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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-318
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-318: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-318

Name

Jizchak ben David Schidlew (Isaak ­David) [31.07.1810]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏כאן הופקד‏‎ Hier wurde verborgen
‎‏גופו מהשמש התור׳‏‎ der Körper des Kultusdieners, des Toragelehrten,
‎‏כ״ה יצחק ב׳ מו״ה דוד שידלב‏‎ des geehrten Herrn Jizchak, Sohn unseres Lehrers und Meisters, Herrn David Schidlew
‎‏מווי״ה זצ״ל שנפטר יום‏‎ aus Wittelshofen, das Andenken des Gerechten zum Segen, der verschieden ist Tag
‎‏ג׳ ער״ח אב תק״ע לפ״ק בעל‏‎ 5 3, Vorabend des Neumonds Aw 570 der kleinen Zählung. Der Herr
‎‏הרחמים יתמלא עליו‏‎ des Erbarmens wird voll Erbarmen
‎‏רחמים וינוח ויעמוד לקץ‏‎ mit ihm sein und ›er möge ruhen und erstehen zum Ende
‎‏הימין תנצב״ה‏‎ der Tage‹. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 7f: Dan 12,13

Kommentar

Datierung Gestorben Dienstag, 31.07.1810
Namenskunde Der Name Schidlew geht vermutlich auf den polnischen Ortsnamen Szydłów zurück, den es in Polen mehrmals gibt, so Szydłów in der Wojewodschaft Heiligkreuz, Szydłów in der Wojewodschaft Łódź oder Szydłowiec in der Wojwodschaft Masowien, nicht weit entfernt von Radom.
Abkürzung Bei dem mit ‎‏ווי״ה‏‎ abgekürzten Herkunftsort handelt es sich um das mittelfränkische Wittelshofen im Landkreis Ansbach, wie aus der "Juden-Familien-Liste" von 1796 hervorgeht.

Beschreibung

Zustand Verwitterung leicht

Zur Person

Der verwitwete Isaac David aus Wittelshofen war Kultusdiener und Schächter, in der "Juden-Familien-Liste" von 1796 ist er als "Schlachter und Juden Beglaubter" unter den "Publicae Bedienten" verzeichnet; in dieser Funktion beglaubigte er z.B. 1769 auch das Testament des Bayreuther Hofbankiers und Gemeindegründers Moses Seckel. Er lebte damals mit seinen zwei Stiefsöhnen, dem 38-jährigen Salomon und dem 36-jährigen Joseph Samson, und seiner Magd Rechel "beim Münzbedienten Popp" zur Miete. Isaac David starb im Alter von 80 Jahren an "Entkräftung und Brand der Zehen".

Zur Familie

Der genannte Stiefsohn Joseph Samson ist vermutlich identisch mit dem 1799 gestorbenen ledigen Synagogendiener, Schächter und Beglaubigten Josef, Sohn des Schimschon aus Bruck, das ist Joseph Samson Kossmann, neben dem Isaac David beigesetzt wurde (Grabstein Nr. bay-0317).

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 318: Isaak David Schächter u. Kultusdiener · 1810 A. Eckstein: Geschichte der Juden im Markgrafentum Bayreuth, Bayreuth 1907, S. 115.

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-05-19
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Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-318
URL: http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=bay-318
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1810

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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