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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-594
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-594: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-594

Name

Schlomo Karpeles (Sigmund Karpeles) [19.12.1879]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben -
‎‏תמים דרך‏‎ lauteren Weges
‎‏וישר מעשים‏‎ und aufrechter Taten,
‎‏ה״ה היקר הנכבד פו״מ‏‎ es ist der Teure, der Ehrwürdige, der Vorsteher und Leiter,
‎‏כ״ה שלמה קארפעלעס‏‎ 5 der geehrte Herr Schlomo Karpeles,
‎‏מת בשם טוב גדול‏‎ gestorben mit großem ›gutem Namen‹
‎‏ביום עש״ק ד׳ טבת‏‎ am Rüsttag des heiligen Schabbat, 4. Tewet
‎‏תר״מ לפ״ק‏‎ 640 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht 10
Herr
Sigmund Karpeles
geb. am 17. Mai 1800
gest. am 19. Dezember 1879.
Friede seiner Asche! 15

 

 Zl 6: bBer 17a

Kommentar

Datierung Geboren 17.05.1800; gestorben Freitag, 19.12.1879
Die kurze Eulogie wurde vermutlich einem Musterbuch entnommen, die Wendung findet sich zum Beispiel in Schalom ha-Cohens 1820 in Wien erschienenen Briefsteller Ketav joscher und im Sefer Hachajim, dem "Israelitischen Andachtsbuch" von Salomon Ephraim Blogg (erste Auflage Hannover 1848, vierte verbesserte Auflage Hannover 1866/67, S. 312: Grabschriften "für junge verheirathete Männer").

Zur Person

Sigmund, im Geburtsregister Salomon, wurde laut Geburtsregister am 21. April 1800 in Bayreuth geboren als Sohn des Handelsmanns Salomon Karpeles und der Fanny geb. Jeslein; er kam erst nach dem frühen Tode seines Vaters zur Welt und wurde nach diesem benannt. Salomon lebte eine zeitlang bei seinem Onkel in Prag. Dort heiratete er 1830 die 1805 in Prag geborene Lea Louise Borkes und kehrte mit ihr nach Bayreuth zurück. Doch Fanny starb schon zwei Jahre später, nachdem im November 1831 ihre Tochter Fanny zur Welt gekommen war. Noch 1832 heiratete Sigmund Karpeles erneut, und zwar die aus Bamberg stammende, 1809 geborene Amalie Heßlein, 1833 wurde der Sohn Bernhard Jissachar geboren, 1836 Samuel Sanvil Sigmund und 1838 Mine. 1843 starb auch die zweite Gattin Amalie, und im folgenden Jahr ehelichte Sigmund Karpeles Philippine Heßlein aus Bamberg, eine jüngere Schwester seiner verstorbenen zweiten Gattin; 1845 wurde der Sohn Joseph geboren, 1848 Ernst Eisek, der schon nach wenigen Tagen starb, und 1850 Franz. Der Kaufmann Sigmund Salomon Karpeles starb im Alter von 80 Jahren an "Altersschwäche".

Zur Familie

Vater: Salomon Karpeles (Grabstein Nr. bay-0137)
Mutter: Fanny Karpeles (Grabstein Nr. bay-0172)
1. Gattin: Lea Karpeles (Grabstein Nr. bay-0170)
Tochter: Fanny Karpeles (Grabstein Nr. bay-0497)
2. Gattin: Amalie Karpeles (Grabstein Nr. bay-0305)
Sohn: Bernhard Karpeles (Grabstein Nr. bay-0571)
3. Gattin: Philippine Karpeles (Grabstein Nr. bay-0686)
Söhne: Eisek Karpeles (Grabstein Nr. bay-0081); Josef Karpeles (Grabstein Nr. bay-0725)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 594: Siegmund ­Karpeles · 1879

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2009-06-30
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-594
URL: http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=bay-594
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1879

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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