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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-201
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-201: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-201

Name

Mosche Sulzbacher SeGaL ben Meir (Moses ­Sulzbacher) [02.01.1805]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש חשוב פו״מ כ״ה‏‎ ein angesehener Mann, der Vorsteher und Leiter, der geehrte Herr
‎‏משה ז״ב סג״ל ב׳ כ״ה‏‎ Mosche Sulzbacher SeGaL, Sohn des geehrten Herrn
‎‏מאיר נפטר יום ד׳‏‎ Meir, verschieden Tag 4,
‎‏ב׳ שבט תקס״ה‏‎ 5 2. Schwat 565.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 02.01.1805
Eine für einen Gemeindevorsteher sehr kurze Inschrift, deren Eulogie sich auf das Attribut "angesehen" beschränkt. Dies hatte vermutlich weniger damit zu tun, dass es über diesen Mann nicht mehr zu sagen gegeben hätte als vielmehr mit seiner Demut zu Lebzeiten, die sich jedes überflüssige Lob verbat, ist doch der Grabstein selbst besonders sorgfältig gearbeitet und von schlichter Eleganz.

Beschreibung

Symbol Levitenkanne
Zustand Verwitterung leicht

Zur Person

Der Gemeindevorsteher und Handelsmann Moses, Sohn von Meier Sulzbacher, auch Moises Levi und Moyses Levitte, der in Zeilsheim, heute ein Stadtteil von Frankfurt, geboren worden war, hatte 1763 Schutz in Bayreuth erhalten. Er war verheiratet mit der 1750 geborenen Jette Jentel und Vater von mindestens acht Kindern: Sein Tochter Eva war mit dem "vormahligen" Bayreuther Schutzjuden Lazarus Falkenauer verheiratet und wurde in der "Juden-Familien-Liste" von 1796 unter den "Extraordinarii" geführt, die keinen selbständigen Schutz in der Stadt genossen. Sein Sohn Berrmann/Berman (Bernhard) war 1796 36 Jahre alt, sein Sohn Herz 24, seine Tochter Madel 21, sein Sohn Aaron 20, sein Sohn Seckel 17, der 1796 "zu Wien in Condition" weilte, der Sohn Jacob 14 und der Sohn Samson (= Schimschon) 12 Jahre alt. Moses Sulzbacher half 1796 "Nicht mehr dem Juden Prager, sondern dem K.K. Spediteur zur Absendung der Fourage" und lebte beim Schuhmacher Meyer zur Miete. Er starb im Alter von 74 Jahren an "Stickfluß".
1780 gehörte "Mosus Levi" zu den Unterschreibern des Konzessionsgesuchs zur Anlage eines eigenen Friedhofs an den Markgrafen, 1786 war er als einer der drei "Barnoßen", d.h. als Gemeindevorsteher, maßgeblich an der Einrichtung des Friedhofs und 1788 an der Abfassung des "Begräbnisreglements" beteiligt. Auch der Schenkungsbrief über die Bayreuther Synagoge von 1772 trägt u.a. seine Unterschrift.

Zur Familie

Gattin: Jette Sulzbacher (Grabstein Nr. bay-0215)
Kinder: Schimschon (Grabstein Nr. bay-0200); Madel (Grabstein Nr. bay-0204); Bernhard Berman Salbeck (Grabstein Nr. bay-0036)
Höchstwahrscheinlich bestehen verwandtschaftliche Beziehungen zur Familie des Michael Sulzbacher (Grabstein Nr. bay-0365).

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 201: Moses ­Sulzbacher · 1805 A. Eckstein: Geschichte der Juden im Markgrafentum Bayreuth, Bayreuth 1907, S. 120.

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-05-14
recto
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2009-05-14
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-201
URL: http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=bay-201
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1805

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu


Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=bay-201
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