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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-591
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-591: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-591

Name

Fannÿ Karpeles [09.06.1879]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏הבתולה צנועה וחמודה‏‎ die züchtige und liebliche Jungfrau,
‎‏מרת פאנני קארפעלעת‏‎ Frau Fanny Karpeles,
‎‏כל מכיריה כבדוה‏‎ alle, die sie kannten, ehrten sie,
‎‏מתה י״ח סיון תרל״ט‏‎ 5 gestorben 18. Sivan 639
‎‏לפ״ק‏‎ der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht Jungfrau
Fannÿ
Karpeles 10
Musiklehrerin,
geb. 7. November 1835
gest. 9. Juni 1879.
Friede ihrer Seele!
 Rückseite
Süßes Hoffen, edles 15
Streben,
Birgt der Staub im
engen Schrein,
Und ein frommes
Menschenleben 20
Ruhet unterm Leichenstein.
Deine reine Kindesliebe,
Dein so treues Schwesterherz
Deines Busens hehre
Triebe, 25
Gottesfurcht in Freud u.
Schmerz:
So! dein Wandel war auf
Erden,
Deiner kurzen ird'schen 30
Bahn.
Mög dir dort vergolten
werden,
Was du Gutes hier gethan.
Seiner einzigen 35
unvergeßlichen Schwester in
brüderlicher Liebe gewidmet!

Kommentar

Datierung Geboren 07.11.1835; gestorben Montag, 09.06.1879
Hier verfasste ein Bruder seiner einzigen Schwester eine lange, gereimte deutsche Eulogie, die sehr persönlich gehalten ist und die Verstorbene direkt anspricht, dabei noch viele Anklänge an die traditionellen hebräischen Eulogien enthält - insbesondere die Beschreibung des gottesfürchtigen Lebenswandels und die Hoffnung auf himmlischen Lohn für die irdischen Werke.
Zl 3: Der Familienname wurde entsprechend aschkenasischer Aussprache mit einem ‎‏ת‏‎ / tav am Ende geschrieben.
Zl 12: Die Datumsangabe wurde verschrieben und korrigiert.

Beschreibung

Schrift Die Buchstaben waren mit Blattgold ausgelegt.
Symbol Harfe (Berufssymbol)
Ornament florale Verzierung
Zustand Leichte Verwitterung.

Zur Person

Fanny Karpeles wurde laut Familienstandsbuch am 7. November 1835 in Sulzbach geboren als Tochter des Kaufmanns Eduard Karpeles und der Lotte. Die ledige Musiklehrerin starb im Alter von 44 Jahren an einem "Herzleiden". Ihr 1832 ebenfalls in Sulzbach geborener Bruder, der Pianist Sig(is)mund Karpeles, setzte ihr den Grabstein.

Zur Familie

Vater: Eduard Karpeles (Grabstein Nr. bay-0420)
Mutter: Lotte Karpeles (Grabstein Nr. bay-0534)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 591: Fanni Karpeles [Jgfr.] · 1879

Fotografien

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Bert Sommer

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Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-591
URL: http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=bay-591
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1879

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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