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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-704
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-704: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-704

Name

Simon Würzburger [25.09.1895]          

Diplomatische Transkription

Hier ruht in Frieden
Herr
Dr. Simon Würzburger,
prakt. Arzt,
5 geb. zu Bayreuth den 17. Dezbr. 1816,
gest. zu Bayreuth den 25. Sept. 1895.

Kommentar

Datierung Geboren 17.12.1816; gestorben 25.09.1895

Zur Person

Der praktische Arzt Dr. Simon Würzburger war ein Sohn des Bayreuther Kaufmanns Jacob Würzburger und der Philippine geb. Romberg. Er war verheiratet mit Rosette geb. Herzfelder. 1856 wurde in Bayreuth sein Sohn Albert geboren. Simon Würzburger, der in Bayreuth eine "Anstalt für gemüts- und geisteskranke Israeliten" gegründet und geleitet hatte, starb im Alter von 78 Jahren an "Urämie".
Sein Sohn Albert studierte nach dem Besuch des Gymnasiums in Bayreuth in Würzburg Medizin und leistete dort auch seinen Militärdienst ab. Nach der Promotion arbeitete er in der Klinik seines Vaters, deren Leitung er später übernahm. Im Laufe der Jahre wurde die "Anstalt" ausgebaut zu einem Sanatorium für wohlhabende (nicht mehr nur jüdische) Patienten, das außer psychischen Störungen auch Stoffwechselerkrankungen, Rauschgift- und Alkoholsucht behandelte. Von 1899 bis 1919 war er auch Magistratsrat und überdies im Deutschen Alpenverein aktiv, 1926 erhielt er den Titel eines Geheimen Sanitätsrats. 1932 übergab er die Leitung des Sanatoriums an seine Kinder, den Nervenarzt Dr. Otto Würzburger, den Anwalt, Journalisten und Rundfunkpionier Dr. Karl Würzburger, die Tochter Emma, deren Mann Dr. Bernhard Beyer ebenfalls in der Heilanstalt mitarbeitete, und die Tochter Anna. 1936 wurde die Leitung der Anstalt von einem nationalsozialistischen Arzt übernommen, 1938 wurde das Gebäude verkauft. Dr. Albert Würzburger starb am 16. Juli 1938 in Bayreuth (ein Grabstein ist nicht nachgewiesen), seine beiden Söhne waren 1936 ins Ausland emigriert.

Zur Familie

Vater: Jacob Würzburger (Grabstein Nr. bay-0280)
Mutter: Philippine Würzburger (Grabstein Nr. bay-0519)
Gattin: Rosette Würzburger geb. Herzfelder (Grabstein Nr. bay-0747)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 704: Dr. Simon ­Würzburger · 1895 Sylvia Habermann: "Juden im Erwerbsleben. Kaufleute und Gewerbetreibende vom späten 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert", in: Jüdisches Bayreuth, hrsg. von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Bayreuth 2010, S. 167-176, hier S. 170f.
Christine Bartholomäus: "Von Emanuel Osmund bis Hilde Marx. Biografische Skizzen zu ausgewählten jüdischen Persönlichkeiten aus Bayreuth", in: Jüdisches Bayreuth, hrsg. von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Bayreuth 2010, S. 105-118, hier S. 111.

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-07-06
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-704
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(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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