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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-156
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-156: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-156

Name

Hirsch ben Jizchak (Hirsch ­Uhlfelder) [19.05.1822]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏הר״ר [ה]ירש בן כ׳‏‎ der Meister, Herr Hirsch, Sohn des geehrten
‎‏יצחק [ז״ל] מא״פ‏‎ Jizchak, sein Andenken zum Segen, aus Uehlfeld,
‎‏נפט[ר א׳ כ״ח] אייר‏‎ verschieden (Tag) 1, 28. Ijar
‎‏תקפ״ב לפ״ק‏‎ 5 582 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag, 19.05.1822
Abkürzung Zl 3: Der Ortsname Uehlfeld, ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch - Bad Winsheim, wurde entsprechend der Angabe in den Registern aufgelöst.

Beschreibung

Zustand Verwitterung stark

Zur Person

Hirsch Uhlfelder, auch Hirsch Isak Uhlfelder, stammte aus Uhlfeld und hatte 1763 in Bayreuth Schutz erhalten, auf der ersten Gemeindeliste aus diesem Jahr ist er als Hirsch Isaac verzeichnet. 1814 nahm er den Familiennamen Fraenkelshöfer an. Er war vermutlich in erster Ehe verheiratet mit der 1791 gestorbenen Rosalie, in zweiter Ehe mit Fradel, und war Vater von mindestens drei Kindern aus erster Ehe: Sein 1763 geborener Sohn Simon Hirsch hatte 1784 ebenfalls in Bayreuth Schutz erhalten, seine Tochter Zierle hatte (vor 1796) den Bayreuther Schutzjuden Alexander Wolf geheiratet und seine Tochter Zipora, die 1796 28 Jahre alt war, den Bayreuther Schutzjuden Nathan David Seckel. Außerdem lebte 1796 in seinem Haushalt die 24-jährige Magd Besla. Hirsch Uhlfelder, dessen Vermögen für die Schatzung 1796 mit 1.500 Gulden beziffert wurde, betrieb eine "unbedeutende Handelschafft mit alten Waaren" und lebte in einem Haus in der Jägerstrasse zur Miete. Der verwitwete Handelsmann starb im Alter von 88 Jahren an "Entkräftung", seine Judenschutzstelle übernahm Salomon Schwabacher.
1780 gehörte Hirsch Uhlfelder zu den Unterschreibern des Konzessionsgesuchs an den Markgrafen zur Anlage eines eigenen Friedhofs und 1786 kaufte er gemeinsam mit dem Hoffaktor David Baruch im Auftrag der jüdischen Gemeinde das Gelände, auf dem Anfang 1787 der jüdische Friedhof angelegt wurde. Auch der Schenkungsbrief über die Bayreuther Synagoge von 1772 trägt u.a. seine Unterschrift.

Zur Familie

1. Gattin: Rosalie, Gattin des Hirsch Uhlfelder (Grabstein Nr. bay-0286)
Sohn: Simon Uhlfelder (Grabstein Nr. bay-0278)
Töchter: Zirle Zentheimer (Grabstein Nr. bay-0153); Zippora, Gattin des Natan Seckel (Grabstein Nr. bay-0131)
2. Gattin: Fradel, Gattin des Hirsch Uhlfelder (Nr. bay-3155)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 156: Hirsch Sohn des Isaak · Stadtarchiv Bayreuth, 2733: Namensveränderung und Immatrikulation der Juden (18.08.1814), Nr. 48: "Uhlfelder, Hirsch Isaac, nun Hirsch Isaac Fraenkelshöfer".
A. Eckstein: Geschichte der Juden im Markgrafentum Bayreuth, Bayreuth 1907, S. 93, 120.

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2009-05-21
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-156
URL: http://www.steinheim-institut.de:50580/cgi-bin/epidat?id=bay-156
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1822

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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