrecht Rosenthal, der 1899 von Bochum nach Duisburg gekommen war, beging wegen des 1933 einsetzenden Boykotts Selbstmord. Seine Frau Jenny geborene Heymann und sein Sohn Richard Raphael wanderten in die USA aus.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Rosenthal, Lebrecht: 277, 1276

Duisburg, Waldfriedhof · 0022

 

Amalie Nathan geb. Westphal [08.09.1933]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Amalie
Nathan
geb. Westphal
✱ 5.2.1850
- 8.9.1933 5
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Geboren 05.02.1850; gestorben 08.09.1933

Beschreibung

Maße 85 x 55 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 25 / B 25
Beschreibung Stele mit geradem Abschluß. Die Inschrift ist von einer schmalen Linie umgeben.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Nathan Amalie / Westphal, Amalie: 278, 1239

Duisburg, Waldfriedhof · 0024

 

Jeanette Heinrichs geb. Arensberg [20.09.1933]

Diplomatische Transkription

Du warst die reinste Liebe
unsere Mutter
Jeanette
Heinrichs
5 geb. Arensberg
geb. 11.10.1866
gest. 20.9.1933

Kommentar

Datierung Geboren 11.10.1866; gestorben 20.09.1933

Beschreibung

Maße 80 x 39 x 12
Lage Grabstein-Nr.: 26 / B 26
Beschreibung Schmalhohe, sich nach unten verjüngende Stele mit geschweiftem und überhöhten, spitzen Giebel.
Symbol Davidstern
Steinmetz Steinmetz-Signatur an der rechten Schmalseite: Wilh. Dorgarthen.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Heinrichs, Jeanette / Arnsberg, Jeanette: 278, 1123

Duisburg, Waldfriedhof · 0025

 

Cläre Katz geb. Moses [20.09.1933]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
Cläre Katz
geb. Moses
geb. 21.1.1884
5 gest. 20.9.1933

Kommentar

Datierung Geboren 21.01.1884; gestorben 20.09.1933

Beschreibung

Maße 85 x 50 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 27 / B 27
Beschreibung Stele mit geradem Abschluß.
Symbol Davidstern

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Katz, Clara / Moses, Clara: 278, 1158

Duisburg, Waldfriedhof · 0026

 

Hugo Ruben [11.11.1933]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hugo
Ruben
Rechtsanwalt
20.9.1882
- 11.11.1933 5
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Geboren 20.09.1882; gestorben 11.11.1933

Beschreibung

Maße 94 x 49 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 47 / B 28
Beschreibung Schmalhohe Stele mit konkav geschwungenem Abschluß. Die hebräische Schlußformel ist vertikal angeordnet.
Steinmetz Eingravierte Steinmetz-Signatur auf der Rückseite: Fleischhacker.

Zur Familie

Mutter: Bertha Ruben geb. Buchthal (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg Feld 37a, Grabstein Nr. du3,0018 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Ruben, Hugo: 278, 379, 629, 633, 1283

Duisburg, Waldfriedhof · 0023

 

Johanna Levy geb. Josephs [20.09.1933]

Sigmund Levy [15.05.1935]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Johanna Levy
geb: Josephs
1.5.1875 - 20.9.1933
Sigmund Levy
2.3.1870 - 15.5.1935 5
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seelen seien eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Johanna Levy: Geboren 01.05.1875; gestorben 20.09.1933
Sigmund Levy: Geboren 02.03.1870; gestorben 15.05.1935

Beschreibung

Maße 110 x 133 x 28
Lage Grabstein-Nr.: 6 / B 6
Beschreibung Breitrechteckige, gesockelte Stele mit geradem, leicht zurückgesetzten Abschluß und flankiert von zwei schmalen Pilastern.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.
Steinmetz An der linken Schmalseite Steinmetzsignatur in Bas-Relief: Fleischhacker, Bildhauer, Duesseldorf.

Zur Person

Der Kaufmann Si(e)gmund Levy war Gründungsmitglied der Zionistischen Ortsgruppe Duisburg. Nach dem Tod seiner Gattin erwarb er diese doppelte Erbbegräbnisstätte (Nrn. 18-19) für 300 Mark.

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607 A/325.
vR: Levy, Johanna / Josephs, Johanna: 278, 455, 528*, 706, 1149, 1196; Levy, Siegmund: 278f., 650, 706, 710, 940, 1149, 1192, 1196

Duisburg, Waldfriedhof · 0027

 

Adolf Nathan [11.02.1934]

Diplomatische Transkription

Adolf
Nathan
4.2.1866
- 11.2.1934

Kommentar

Datierung Geboren 04.02.1866; gestorben 11.02.1934

Beschreibung

Maße 98 x 49 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 46 / B 29
Beschreibung Schmalhohe, sich leicht nach unten verjüngende Stele mit geradem, leicht eingezogenen Abschluß.
Schrift Die Schrift war ursprünglich mit braunroter Farbe ausgelegt.
Symbol Davidstern

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Nathan, Adolf: 278, 1239

Duisburg, Waldfriedhof · 0028

 

Josef Rosenthal [08.03.1934]

Diplomatische Transkription

Josef
Rosenthal
14.5.1879 8.3.1934

Kommentar

Datierung Geboren 14.05.1879; gestorben 08.03.1934

Beschreibung

Maße 86 x 49 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 45 / B 30
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Steinmetz Steinmetz-Signatur auf der linken Schmalseite: Hauth, Feld 1 A No 58

Zur Person

Josef Rosenthals Frau Elli geb. Sieger und die beiden Söhne Paul-Günter und Hans, die beide bis Ostern 1936 das Steinbart-Gymnasium besucht hatten, wanderten über Holland bzw. England nach Chile aus.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Rosenthal, Josef (1879): 1275

Duisburg, Waldfriedhof · 0029

 

Adolf Staadecker [17.04.1934]

Diplomatische Transkription

Adolf
Staadecker
geb. 17.3.1870
gest. 17.4.1934
5 Ruhe in Frieden

Kommentar

Datierung Geboren 17.03.1870; gestorben 17.04.1934

Beschreibung

Maße 50 x 50 x 12
Lage Grabstein-Nr.: 44 / B 31
Beschreibung Kissenstein
Symbol Davidstern
Zustand heute verwittert

Zur Familie

Gattin: Anna Staadecker geb. Schwenner (Grabstein Nr. 0080 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Staadecker, Adolf: 278, 1315

Duisburg, Waldfriedhof · 0030

 

Jaakow Dow ben Josef Gerler (Jakob Gerler) [15.06.1934]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏יעקב דוב בן יוסף‏‎ Jaakow Dow, Sohn des Josef
‎‏גערלער‏‎ Gerler
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht 5
mein lieber Gatte
unser guter Vater
Jakob Gerler
geb. 20.8.1893
gest. 15.6.1934 10

Kommentar

Datierung Geboren 20.08.1893; gestorben 15.06.1934

Beschreibung

Maße 83 x 55 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 43 / B 32
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Symbol Davidstern

Zur Person

Der aus Galizien stammende Uhrmacher Jakob Gerler war Vorstandsmitglied des Duisburger Ostjudenverbandes sowie von Poale Zion und Repräsentant der Gemeinde. Seine ebenfalls aus Galizien stammende Frau Marjem geb. Glattstein wurde zusammen mit der Tochter Gisela 1938 nach Polen ausgewiesen und 1945 für tot erklärt; die Tochter Gisela überlebte und ging zunächst, wie ihr Bruder Josef nach Israel, dann nach Amerika. Eine weitere Tochter namens Anna hatte 1937 nach Düsseldorf geheiratet, ihr Schicksal ist unbekannt.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Gerler, Jakob: 126, 258, 258*, 278, 377, 764f., 782f., 820, 1094

Duisburg, Waldfriedhof · 0031

 

Klara Plaut geb. Külsheimer [28.08.1934]

Diplomatische Transkription

Klara Plaut
geb. Külsheimer
geb. 30.10.1884
gest. 28.8.1934

Kommentar

Datierung Geboren 30.10.1884; gestorben 28.08.1934

Beschreibung

Maße 86 x 50 x 11
Lage Grabstein-Nr.: 42 / B 33
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Die Schrift ist mit goldener Farbe ausgelegt.
Symbol Davidstern

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Plaut, Klara (Clara) / Külsheimer, Clara (Klara): 279, 1256

Duisburg, Waldfriedhof · 0032

 

Kolman Friedmann [28.10.1934]

Diplomatische Transkription

Kolman
Friedmann
geb. 24.3.1863
gest. 28.10.1934

Kommentar

Datierung Geboren 24.03.1863; gestorben 28.10.1934

Beschreibung

Maße 86 x 50 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 41 / B 34
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß und scharriertem Rand.
Schrift Die Schrift ist mit schwarzer Farbe ausgelegt.
Symbol Davidstern

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Friedmann, Koloman (Kolmann, Kalmon): 252, 279, 289, 1098

Duisburg, Waldfriedhof · 0033

 

Dina David geb. Gutmann [11.12.1934]

Diplomatische Transkription

Dina David
geb. Gutmann
geb. 3.7.1859
gest. 11.12.1934

Kommentar

Datierung Geboren 03.07.1859; gestorben 11.12.1934

Beschreibung

Maße 87 x 47 x 13
Lage Grabstein-Nr.: 40 / B 35
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß. Vergleiche die Gestaltung des Grabstein mit dem des Gatten (Nr. 38).
Schrift Die Schrift ist mit goldener Farbe ausgelegt.

Zur Familie

Gatte: Theodor David (Grabstein Nr. 0038 )
Enkelin: Margot Meyer (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 37a, Grabstein Nr. du3,0027 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: David, Dina / Guttmann (Gutmann), Dina: 156, 279, 1061

Duisburg, Waldfriedhof · 0034

 

Julius Hartning [22.12.1934]

Diplomatische Transkription

Julius
Hartning
10.12.1879
22.12.1934

Kommentar

Datierung Geboren 10.12.1879; gestorben 22.12.1934

Beschreibung

Maße 83 x 50 x 15
Lage ohne Nummer / B 35a
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Die Schrift ist mit grauer Farbe ausgelegt.
Steinmetz Steinmetz-Signatur auf der rechten Schmalseite: Hauth.

Zur Person

Die aus Wien gebürtige Gattin des in Czernowitz in der Bukowina geborenen Diplomingineurs, Karoline geb. Seidenstein, und die Kinder Walter, Grete Auguste und Ruth Rose wanderten nach Brasilien aus.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Hartning, Julius: 279, 1117

Duisburg, Waldfriedhof · 0035

 

Rudolf Alsberg [13.03.1935]

Diplomatische Transkription

Rudolf Alsberg
22.5.1858 - 13.3.1935

Kommentar

Datierung Geboren 22.05.1858; gestorben 13.03.1935

Beschreibung

Maße 75 x 123 x 20; Sockel: 20 x 75 x 31
Lage Grabstein-Nr.: 7 / B 7
Beschreibung Breitrechteckige Stele mit geradem Abschluß vorgesetzt auf mehrfach getreppten Sockel.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.
Steinmetz An der rechten Schmalseite Steinmetzsignatur in Bas-Relief: Fleischhacker, Duesseldorf. Darüber ist die Nummer 20-21 aufgemalt.

Zur Person

Der in Münster geborene Rudolf Alsberg war der Sohn des Kaufhausinhabers David Alsberg und seiner Frau Lisette geb. Melchior. Die Firma Gebr. Alsberg bzw. seit 1890 Alsberg & Sohn war bis in die NS-Zeit eines der großen Kaufhäuser in der Duisburger Altstadt (Beekstraße 41). Eigentlicher Inhaber war in den frühen 30er Jahren der Kaufmann Theodor Lauter, der den Namen des gut laufenden Geschäfts beibehielt, das im Mai 1936 im Zuge der Arisierung in den Besitz der Helmut Horten KG überging. Rudolf Alsberg war mit der aus Köln stammenden Laura Oppenheim (geb. 1861) verheiratet. Gemeinsam hatten sie drei Kinder, die Töchter Hedwig und Änne und den Sohn Albert. Alsberg war über viele Jahre Repräsentant der Gemeinde und gehörte dort dem liberalen Flügel an. Er war außerdem Vorstandsmitglied vieler Vereine, war in der Wohltätigkeit engagiert und langjähriges Mitglied im Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Seine Gattin hatte zwei Tage nach seinem Tod diese doppelte Erbbegräbnisstätte (Nrn. 20-21) für 300 Mark erworben, die für sie reservierte Stelle blieb jedoch unbelegt, denn sie wurde nach Theresienstadt deportiert, wo sie 1942 starb.
Die 1889 geborene Tochter Hedwig Hete war verheiratet mit Ernst Levi. Sie wurde 1941 nach Riga deportiert und in Stutthof ermordet.
Die 1893 geborene Tochter Änne war verheiratet mit Herman Selig aus Dortmund. Auch sie wurde gemeinsam mit ihrem Mann 1941 nach Riga deporriert und in Stutthof ermordet.

Hinweis  Die Angaben konnten durch Informationen eines Familienforschers ergänzt werden.

Zur Familie

Schwestern: Johanna Simons geb. Alsberg (Essen, Segerothfriedhof, seg,0064 ); Eugenie Lucas geb. Alsberg (Essen, Segerothfriedhof, seg,0701 )

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607 A/325.
vR: Alsberg, Rudolf: 110, 110*, 129, 239, 248f., 276, 279, 377, 642, 644, 649, 927-933 (Lebensbild: Rudolf Alsberg und die Firma Gebr. Alsberg), 964, 973*, 1018, 1193, 1247, 1302

Duisburg, Waldfriedhof · 0036

 

Fritz Heimann [04.05.1935]

Diplomatische Transkription

Fritz
Heimann
13.11.1890
- 4.5.1935

Kommentar

Datierung Geboren 13.11.1890; gestorben 04.05.1935

Beschreibung

Maße 109 x 60 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 8 / B 8
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Buchstaben reliefiert.
Steinmetz Auf der Rückseite unten Mitte Steinmetzsignatur in Bas-Relief: Fleischhacker, Duesseldorf.

Zur Person

Die Grabstelle für Fritz Heimann erwarb drei Tage nach seinem Tod sein Bruder Philipp für 150 Mark.

Zur Familie

Vater: Josef Heimann (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0024 )
Mutter: Lina Heimann geb. Eichholz (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0024 )
Brüder: Paul Heimann und Dr. Ernst Heimann (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0024 ), Philipp Heimann (Grabstein Nr. 0071 )

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607 A/325.
vR: Heimann, Fritz: 279, 1121

Duisburg, Waldfriedhof · 0037

 

Gustav Israel Hoffmann [26.05.1935]

Diplomatische Transkription

Gustav Israel
Hoffmann
geb. 31.7.1886
gest. 26.5.1935

Kommentar

Datierung Geboren 31.07.1886; gestorben 26.05.1935
Die von den Nationalsozialisten erlassene Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen vom 17. August 1938, mit der die Zwangsnamen Sara und Israel eingeführt wurden, trat erst zum 1. Januar 1939 in Kraft. Damit handelt es sich hier mit Israel entweder um den Synagogalnamen von Gustav Hoffmann, oder der Grabstein wurde erst nachträglich in den Jahren 1939 bis 1941 gesetzt.

Beschreibung

Maße 36 x 61 x 7
Lage Grabstein-Nr.: 39 / B 36
Beschreibung Kissenstein

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Hoffmann, Gustav (Israel): 279, 642f., 816, 1136

Duisburg, Waldfriedhof · 0038

 

Theodor David [20.06.1935]

Diplomatische Transkription

Theodor David
Geb. 26.6.1862
Gest. 20.6.1935

Kommentar

Datierung Geboren 26.06.1862; gestorben 20.06.1935

Beschreibung

Maße 48 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 38 / B 37
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß. Vergleiche die Gestaltung des Grabstein mit dem der Gattin (Nr. 0033 ).
Schrift Die Schrift ist mit goldener Farbe ausgelegt.

Zur Familie

Gattin: Dina David geb. Gutmann (Grabstein Nr. 0033 )
Enkelin: Margot Meyer (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 37a, Grabstein Nr. du3,0027 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: David, Theodor: 107f., 107*, 156, 251, 279, 293, 649, 1061

Duisburg, Waldfriedhof · 0039

 

Henny Bloch geb. Friedländer [30.06.1935]

Diplomatische Transkription

Henny Bloch
geb. Friedländer
geb. 25.3.1877
gest. 30.6.1935

Kommentar

Datierung Geboren 25.03.1877; gestorben 30.06.1935

Beschreibung

Maße 83 x 54 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 37 / B 38
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß und scharriertem Rand.
Schrift Die Buchstaben sind mit schwarzer Farbe ausgelegt.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Bloch, Henny (Henriette) / Friedländer, Henny / Friedländer, Henriette: 279, 1038

Duisburg, Waldfriedhof · 0040

 

Harry Heinemann [05.07.1935]

Diplomatische Transkription

Harry
Heinemann
1883 - 1935

Kommentar

Datierung Geboren 19.01.1883; gestorben 05.07.1935

Beschreibung

Maße 60 x 60 x 6
Lage Grabstein-Nr.: 85 / A 4
Beschreibung Liegende Platte.
Schrift Reliefierte Buchstaben.

Zur Person

Harry Heinemann wurde am 19.1.1883 in Duisburg geboren. Er war von Beruf Kaufmann und lebte bis 1908 einige Jahre in Berlin, bevor er nach Duisburg zurückkehrte. Er starb am 5.?7.1935. Sein älterer Bruder Albert wurde mit seiner Gattin 1941 nach Riga abgeschoben und blieb dort verschollen.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Heinemann, Harry: 240, 1123

Duisburg, Waldfriedhof · 0041

 

Julius Philipps [09.08.1935]

Diplomatische Transkription

J[u]li[u]s
Philipps
✱ 11.6.1865
- 9.8.1935

Kommentar

Datierung Geboren 11.06.1865; gestorben 09.08.1935

Beschreibung

Maße 82 x 48 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 36 / B 39
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.
Zustand Einige Buchstaben fehlen heute.

Zur Person

Julius, sechstes von elf Kindern des in Duisburg alteingesessenen Metzgers Philipp Philipps (1826-1905) und und dessen Gattin Flora geb. Winter (1836-1920), war wie sein Vater Metzgermeister. Über eine eventuelle Ehe ist nichts bekannt, doch Rabbiner Neumark machte die Worte ein treuer Mann der Arbeit, der Heimat, der Familie, der Gemeinde zum Thema seiner Trauerpredigt.

Zur Familie

Bruder: Hugo Philipps (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0017 )
Schwester: Rosine Meyer geb. Philipps (Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, Grabstein Nr. mlh,5322 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Philipps, Julius: 107, 279, 340, 412, 651, 820, 857, 1253

Duisburg, Waldfriedhof · 0042

 

Anna Jeanette Wolff [22.10.1935]

Diplomatische Transkription

Anna
Jeanette
Wolff
1903 - 1935

Kommentar

Datierung Geboren 26.09.1903; gestorben 22.10.1935

Beschreibung

Maße 77 x 50 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 35 / B 40
Beschreibung Schmalhohe Stele mit leicht eingezogenem, geraden Abschluß. Die Inschrift ist von einer schmalen Linie umgeben.
Schrift Die Schrift war mit rotbrauner Farbe ausgelegt.

Zur Person

Anna Jeanette Wolff wurde am 26.9.1903 in Duisburg als Tochter von Dr. Dagobert Wolff und Emma geb. Auerbach geboren und starb am 22.10.1935. Ihr kleiner Bruder Fritz war 1909 im Alter von zwei Jahren gestorben, der Vater 1913 (Grabsteine sind nicht erhalten). Die Mutter Emma wurde deportiert und starb in Theresienstadt, der Bruder Johann (Hans) war 1933 als Student nach Italien gegangen.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Wolff, Anna Jeanette: 279, 1361

Duisburg, Waldfriedhof · 0044

 

Bram van Leeuwen [10.11.1935]

Diplomatische Transkription

Bram
van Leeuwen
23.8.1875 - 10.11.1935

Kommentar

Datierung Geboren 23.08.1875; gestorben 10.11.1935

Beschreibung

Maße 86 x 50 x 13
Lage Grabstein-Nr.: 34 / B 41
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Die Schrift war mit grauer Farbe ausgelegt.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Leeuwen, Abra(ha)m van: 280, 685, 858, 1188, 1274

Duisburg, Waldfriedhof · 0043

 

August Jülich [09.11.1935]

Minna Jülich geb. Josephs [13.12.1935]

Diplomatische Transkription

Augus[t] Jüli[ch]
5.2.1857 [-] 9.[11].193[5]
Mi[n]na Jüli[ch]
geb. Josephs
5 18.10.1863 - 13.12.[1]93[5]

Kommentar

Datierung 08.Jülich: Geboren 05.02.1857; gestorben 09.11.1935
Minna Jülich: Geboren 18.10.1863; gestorben 13.12.1935

Beschreibung

Maße 80 x 109 x 15; Sockel: 16 x 143 x 40
Lage Grabstein-Nr.: 81 / A 5
Beschreibung Breitrechteckige, gesockelte Stele mit eingezogenem Flachbogenabschluß.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.
Zustand Ein Teil der aufgesetzten Metallbuchstaben fehlt heute.

Zur Person

August Jülich wurde in Ruhrort geboren als Sohn des Samuel Jülich und der Karoline geb. Mansbacher und bekleidete dort das Repräsentantenamt. Am 7. Oktober 1885 vermählte er sich mit Sophie Benjamin aus Horn bei Lippstadt, welche 1897 starb und in Beeck beerdigt wurde. Damals erwarb der Witwer die nebenliegende Grabstelle, um sich einst neben seiner Gattin beisetzen zu lassen. Die Grabstelle wurde jedoch nie belegt. August Jülich vermählte sich erneut mit Minna Josephs. Er wurde auf dem Waldfriedhof beigesetzt, neben ihm kurz darauf seine zweite Gattin, die nach dem Tod Augusts die doppelte Grabstelle (Nrn. 37-38) für 300 Mark erworben hatte. Aus der ersten Ehe waren drei Kinder hervorgegangen, Ella (geb. 1887), Änni/Aenny (geb. 1889) und Walter (geb. 1889). Der Sohn war Arzt und Mitglied im Centralverein und im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten; er war außerdem Präsident der Duisburg-Loge zur Treue. Im Sommer 1939 konnten er und seine Familie über Belgien in die USA emigrieren.

Hinweis  Die biografischen Angaben konnten durch Informationen von Mike Redel, Unna, ergänzt werden.

Zur Familie

1. Gattin: Sophie Jülich geb. Benjamin (Jüdischer Friedhof Duisburg-Beeck, Grabstein Nr. du1,0009 )
Tochter: Aenny Upmann geb. Jülich (Grabstein Nr. 0048 )
Eine Schwägerin von August Jülich war die 1934 in Elmshorn verstorbene Emma Oppenheim geb. Sternberg (Jüdischer Friedhof Elmshorn, elm,0014 ), die in erster Ehe mit Alfreds vor 1895 gestorbenen Bruder Max Jülich aus Ruhrort verheiratet gewesen war.

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607 A/325.
vR: Jülich, August: 280, 280*, 495, 953, 953*, 1149; Jülich, Minna / Josephs, Minna: 280, 953, 1149
Kurt Walter: Jüdisches Leben in Ruhrort, Duisburg 2011, S. 58.

Duisburg, Waldfriedhof · 0045

 

Ida Hamburger geb. Grünberg [18.03.1936]

Diplomatische Transkription

Ida Hamburger
geb. Grünberg
✱ 5.1.1859
† 18.3.1936

Kommentar

Datierung Geboren 05.01.1859; gestorben 18.03.1936

Beschreibung

Maße 60 x 50 x 20
Lage Grabstein-Nr.: 33 / B 42
Beschreibung Kissenstein.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Hamburger, Ida / Grünberg, Ida: 1115

Duisburg, Waldfriedhof · 0046

 

Hedwig Hanauer geb. Hochheimer [21.03.1936]

Diplomatische Transkription

Hedwig Hanauer
geb. Hochheimer
✱ 19. April 1869
† 21. März 1936

Kommentar

Datierung Geboren 19.04.1869; gestorben 21.03.1936
Das Sternchen vor den Geburtsdaten ist wie ein Davidstern gestaltet.

Beschreibung

Maße 90 x 60 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 32 / B 43
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.

Zur Person

Hedwigs Gatte Gustav Hanauer wurde mit seiner zweiten Frau Helene, verw. Schmuckler, geb. Frank, 1942 nach Theresienstadt deportiert. Beide kehrten nicht zurück. Das Schicksal des Sohnes Fritz ist nicht bekannt.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Hanauer, Hedwig / Hochheimer, Hedwig: 1116

Duisburg, Waldfriedhof · 0047

 

Ferdinand Heinemann [09.06.1936]

Diplomatische Transkription

Ferdinand
Heinemann
✱ 8.10.1868
- 9.6.1936

Kommentar

Datierung Geboren 08.10.1868; gestorben 09.06.1936

Beschreibung

Maße 87 x 55 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 31 / B 44
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß und querrechteckigem, vertieften Schriftfeld in der oberen Hälfte. Das Sternchen vor den Geburtsdaten ist wie ein Davidstern gestaltet.
Schrift Die Schrift ist reliefiert.
Steinmetz Steinmetz-Signatur in Bas-Relief an der rechten Schmalseite: Fleischhacker, Duesseldorf.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Heinemann, Ferdinand: 280, 631, 1009, 1123, 1307

Duisburg, Waldfriedhof · 0048

 

Aenny Upmann geb. Jülich [24.10.1936]

Diplomatische Transkription

Aenny Upmann
geb. Jülich
23.4.1889 - 24.10.1936

Kommentar

Datierung Geboren 23.04.1889; gestorben 24.10.1936

Beschreibung

Maße 100 x 55 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 30 / B 45
Beschreibung Schmalhohe Stele mit leicht eingezogenem Flachbogenabschluß.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.
Symbol Davidstern

Zur Familie

Vater: August Jülich (Grabstein Nr. 0043 )
Mutter: Sophie Jülich geb. Benjamin (Jüdischer Friedhof Duisburg-Beeck, Grabstein Nr. du1,0009 )
Gatte: Julius Upmann (Grabstein Nr. 0081 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Upmann (Uppmann), Änni (Änny) / Jülich, Änni (Änny): 280, 1149, 1336
Kurt Walter: Jüdisches Leben in Ruhrort, Duisburg 2011, S. 58.

Duisburg, Waldfriedhof · 0049

 

Ernst Meyer [20.12.1936]

Diplomatische Transkription

Ernst
Meyer
geb. 16.5.1893
gest. 20.12.1936

Kommentar

Datierung Geboren 16.05.1893; gestorben 20.12.1936

Beschreibung

Maße 90 x 50 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 29 / B 46
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.
Symbol Davidstern

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Meyer, Ernst: 250, 260, 281, 1227

Duisburg, Waldfriedhof · 0050

 

Paul Löwe [07.03.1937]

Diplomatische Transkription

Rechtsanwalt
Paul Löwe
geb. 24.6.1884
gest. 7.3.1937

Kommentar

Datierung Geboren 24.06.1884; gestorben 07.03.1937

Beschreibung

Maße 90 x 55 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 28 / B 47
Beschreibung Stele mit geradem Abschluß und scharriertem Rand.
Schrift Die Schrift war ursprünglich mit schwarzer Farbe ausgelegt.
Steinmetz Steinmetz-Signatur an der rechten Schmalseite: Wilh. Dorgarthen.

Zur Person

Der Rechtsanwalt Paul Löwe, ein Schwager von Harry Epstein, wählte 1937 in Düsseldorf den Freitod. Rabbiner Neumark nennt auch seinen jüdischen Namen: Pinchas S. Menachem Halevi.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Löwe, Paul: 281, 410-413, 410*, 604, 604*, 676, 676*, 711, (727), 977, 980, 1206

Duisburg, Waldfriedhof · 0051

 

Siegmund Gottschalk [18.03.1937]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hier ruht
unser lieber Bruder
Schwager u. Onkel
Siegmund
Gottschalk 5
geb. 10.1.1884
gest. 18.3.1937
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Geboren 10.01.1884; gestorben 18.03.1937

Beschreibung

Maße 79 x 50 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 48 / B 48
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß und scharriertem Rand.
Symbol Davidstern
Zustand Am oberen linken Rand der Stele fehlt ein dreieckförmiges Stück; Riss setzt sich in der oberen Hälfte nach unten links fort.

Zur Person

Der Kaufmann Siegmund Gottschalk stammte aus Königsfeld bei Ahrweiler und war 1930 von Bruchsal nach Duisburg gekommen. Er war wohl ein Bruder der 1889 ebenfalls in Königsfeld geborenen Hedwig Gottschalk, welche mit dem aus Neuwied stammenden Schuhmacher Hermann Sternfeld in Duisburg verheiratet war. Die Familie Sternfeld, welche Siegmund Gottschalk wohl den Grabstein setzte, wanderte mit ihrer 1920 geborenen Tochter Ruth 1938 nach Australien aus.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Gottschalk, Si(e)gmund: 281, 1104 (Familie Hermann Sternfeld: 1324)

Duisburg, Waldfriedhof · 0052

 

Frau Hermann Zunsheim Josefine geb. Jacobs [26.04.1937]

Diplomatische Transkription

Frau
Hermann
Zunsheim
Josefine
5 geb. Jacobs
✱ 22.11.1852
- 26.4.1937

Kommentar

Datierung Geboren 22.11.1852; gestorben 26.04.1937

Beschreibung

Maße 81 x 54 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 49 / B 49
Beschreibung Stele mit geradem Abschluß.

Zur Person

Josefine Zunsheim war bei ihrem Tod bereits 37 Jahre verwitwet: Ihr Gatte, der Weinhändler Hermann Zusnheim, war 1900 in Antwerpen gestorben. Die Familie war offensichtlich aus dem ukrainischen Odessa nach Westen gekommen, hatte vorübergehend in Antwerpen gelebt und war dann nach Duisburg gezogen. Von den sechs Kindern ist die Tochter Ida verh. Wertheim auf dem Friedhof am Sternbuschweg begraben, die Tochter Änny starb im Alter von 26 Jahren 1907 in Duisburg (kein Grabstein erhalten). Die in Antwerpen geborene Tochter Marguerite verh. Hirschmann starb 1962 im kubanischen Havanna, ihr Mann Bernhard Hirschmann war schon 1937 in Hamburg gestorben. Die 1889 noch im ukrainischen Odessa geborene Tochter Katharina und ihr 1881 in Nieheim geborener Mann Siegfried Salomon, Sohn von Julius und Tienchen Rottenstein, wurden 1942 von Duisburg nach Izbica deportiert und ermordet. Die 1892 in Duisburg geborene Tochter Agnes und ihr aus Remscheid stammender, 1880 in Bochum geborener Mann Oskar, Sohn von Samuel und Emilia Strauß sowie dessen 1885/8 in Bochum geborener Bruder Richard wurden 1941 nach Litzmannstadt deportiert und im Vernichtungslager Kulmhof ermordet. Der im ukrainischen Odessa geborene Sohn Otto, der mit Hertha Cohen verheiratet war, starb 1956 in Brüssel.
Der in Israel lebende Benjamin Banai, Sohn von Oskar und Agnes Strauss, füllte 1958 Gedenkblätter der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad VaShem für seine ermordeten Familienmitglieder aus. Das Gedenkblatt für Siegfried Rottenstein füllte 1978 seine Nichte Charlotte Kahn in New York aus.

Hinweis  Die biografischen Angaben zu den Kindern von Hermann und Josefine Zunsheim konnten durch Hinweise von Herrn Remigius von Boeselager ergänzt werden.

Zur Familie

Tochter: Ida Wertheim geb. Zunsheim (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 37a, Grabstein Nr. du3,0020 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Zunsheim, Josefine (Josephine) / Jacobs, Josefine: (246), (261), 281, 1282, 1327, 1367

Duisburg, Waldfriedhof · 0053

 

Max de Vries [27.04.1937]

Diplomatische Transkription

Max de Vries
geb. 14.7.1883
gest. 27.4.1937

Kommentar

Datierung Geboren 14.07.1883; gestorben 27.04.1937

Beschreibung

Maße 85 x 50 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 50 / B 50
Beschreibung Stele mit geradem Abschluß und scharriertem Rand.
Zustand Die linke obere Ecke der Stele ist weggebrochen.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Defries, Max: 281 / Vries, Max de: 1340

Duisburg, Waldfriedhof · 0054

 

Auguste Lode geb. Bendix [29.05.1937]

Martha Lode

Diplomatische Transkription

Auguste Lode
geb. Bendix
geb. 1.2.1[8]72
gest. 29.5.1[9]37
5 Martha Lode
geb. 1910
gest. in Auschwitz

Kommentar

Datierung Auguste Lode: Geboren 01.02.1872; gestorben 29.05.1937
Martha Lode: Geboren 1910; deportiert

Beschreibung

Maße 87 x 55 x 13
Lage Grabstein-Nr.: 51 / B 51
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Die obere Inschrift ist in aufgesetzten Metallbuchstaben geschrieben, die später ergänzte untere wurde eingraviert, die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgelegt.
Symbol Davidstern
Zustand Einzelne Metallbuchstaben fehlen heute.

Zur Person

Die in Essen geborene Auguste Bendix war mit dem Nichtjuden Karl Lode verheiratet, welcher 1935 starb. Ihr Sohn Walter überlebte Theresienstadt, kam mit einem Austauschtransport im Februar 1945 in die Schweiz und wanderte in die USA aus, seine Frau starb in Theresienstadt. Der Sohn Ernst konnte sich 1936 über Italien nach Palästina flüchten, die Tochter Rosa wanderte 1939 nach England aus. Die Tochter Martha, geboren am 1.8.1910 in Duisburg und laut von Roden eine verheiratete Levison, konnte sich zunächst nach Holland retten, wurde jedoch von dort deportiert und starb in Auschwitz.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Lode, Auguste / Bendix, Auguste: 281, 1204; Lode, Martha / Levison, Martha: 1204

Duisburg, Waldfriedhof · 0055

 

Margarete Handgriff [17.07.1937]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
unsere innigstgeliebte Tochter
und Schwester
Margarete Handgriff
5 geb. 10.11.1920
gest. 17.7.1937
Unvergessen.

Kommentar

Datierung Geboren 10.11.1920; gestorben 17.07.1937

Beschreibung

Maße 83 x 55 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 52 / B 52
Beschreibung Schmalhohe Stele mit leicht eingezogenem Flachbogenabschluß und scharriertem Rand.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Handgriff, Margarete: 1116

Duisburg, Waldfriedhof · 0056

 

Margarethe Wiernowolksi geb. Hirsch [30.07.1937]

Diplomatische Transkription

Margarethe
Wiernowolksi
geb. Hirsch
geb. 10.2.1877
5 gest. 30.7.1937
Ruhe in Frieden.

Kommentar

Datierung Geboren 10.02.1877; gestorben 30.07.1937
Diese Grabstelle (Nr. 53) war 1931 dem Hamborner Kaufmann Isidor Lublinski als Ersatz zugeteilt worden für eine von ihm 1918 erworbene Familiengrabstelle auf dem 1930 geschlossenen Hamborner Südfriedhof; Lublinksi wanderte jedoch 1936 nach Palästina aus.

Beschreibung

Maße 87 x 54 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 53 / B 53
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß und scharriertem Rand.
Symbol Davidstern

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Wiernowolski, Margarethe / Hirsch, Margaretha: 1354

Duisburg, Waldfriedhof · 0057

 

Frieda Cohn geb. Nathan [05.09.1937]

Diplomatische Transkription

Frieda Cohn
geb. Nathan
geb. 14.7.1884
gest. 5.9.1937

Kommentar

Datierung Geboren 14.07.1884; gestorben 05.09.1937

Beschreibung

Maße 91 x 53 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 54 / B 54
Beschreibung Schmalhohe Stele mit leicht pyramidalen Abschluß und scharriertem Rand.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Cohn, Frieda / Nathan, Frieda: 1056

Duisburg, Waldfriedhof · 0058

 

Ester bat Schraga (Estera Weichselbaum) [10.10.1937]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Estera
Weichselbaum
geb. Tanne
20.10.1900
10.10.1937 5
‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אשת חיל מ׳ אסתר‏‎ ›die tüchtige Gattin‹, Frau Ester,
‎‏בת שרגא שהלכה‏‎ Tochter des Schraga, ›die in ihre
‎‏לעולמה ה׳ מרחשון‏‎ Welt hinging‹ (am) 5. Marcheschvan
‎‏ש׳ ה׳ תרח״ץ‏‎ 10 des Jahres 5698.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

  Zl 7: Spr 31,10   Zl 8f: Koh 12,5

Kommentar

Datierung Geboren 20.10.1900; gestorben Sonntag, 10.10.1937
Z 10: Die die Jahreszahl darstellende hebräische Buchstabenfolge wurde verändert, um deren brisante semantische Bedeutung ‎‏תרצ״ח‏‎ ("du wirst gemordet") durch ‎‏תרח״ץ‏‎ ("du wirst gereinigt") zu ersetzen.

Beschreibung

Maße 91 x 50 x 14; Sockel: 3 x 56 x 20
Lage Grabstein-Nr.: 55 / B 55
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Symbol Davidstern
Steinmetz An der rechten Schmalseite ist der Steinmetzname Dorgarthen eingraviert.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Weichselbaum, Ester / Tanne, Ester: 281, 1344

Duisburg, Waldfriedhof · 0059

 

Heinrich Scheibe [17.10.1937]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hier ruht
mein innigstgeliebter Mann
uns. unvergesslicher Vater
Heinrich Scheibe
geb. 31.12.1873 5
gest. 17.10.1937
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Geboren 31.12.1873; gestorben 17.10.1937

Beschreibung

Maße 96 x 50 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 56 / B 56
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgelegt.

Zur Person

Die Gattin des wie sie aus Posen stammenden Kaufmanns Heinrich Scheibe, Jenny geb. Springer, und die Söhne Rudolf und Erich, welche in Duisburg eine Möbelhandlung betrieben hatten, wanderten zwischen 1936 und 1938 nach Amerika aus.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Scheibe, Heinrich: 281, 1290f.

Duisburg, Waldfriedhof · 0060

 

Moritz Mendel [19.11.1937]

Diplomatische Transkription

Moritz
Mendel
Geb. 29. Juli 1876
Gest. 19. Nov. 1937

Kommentar

Datierung Geboren 29.07.1876; gestorben 19.11.1937

Beschreibung

Maße 89 x 55 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 57 / B 57
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Die Schrift ist reliefiert.

Zur Person

Dem Kaufmann Moritz Mendel aus Wittlich, welcher 1897 von Frankfurt nach Duisburg gekommen war, unterstand die Bezirkdirektion der Nordstern Versicherungs-Aktien-Gesellschaft. Er war Mitglied der Duisburg-Loge zur Treue und 1931/32 und 1936/37 Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde. Seine Frau Hedwig geb. Kretzmer wurde wie sein ebenfalls in Duisburg lebender Bruder Emil mit Frau und Tochter deportiert und ermordet. Seine Töchter Edith Amalie, Lieselotte und Ilse sowie seine Nichte Rahel Luise konnten rechtzeitig nach Palästina bzw. England emigrieren. Die Mutter von Emil und Moritz Mendel, Henriette Mendel geb. Eichel, war im hohen Alter von 91 Jahren am 17.11.1939 noch in Duisburg gestorben und von Rabbiner Neumark beerdigt worden (ein Grabstein existiert nicht).

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Mendel, Moritz: 125, 129, 129*, 281, 365, 659, 820, 824, 827, 1224

Duisburg, Waldfriedhof · 0061

 

Siegmund Schönewald [27.11.1937]

Diplomatische Transkription

Siegmund
Schönewald
10.11.1881
27.11.1937

Kommentar

Datierung Geboren 10.11.1881; gestorben 27.11.1937

Beschreibung

Maße 87 x 50 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 58 / B 58
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Schönewald, Siegmund: 282, 1297

Duisburg, Waldfriedhof · 0062

 

Hugo Lilienfeld [26.02.1938]

Diplomatische Transkription

Hugo
Lilienfeld
geb. 14.4.1877
gest. 26.2.1938

Kommentar

Datierung Geboren 14.04.1877; gestorben 26.02.1938

Beschreibung

Maße 92 x 55 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 59 / B 59
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß und scharriertem Rand.
Schrift Die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgelegt.

Zur Person

Der Kaufmann Hugo Lilienfeld aus Minden war mit der Nichtjüdin Anne Kramme verheiratet (gest. 1965 in Hamborn). Sein Sohn Rolf emigrierte 1937 in die USA.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Lilienfeld, Hugo: 282, 1200

Duisburg, Waldfriedhof · 0063

 

Alex Klein [17.05.1938]

Diplomatische Transkription

Dr. Alex Klein
geb. 6.3.1870
gest. 17.5.1938

Kommentar

Datierung Geboren 06.03.1870; gestorben 17.05.1938

Beschreibung

Maße 85 x 50 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 60 / B 60
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.

Zur Person

Der in Recklinghausen geborene Alex Klein, Facharzt für Frauenkrankheiten, war 1894 von Berlin nach Ruhrort gekommen, wo er auf der Harmoniestraße lebte, unter den jüdischen Arbeitern des Hüttenwerkes "Phönix" und der zeche "Westende". Seine Frau Ida geb. Nathan folgte kurz nach dem Tod ihres Mannes ihrem Sohn Richard in die USA.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Klein, Alex Dr.: 482, 1169
Kurt Walter: Jüdisches Leben in Ruhrort, Duisburg 2011, S. 60.

Duisburg, Waldfriedhof · 0064

 

Mirzia Ruchel Feuerstein geb. Fruchter [26.10.1938]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
Mirzia Ruchel
Feuerstein
geb. Fruchter
5 geb. 13.5.1883
gest. 26.10.1938

Kommentar

Datierung Geboren 13.05.1883; gestorben 26.10.1938

Beschreibung

Maße 93 x 55 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 61 / B 61
Beschreibung Schmalhohe Stele mit eingezogenem Flachbogenabschluß und leicht zurückgesetztem, scharrierten Rand.

Zur Person

Mirzias Gatte Jakob Feuerstein, dessen Ausweisung als polnischer Staatsbürger 1936 wegen Krankheit zurückgestellt wurde, wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und ermordet. Den Kindern Leo Leib, Klara Lea und Adele (Ada) gelang die Emigration nach Palästina, der jüngste Sohn Alexander wurde 1939 von einem Kinderheim in Amsterdam aus nach England verschickt.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Feuerstein, Mircie Ruchel: 1078

Duisburg, Waldfriedhof · 0065

 

Ludwig Windmann [18.11.1938]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
mein lieber Mann
unser guter Vater
Ludwig
5 Windmann
geb. 9.3.1876
gest. 18.11.1938
Ruhe in Frieden

Kommentar

Datierung Geboren 09.03.1876; gestorben 18.11.1938

Beschreibung

Maße 87 x 54 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 62 / B 62
Beschreibung Kleine Stele mit Flachbogenabschluß und scharriertem Rand.
Schrift Die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgemalt.

Zur Person

Ludwig Windmann stammte aus Tschenstochau in Polen und war 1907 von Krefeld nach Duisburg gekommen. Der Provisionsvertreter der Pfaff-Nähmaschinen-Gesellschaft war Vorstandsmitglied der Duisburger Ortsgruppe des Reichsverbandes ostjüdischer Organisationen und Solist des Synagogenchores. Er starb nach sieben Tagen im Krankenhaus an den Folgen des Schädelbruchs, den er während der Reichspogromnacht erlitten hatte. Seine Frau Ernestine geb. Willinger starb am 15.11.1940 in Duisburg, sein Sohn Ismar wurde nach Theresienstadt deportiert und blieb verschollen.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Windmann, Ludwig (Ludwik, Leiser): 282, 421, 565*, 663, 665, 667, 784, 843, 1355; Abb. 14.

Duisburg, Waldfriedhof · 0066

 

Noe Cohnen [31.12.1938]

Diplomatische Transkription

Noe Cohnen
geb. 10.5.1875
gest. 31.12.1938

Kommentar

Datierung Geboren 10.05.1875; gestorben 31.12.1938

Beschreibung

Maße 91 x 51 x 13
Lage Grabstein-Nr.: 63 / B 63
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß (Gestaltung wie Nr. 67).

Zur Person

Der Kaufmann und Inhaber der "Gladbecker Fabrikdepots Geschwister Breuer" in der Wanheimer Straße 115 lebte seit 1909 in Duisburg. Cohnen war aktiver Zionist und als Vorstandsmitglied und Repräsentant auch in der Gemeinde über mehrere Jahre tätig. Im Novemberpogrom wurden sein Geschäft sowie die eheliche Wohnung in der Paulusstraße 9, in der sich auch eine bereits beschlagnahmte wertvolle Kunstsammlung befand, zerstört und fast völlig vernichtet. Am 31. Dezember 1938 beging er mit seiner Frau Adele gemeinsam Selbstmord.

Zur Familie

Gattin: Adele Cohnen geb. Breuer (Grabstein Nr. 0067 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Cohnen, No: 111, 120, 120*, 283, 713, 713*, 716, 821, 844f., 850, 1044, 1057

Duisburg, Waldfriedhof · 0067

 

Adele Cohnen geb. Breuer [31.12.1938]

Diplomatische Transkription

Adele Cohnen
geb. Breuer
geb. 28.7.1875
gest. 31.12.1938

Kommentar

Datierung Geboren 28.07.2875; gestorben 31.12.1938

Beschreibung

Maße 89 x 49 x 13
Lage Grabstein-Nr.: 64 / B 64
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß (Gestaltung wie Nr. 0066 ).

Zur Person

Zu ihrem Schicksal siehe beim Gatten.

Zur Familie

Gatte: Noe Cohnen (Grabstein Nr. 0066 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Cohnen, Adele / Breuer, Adele: 283, 844f., 1044, 1057, 1062

Duisburg, Waldfriedhof · 0068

 

Fritz Kahn [31.01.1939]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
Fritz Kahn
geb. 3.1.1910
gest. 31.1.1939

Kommentar

Datierung Geboren 03.01.1910; gestorben 31.01.1939

Beschreibung

Maße 85 x 52 x 13
Lage Grabstein-Nr.: 65 / B 65
Beschreibung Schmalhohe Stele mit Rundbogenabschluß und scharriertem Rand.

Zur Person

Fritz Kahn starb im KZ Dachau. Sein Bruder Willy flüchtete kurz nach Fritz Tod mit seiner Frau nach Belgien und von dort in die USA, seine ebenfalls in Duisburg lebenden Eltern Eugen Kahn und Florentine geb. Marx wurden deportiert und überlebten nicht.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Kahn, Fritz: 283, 856, 1151

Duisburg, Waldfriedhof · 0069

 

Markus Gerber [19.02.1939]

Diplomatische Transkription

Markus
Gerber
geb. 6.3.1873
gest. 19.2.1939

Kommentar

Datierung Geboren 06.03.1873; gestorben 19.02.1939

Beschreibung

Maße 89 x 50 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 66 / B 66
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgemalt.

Zur Person

Markus Gerber war Kaufmann und stammte aus Tempelburg/Flatow in Brandenburg. Seine Gattin Rosa geb. Frank und die Kinder Helmuth und Hilde wurde nach Riga deportiert und ermordet.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Gerber, Markus: 283, 665, 857, 1093f., (1306)

Duisburg, Waldfriedhof · 0070

 

Netla Ruchla Lewkowicz geb. Felder [24.02.1939]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
Frau
Netla Ruchla
Lewkowicz
5 geb. Felder
geb. 25.10.1870
gest. 24.2.1939
= 5. Adar

Kommentar

Datierung Geboren 25.10.1870; gestorben 24.02.1939

Beschreibung

Maße 88 x 52 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 67 / B 67
Beschreibung Schmalhohe Stele mit Rundbogenabschluß und scharriertem Rand.
Schrift Die Schrift war mit rotbrauner Farbe ausgemalt.

Zur Person

Die aus Polen stammende Witwe war 1920 ihrem Sohn Julius (Samuel Idel, geb. 16.8.1899) nach Duisburg gefolgt und handelte auf dem Marktplatz mit Spitzenresten. Ihre Tochter Rosa starb 1931 im Alter von 22 Jahren in Hamborn, Julius wurde 1942 mit Frau und Tochter deportiert und 1945 aus Mauthausen befreit; er kehrte nach Hamborn zurück. Eine weitere Tochter war vermutlich die wie Josef und Rosa im polnischen Zawiercie geborene Ester (Else) Lewkowitz (geb. 14.11.1904), Gattin des Josef Karpin und Mutter von zwei Kindern. Ein drittes Kind starb wenige Tage nach der Geburt und wurde 1922 auf dem Kleinkinderfeld des Beecker Friedhofs begraben (kein Grabstein). Esters Gatte wanderte 1933 über Belgien nach Brasilien aus, ihr und das Schicksal ihrer Kinder ist bei von Roden nicht verzeichnet.

Quellen / Sekundärliteratur

Todten-Memorial der Ruhrorter Synagogen-Gemeinde (Heidelberger Zentralarchiv, Bestand B. 1/15, Nr. 541), S. 45, Nr. 31 (Grabstelle Feld C Nr. 57)
vR: Lewkowic, Ruchla / Lewkowicz, Nella Ruchla / Felder, Nella Ruchla: 1197f.

Duisburg, Waldfriedhof · 0071

 

Philipp Heimann [13.03.1939]

Diplomatische Transkription

Philipp
Heimann
✱ 9.1.1884
- 13.3.1939

Kommentar

Datierung Geboren 09.01.1884; gestorben 13.03.1939

Beschreibung

Maße 82 x 55 x 13
Lage Grabstein-Nr.: 68 / B 68
Beschreibung Stele mit geradem Abschluß.

Zur Person

Philipp Heimanns Brüder Paul und Ernst waren im Ersten Weltkrieg gefallen, der Bruder Fritz starb 1935, der Bruder Felix wanderte mit seiner Familie im September 1939 nach Bolivien aus, ebenso wie Pilipps Gattin Irene geb. Meier.

Zur Familie

Vater: Josef Heimann (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0024 )
Mutter: Lina Heimann geb. Eichholf (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0024 )
Brüder: Paul Heimann und Dr. Ernst Heimann (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0024 ), Fritz Heimann (Grabstein Nr. 0036 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Heimann, Philipp: 283, 1121f.

Duisburg, Waldfriedhof · 0072

 

Carl Israel Marburger [04.04.1939]

Diplomatische Transkription

Carl Israel
Marburger
geb. 15.3.1873
gest. 4.4.1939

Kommentar

Datierung Geboren 15.03.1873; gestorben 04.04.1939
Dieser Grabstein ist der erste, bei dem die Inschrift durch die von den Nationalsozialisten eingeführten Zwangsnamen Israel und Sara ergänzt wurde. Die "Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen" vom 17. August 1938 war zum 1. Januar 1939 in Kraft getreten, ihre Durchsetzung auch in den Grabinschriften ist jedoch eine Ausnahme, die sich nur auf diesem Duisburger Friedhof findet, und geht sicherlich auf besonders eifrige lokale Autoritäten zurück.

Beschreibung

Maße 87 x 55 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 69 / B 80
Beschreibung Schmalhohe Stele mit eingezogenem Flachbogenabschluß und scharriertem Rand.
Schrift Die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgemalt.

Zur Person

Der Metzgermeister Carl Marburger stammte aus Bigge im Kreis Olsberg, und war 1903 nach Duisburg gekommen, wo er auf der Friedenstraße eine Metzgerei betrieb, die er im Dezember 1934 verpachten mußte. Seine erste Gattin Julie geb. Philipps starb am 30.12.1926 in Duisburg (ein Grabstein ist nicht erhalten), seine zweite Gattin Emma geb. Coppel wurde deportiert und blieb verschollen.

Zur Familie

Bruder?: Gustav Marburger (Jüdischer Friedhof Duisburg-Mattlerbusch, Grabstein Nr. du6,0034 )
Sohn?: Alfred Marburger (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 22, Grabstein Nr. du2,0012 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Marburger, Karl: 273, 283, 667, 821, 1219, 1253; Abb. 14

Duisburg, Waldfriedhof · 0073

 

Sally Winter [19.08.1939]

Diplomatische Transkription

Sally
Winter
Geb. 12.5.1878
Gest. 19.8.1939

Kommentar

Datierung Geboren 12.05.1878; gestorben 19.08.1939
Dieser Grabstein trägt nicht den seit Januar 1939 hier verpflichtenden Zwangsnamen Israel. Möglicherweise wurde er erst nach Ende des Krieges gesetzt.

Beschreibung

Maße 90 x 50 x 16
Lage Grabstein-Nr.: 70 / B 79
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.
Schrift Aufgesetzte Metallbuchstaben.
Zustand Die aufgesetzten Metallbuchstaben offensichtlich erneuert, darunter sind zugemachte Löcher der ursprünglichen Schrift zu sehen.

Zur Person

Der aus Neuss stammende Kaufmann Sally Winter war 1906 nach Meiderich gekommen und lebte seit 1929 in Duisburg. Seit 1906 war er Mitglied der Ruhrorter Männer-Chewra. Er hatte die Ausreise nach Palästina für sich und seine Frau Helene geb. Stein bereits organisiert, als er im August 1939 starb. Winters Witwe emigrierte noch im Oktober desselben Jahres.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Winter, Sally: 283, 478, 489, 696*, 1356

Duisburg, Waldfriedhof · 0074

 

Schulim Israel Rechtschaffen [16.02.1940]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
mein lieber Mann
unser guter Vater
Schulim Israel
5 Rechtschaffen
geb. 14.2.1902
gest. 16.2.1940

Kommentar

Datierung Geboren 14.02.1902; gestorben 16.02.1940

Beschreibung

Maße 85 x 50 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 72 / B 77
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit vertieftem Schriftfeld und geradem Abschluß.
Schrift Die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgemalt.

Zur Person

Der aus Perehinsko in Galizien stammende Schulim Rechtschaffen wurde im November 1939 deportiert. Im Februar 1940 starb er im KZ Sachsenhausen; seine Urne wurde am 27.3.1940 bestattet, zusammen mit zwei Torarollen. Das Schicksal seiner Frau Lea geb. Wirth und seines Sohnes Max ist nicht dokumentiert. Der Kaufmann Mendel Rechtschaffen, der 1896 in Jasien (Stryj) in Galizien geboren wurde, war vermutlich ein Verwandter. Er starb am 3.4.1942 im KZ Buchenwald, seine Urne wurde am 6.7.1942 auf dem jüdischen Friedhof in Beeck beigesetzt. Heute wird das Grab als Kriegsgrab von der Stadt gepflegt.

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607-266.
vR: Rechtschaffen, Schulim: 284, 784*, 1263; Abb. 20 (Grabstein)

Duisburg, Waldfriedhof · 0075

 

Salomea Sara Schmidt geb. Reis [12.03.1940]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
Frau Sara
Schmidt
geb. Reis
5 geb. 12.3.1860
gest. 12.3.1940
2. Adar II. 5700

Kommentar

Datierung Geboren 12.03.1860; gestorben 12.03.1940

Beschreibung

Maße 88 x 55 x 12
Lage Grabstein-Nr.: 71 / B 78
Beschreibung Schmalhohe Stele mit Flachbogenabschluß.

Zur Person

Frau Salomea Schmidt geb. Reis lebte bis zu ihrem Tode bei ihrer Tochter Cilli, verwitwete Körner, die 1942 deportiert wurde und verschollen blieb. Drei ihrer sechs Kinder überlebten ebenfalls nicht.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Schmidt, Salomea (Sara) / Reis, Salomea Sara: 284, 1175

Duisburg, Waldfriedhof · 0076

 

Ruth Sara Steinweg [02.04.1940]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
unsere
innigstgeliebte
Tochter u. Schwester
5 Ruth Sara
Steinweg
geb. 28.2.1929
gest. 2.4.1940
Ruhe in Frieden

Kommentar

Datierung Geboren 28.02.1929; gestorben 02.04.1940

Beschreibung

Maße 85 x 40 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 73 / B 76
Beschreibung Schmalhohe Stele mit Rundbogenabschluß.
Schrift Die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgemalt.

Zur Person

Ruth Steinweg war das jüngste Kind von Hugo Selig Steinweg aus Wickede, Sohn von Levy Steinweg und Rosalie geb. Wolff, und Betti (Babette) geb. Levy aus Bollendorf, Tochter von Marx Levy und Karolina geb. Schömann. Ihr Bruder Gerd war war wenige Wochen nach seiner Geburt gestorben und liegt in Duisburg auf dem Friedhof am Sternbuschweg bestattet. Ihre Eltern wurden nach Riga deportiert und blieben verschollen, ihr Bruder Günter wurde aus Dachau befreit und emigrierte nach Palästina.

Zur Familie

Bruder: Gerd Steinweg (Duisburg, Friedhof Sternbuschweg, Feld 37a, Grabstein Nr. du3,0017 )
Großeltern: Levy und Rosalie Steinweg (Dortmund-Wickede: Grabstein Nr. dwi,0006 )

Quellen / Sekundärliteratur

Ruth Steinweg bei Geni
vR: Steinweg, Ruth: 210*, 284, 1319

Duisburg, Waldfriedhof · 0077

 

Klothilde Sara Kahn [09.04.1940]

Diplomatische Transkription

Klothilde
Sara Kahn
geb. 4.5.1874
gest. 9.4.1940
5 Ruhe sanft

Kommentar

Datierung Geboren 04.05.1874; gestorben 09.04.1940

Beschreibung

Maße 55 x 49 x 18
Lage Grabstein-Nr.: 74 / B 75
Beschreibung Kissenstein

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Kahn, Clothilde (Klothilde): 284, 1150

Duisburg, Waldfriedhof · 0078

 

Chaskiel Israel Gutman [21.05.1940]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
mein lieber Mann
Chaskiel Israel
Gutman
5 geb. 28.5.1895
gest. 21.5.1940

Kommentar

Datierung Geboren 28.05.1895; gestorben 21.05.1940

Beschreibung

Maße 77 x 42 x 13
Lage Grabstein-Nr.: 75 / B 74
Beschreibung Schmalhohe, sich leicht nach unten verjüngende Stele mit eingezogenen, nach außen geschweiftem geradem Abschluß mit drei Zacken in der Mitte und mit scharriertem Rand.
Schrift Die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgemalt.

Zur Person

Der aus Warschau gebürtige Kürschner Chaskiel Gutman starb im KZ Sachsenhausen, seine Urne wurde erst über einen Monat später in Duisburg beigesetzt. Das Schicksal seiner Frau Michla geb. Sztulzav ist nicht dokumentiert. Das Grab wird als Kriegsgrab von der Stadt gepflegt.

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607-266.
vR: Gutmann (Gutman), Chaskiel: 237, 237*, 285, 1110; Abb. 21 (Grabstein)

Duisburg, Waldfriedhof · 0079

 

Hans Koebe [31.10.1940]

Diplomatische Transkription

Hans Koebe
geb. 14.3.1895
gest. 31.10.1940

Kommentar

Datierung Geboren 14.03.1895; gestorben 31.10.1940
Dieser Grabstein für den zum Judentum konvertierten Hans Koebe ist seit 1939 (bis auf eine Ausnahme, Nr. 0073 ) der einzige, bei dem auf den Zwangsnamen Israel verzichtet werden durfte.

Beschreibung

Maße 88 x 50 x 14
Lage Grabstein-Nr.: 76 / B 73
Beschreibung Schmalhohe Stele mit scharriertem Rand und Flachbogenabschluß.
Schrift Die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgemalt.

Zur Person

Hans Koebe, Inhaber eines Leinen- und Wäschehauses auf der Königstraße, war als Johannes Zacharias Leberecht Gotthard Koebe in Görlitz geboren worden. Bei der Eheschließung mit Eliese Stern trat er zum jüdischen Glauben über. Seine Frau wurde 1942 deportiert und 1945 für tot erklärt, sein Sohn Karl Ludwig kam 1939 mit einem Kindertransport nach England und ging später nach Afrika.

Hinweis  Die biografischen Angaben konnten durch die Informationen eines Nutzers ergänzt werden.

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Standesamt I Nr. 110/1926)
vR: Koebe, Hans: 285, 289, 311, 820, 1174

Duisburg, Waldfriedhof · 0080

 

Anna Sara Staadecker geb. Schweriner [01.04.1941]

Diplomatische Transkription

Anna Sara
Staadecker
geb. Schweriner
geb. 6.4.1867
5 gest. 1.4.1941

Kommentar

Datierung Geboren 06.04.1867; gestorben 01.04.1941

Beschreibung

Maße 60 x 49 x 23
Lage Grabstein-Nr.: 77 / B 72
Beschreibung Kissenstein

Zur Familie

Gatte: Adolf Staadecker (Grabstein Nr. 0029 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Staadecker, Anna (Helene) / Schweriner, Anna (Helene): 286, 1315

Duisburg, Waldfriedhof · 0081

 

Julius Israel Upmann [02.04.1941]

Diplomatische Transkription

Julius Israel
Upmann
3. März 1887
2. April 1941
5 5647 - 5701

Kommentar

Datierung Geboren 03.03.1887; gestorben 02.04.1941

Beschreibung

Maße 85 x 49 x 13
Lage Grabstein-Nr.: 78 / B 71
Beschreibung Schmalhohe Stele mit geradem Abschluß.

Zur Familie

Gattin: Aenny Upmann geb. Jülich (Grabstein Nr. 0048 )

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Upmann (Uppmann), Julius: 286, 1149, 1336

Duisburg, Waldfriedhof · 0082

 

Max Israel Bein [26.10.1941]

Diplomatische Transkription

Max Israel
Bein
geb. 6.11.1896
gest. 26.10.1941

Kommentar

Datierung Geboren 06.11.1896; gestorben 26.10.1941

Beschreibung

Maße 48 x 49 x 17
Lage Grabstein-Nr.: 79 / B 70
Beschreibung Kissenstein

Zur Person

Max Beins Eltern Julius Bein und Johanna geb. Ulmer wurden deportiert und blieben in Minsk verschollen, seinen Geschwistern Frieda und Siegfried (Martin) gelang die Flucht nach London. Max selber richtete 1939 ein Gesuch für einen kurzen Aufenthalt an das Jüdische Flüchtlingskomitee in Amsterdam, da er wegen seiner hohen Registrierungs-Nummer für die Einwanderung in die USA ein Übergangs- oder Durchgangsland brauche, sein Antrag wurde jedoch von der holländischen Regierung abgelehnt.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Bein (Baim, Beim), Max: 286f., 830*, 1030

Duisburg, Waldfriedhof · 0083

 

Knoll gen. Norbert Israel Artmann [13.11.1941]

Diplomatische Transkription

Knoll gen.
Norbert Israel
Artmann
geb. 5.6.1912
5 gest. 13.11.1941
23. Marcheschan 5702
Ruhe in Frieden

Kommentar

Datierung Geboren 05.06.1912; gestorben 13.11.1941
Zl 6: "Marcheschan" statt "Marcheschvan".

Beschreibung

Maße 50 x 50 x 12
Lage Grabstein-Nr.: 80 / B 69
Beschreibung Kissenstein

Zur Person

Norbert Knoll, genannt Artmann, stammte aus Ruhrort, wo er mit seiner Familie (den Eltern Mayer und Klara Chaja und seinen Schwestern Esther und Paula) in der Amtsgerichtsstrasse gewohnt hatte.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Artmann (auch: gen. Knoll), Norbert / Knoll (Artmann gen. K.), Norbert: 287, 740, 740*, 1022, 1174
Kurt Walter: Jüdisches Leben in Ruhrort, Duisburg 2011, S. 58.

Duisburg, Waldfriedhof · 0084

 

Josef Kornacki [13.10.1942]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

КОРНАЧКИЙ Kornackij
ИОСИФ Iosif
  In den 1990er Jahren errichteter neuer Stein:
Josef
Kornacki
1913-1942 5

Kommentar

Datierung Geboren 28.02.1913; gestorben 13.10.1942

Stilmittel

Beschreibung

Maße Ursprünglicher Stein: 27 x 35 x 19; neuer Stein: 30 x 40 x 15
Lage Grabstein-Nr.: 84 / A 3
Beschreibung Neuer Stein: Kissenstein. Die Gestaltung entspricht den Steinen auf dem angrenzenden Feld für russische Kriegsgefangene, der Stein ist - im Gegensatz zum ursprünglichen Stein - in lateinischen Buchstaben beschriftet.

Zur Person

Josef Kornacki war am 28.2.1913 geboren worden, starb am 13.10.1942 und wurde als einer von 545 Kriegsgefangenen aus der ehemaligen Sowjetunion auf dem Waldfriedhof beigesetzt.

Duisburg, Waldfriedhof · 0085

 

Adolf Spitzer [17.07.1943]

Charlotte Huhn geb. Spitzer [17.03.1945]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
mein lieber Gatte
Adolf Spitzer
✱ 1.3.1882
5 † 17.7.1943
Zum Gedenken
Charlotte Huhn
geb. Spitzer
✱ 10.7.1915
10 † 17.3.1945
Ruhe sanft

Kommentar

Datierung Adolf Spitzer: Geboren 01.03.1882; gestorben 17.07.1943
Charlotte Huhn: Geboren 10.07.1915; gestorben 17.03.1945

Beschreibung

Maße 56 x 49 x 17
Lage Grabstein-Nr.: 83 / A 2
Beschreibung Kissenstein; Doppelgrabstelle

Zur Person

Adolf Spitzer wurde im Februar 1943 vor dem jüdischen Gemeindehaus auf der Junkernstraße von SA niedergeschlagen und erlag später den dabei erlittenen schweren Kopfverletzungen. Seine Ehefrau Anna war Nichtjüdin. Die gemeinsame Tochter Charlotte verlor ihr Leben auf der Flucht vor Verfolgung bei einem Bombenangriff in Jena.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Spitzer, Adolf: 1314; Spitzer, Charlotte: 1314

Duisburg, Waldfriedhof · 0086

 

Rosa Lepszy geb. Levit [18.03.1948]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
Rosa Lepszy
geb. Levit
✱ 18.7.1897
5 † 18.3.1948
Ruhe sanft

Kommentar

Datierung Geboren 18.07.1897; gestorben 18.03.1948

Beschreibung

Maße 89 x 50 x 12
Lage Grabstein-Nr.: 82 / A 1
Beschreibung Schmalhohe Stele mit scharriertem Rand und leicht eingezogenem Flachbogenabschluß.
Schrift Die Schrift war mit schwarzer Farbe ausgelegt.
Symbol Davidstern
Steinmetz Mit schwarzer Farbe ausgelegte Steinmetz-Signatur an der rechten Schmalseite: A. Mahlberg.

Zur Person

Rosa Lewit stammte aus Grodno in Polen und war mit dem Nichtjuden Heinrich Lepszy verheiratet. Sie überlebte Theresienstadt und starb in Langenfeld.

Quellen / Sekundärliteratur

vR: Lepszy, Rosa: 1191

Duisburg, Waldfriedhof · 0087

 

Fanny Bollmann geb. Lindenstein [01.08.1949]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
Fanny Bollmann
geb. Lindenstein
✱ 9.3.1867
5 [?] 1.8.1949

Kommentar

Datierung Geboren 09.03.1867; gestorben 01.08.1949
Aufgenommen nach einem Foto aus dem Stadtarchiv vom 6.2.1971.
Auf der 1970 von Herrn Haase erstellten Übersicht über die Belegung des jüdischen Feldes auf dem Waldfriedhof ist Fanny Bollmann verzeichnet rechts neben Johanna Nathan.
Zl 5: Ist teilweise durch Blätter verdeckt und nicht vollständig zu lesen.

Beschreibung

Beschreibung Kleine, hölzerne?, sich nach unten verjüngende Tafel mit dreigiebligen, vorkragendem Dachaufsatz und eingravierter Inschrift.

Quellen / Sekundärliteratur

Nicht bei vR.