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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-867
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-867: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-867

Namen

Hannchen Holzinger geb. Dietenhöfer [22.02.1920]
Emil Holzinger [03.03.1934]
Frieda Reinauer [25.03.1986]        

Diplomatische Transkription

Hannchen
Holzinger
geb. Dietenhöfer
Sanitätsratsgattin
5 geb. 1. März 1872
gest. 22. Febr. 1920
Sanitätsrat
Dr. Emil Holzinger
geb. 11. Juli 1867
10 gest. 3. März 1934.
 Postament
Frieda Reinauer
geb. 9.6.1899 gest. 25.3.1986

Kommentar

Datierung Hannchen Holzinger: Geboren 01.03.1872; gestorben 22.02.1920
Emil Holzinger: Geboren 11.07.1867; gestorben 03.03.1934
Frieda Reinauer: Geboren 09.06.1899; gestorben 25.03.1986

Zur Person

Johanna (Hannchen) Holzinger geb. Dietenhöfer starb im Alter von 47 Jahren an "Arteriosclerose" und "Apoplexi cerebi". Ihr Gatte, der praktische Arzt und Sanitätsrat Dr. Emil Holzinger, starb im Alter von 66 Jahren an "Gehirnarterienverkalkung" und einem "Gehirnschlag". Er wurde zur Einäscherung nach Nürnberg überführt und dann neben seiner Gattin beigesetzt. Ihre in Bayreuth geborene Tochter Frieda war das dritte Kind des Paares. 1895 war der Sohn Theodor geboren worden, 1897 der Sohn Hugo.
Hugo, der wie sein Vater Arzt geworden war, war verheiratet mit der 1901 in Pilsen geborenen Klara Manel, Tochter von Adolf und Rosa Manel. Das Paar lebte in Bayreuth, 1926 kam hier der Sohn Herbert zur Welt, 1929 wurde die Tochter Johanna geboren und 1932 die Tochter Gertrud. Offensichtlich hatte die Familie versucht, sich vor dem Zugriff der Nationalsozialisten in die Heimatstadt Klaras zu retten. Doch 1942 wurden sie mit ihrer jüngsten Tochter Gertrud von Pilsen nach Theresienstadt deportiert, 1944 weiter nach Auschwitz verschleppt und dort ermordet. Ihr in London lebender Sohn füllte 1974 Gedenkblätter der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem für sie aus.
Frieda Holzinger heiratete 1921 den 1889 in Bayreuth geborenen Kaufmann Leopold, Sohn von Max Reinauer und Elise geb. Isner (Grabstein Nr. bay-0827) und Zwillingsbruder von Hermann Reinauer (Grabstein Nr. bay-0953). 1923 wurde in Bayreuth ihr Sohn Max geboren, 1928 die Tochter Hanneliese. Die Familie wurde 1941 nach Riga verschleppt, wo der ledige Automechaniker Max durch einen Fliegerangriff auf das Lager Libau am 22. Oktober 1944 getötet wurde. Sein Vater Leopold wurde weiter nach Auschwitz verschleppt und dort im November 1943 ermordet. Frau und Tochter überlebten. Die in Israel lebende Tochter Hanneliese füllte 1997 für ihren Vater, ihren Bruder und weitere Verwandte Gedenkblätter der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem aus.

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Hugo Holzinger ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 1829915
Klara Holzinger ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 1829889
Gertrud Holzinger ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 634012

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 867: Frau Sanitätsrat Dr. ­Holzinger · 1920

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-867
URL: http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=bay-867
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften der Jahre 1920 1934

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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