BHR Biographisches Portal der Rabbiner

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WERNER, Hartwig, Dr.

  • Geb. 31. Oktober 1819 in Niederwerrn, Unterfranken,
  • Gest. 7. Juli 1905 in Bamberg
  • Sohn des rb. Gelehrten Joachim W. und der Henriette Heßlein, Studium in München, dann nach Offenbach a. M., 26. Nov. 1842 prom. Gießen. 5. Nov. 1851 „Rabbinats- Substitut“ in Adelsdorf (Oberfranken) und dem zugehörigen Bezirk, von dem Burgebracher Rb. Bär Kunreuther am 14. Aug. 1856 getraut mit Fanny Buchmann (geb. 1831 in Adelsdorf)
  • Bewerber in Bayreuth (1857), März 1860 Distriktsrb. in Burgebrach, verlegt sein Domizil 1888 nach Bamberg. Gemäßigt liberal.

Dokumente

  • StA Würzburg, Jüd. Standesregister, Nr. 90, zeigt seinen Vater „Joachim Löser Werner“ zwischen 1829 und 1834 bei der Vornnahme von Trauungen
  • Einstimmige Wahl in Adelsdorf; CAHJP Jerusalem D/DR1/3
  • CAHJP Jerusalem D/Ad2/3, Trauregister Adelsdorf
  • CAHJP Jerusalem, D/Ba17a/37 vom 15. Jan. 1863 Bewerbung in Bamberg, mit Empfehlungsbrief des Juristen Adolph Buchmann, welcher bestätigt, daß Werner keiner „an gediegener theologischer und klassischer Bildung, sowie an Herzensgüte und Seelenadel gleichkommt. Sein einziger Fehler besteht vielleicht darin, daß er zu anspruchslos ist“
  • CJA Berlin, 75 B An 1 Nr. 2 Erwähnung von 1866.

Publikationen

  • „Ueber die Stelle Jud. Cap. 11,30 bis Ende“, LdO 1841, S. 59f, und andere Beiträge zum Orient (1841 als „cand. theol.“ aus München mit seinem Kommilitonen Heinrich Hochheimer, 1843-44 aus Offenburg)
  • Rede gehalten an der Bahre der Frau Magdalena Aub, Justizratsgattin, München 1898.

Literatur

  • AZJ 1852, S. 402f über seine Synagogeneinweihung rühmt „seine wahrhaft oratorischen Vorträge, seine salbungsvollen Predigten“ und fügt eine Kostprobe bei
  • Wahl in Reckendorf, AZJ 1860, S. 246
  • Synagogeneinweihung in Walsdorf, AZJ 1862, S. 554
  • Lippe 1879/81, S. 531
  • PK Bavaria, S. 211.