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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-247
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-247: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-247

Name

Natan Ber Rosenstein (N.B. Rosenstein) [14.04.1846]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ש‏‎ Hier ruht
‎‏איש כשר וישר כ״ה‏‎ ein tugendhafter und aufrechter Mann, der geehrte Herr
‎‏נתן בער ראסענשטעיין‏‎ Natan Ber Rosenstein,
‎‏נפטר יום ג׳ ב׳ דחה״מ‏‎ verschieden Tag 3, 2. der Zwischenfeiertage
‎‏של פסח תר״ו‏‎ 5 von Pessach 606.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
N.B. Rosenstein

Kommentar

Datierung Gestorben Dienstag, 14.04.1846
Die hebräische Inschrift verzichtet auf die traditionelle Nennung des Vatersnamens und gibt den Vornamen mit dem bürgerlichen Familiennamen an - eine Form, wie sie insbesondere seit Mitte der 1870er Jahre beliebt werden sollte.

Beschreibung

Zustand Verwitterung leicht

Zur Person

Der 1761 (laut Kataster 1759) geborene Nathan Bär war ein Sohn von Elias Rosenstein aus Bayersdorf und der Eva. Im Jahr 1797 hatte er eigenständigen Schutz in Bayreuth erhalten, war arm, hatte einen "ziemlich guten" Leumund und war bei der jüdischen Gemeinde als "Aufwärter" angestellt. 1814 ist in der Liste der Namensveränderungen der Bayreuther Juden sein Familienname (fälschlicherweise?) mit "Rosenberg" angegeben. Verheiratet war er mit der 1775 geborenen Lea, einer geborenen Seligmann aus Bayreuth. Im Jahr 1800 wurde ihr Sohn Anton Amson Anschel geboren, der als Soldat beim 13. L.I. Regiment diente und dann Schreiner wurde. 1804 wurde die Tochter Eva Chava geboren, 1806 kam der Sohn Jacob zur Welt, der Schneider wurde und später mit seiner Familie nach Amerika auswanderte. 1808 wurde Joseph Josel geboren, der vermutlich als Kind starb, ein weiteres Kind starb 1810 bei der Geburt. Der Handelsmann Nathan Bär Rosenstein, der mit alten Kleidern gehandelt und "vom Geld verschaffen u. kleinem - seinem geringen Vermögen angemessenen Tausch-Geschäften" gelebt hatte, starb im Alter von 90 (laut hebräischem Sterberegister 85) Jahren an "Schlagfluß".

Zur Familie

Vater: Elias Juda Bayersdörfer (Grabstein Nr. bay-0177)
Mutter: Eva Bayersdörfer (Grabstein Nr. bay-0179)
Gattin: Lea Rosenstein (Grabstein Nr. bay-0248)
Tochter: Eva Rosenstein (Grabstein Nr. bay-0004)
Sohn: Anton Rosenstein (Grabstein Nr. bay-0419)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 247: Nathan Bär ­Rosenstein · 1846 Stadtarchiv Bayreuth, 2733: Namensveränderung und Immatrikulation der Juden (18.08.1814), Nr. 8: "Elias, Nathan, - nun Nathan Elias Rosenberg".
Stadtarchiv Bayreuth, 3678: "Hausierhandel der Juden" (darin: Stellungsnahme einer städtischen Kommission vom 28.12.1814).

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-05-15
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-247
URL: http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=bay-247
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1846

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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