Brilon · 0015

 

Mosche ben Jaakow (Moses Rothschild) [04.07.1908]

Lina Rothschild geb. Selowsky [11.08.1927]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hier ruhen in Gott
unsere lieben Eltern
Moses Rothschild
geb. 5. Juni 1849,
gest. 4. Juli 1908. 5
Lina Rothschild
geb. Selowsky
geb. 15. Nov. 1851
zu Grünberg in Schlesien,
gest. 11. Aug. 1927. 10
  Rückseite
‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש צדיק‏‎ ein Mann, gerecht
‎‏בכל דרכיו‏‎ auf all seinen Wegen,
‎‏תפארת לכל‏‎ Zierde aller
‎‏קרוביו ואהביו‏‎ 15 seiner Verwandten und Lieben,
‎‏משה בר יעקוב‏‎ Mosche, Sohn des Jaakow,
‎‏הלך לעולמו‏‎ ›er ging ein in seine Welt‹
‎‏ביום ה׳ תמוז‏‎ am 5. Tammus
‎‏תרס״ח לפ״ק‏‎ 668 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ 20 Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

  Zl 17: Koh 12,5

Kommentar

Datierung Moses Rothschild: Geboren 05.06.1849; gestorben Samstag, 04.07.1908
Lina Rothschild: Geboren 15.11.1851; gestorben 11.08.1927

Beschreibung

Maße H: 110 B: 37 T: 16
Material Granit

Zur Person

Der in Brilon geborene Kaufmann Moses Rothschild war ein Sohn von Jacob Rothschild und Ella geb. Ruhstädt und verheiratet mit der aus dem schlesischen Grünberg stammenden Lina geb. Selowsky (Hesse, s.u., S. 300 und 302).
Ihre am 10. Juli 1881 geborene Tochter Martha war verheiratet mit dem aus Castrop-Rauxel stammenden Albert Kleeberg, geboren am 10. November 1873 als Sohn von Simon Kleeberg und Julie geb. Kosmann. Nachdem das Ehepaar sein Herrenkonfektionsgeschäft in Castrop-Rauxel nach der Weltwirtschaftskriese aufgeben musste, zog es 1932 nach Wiesbaden. Von hier wurden sie 1942 nach Theresienstadt deportiert und in Treblinka ermordet. Ihr 1908 geborener einziger Sohn Ernst wurde mit seiner zweiten Frau Flora geb. Schad von Mainz ins Ghetto Piaski verschleppt und ermordet.

Hinweis  Die biografischen Angaben konnten durch Informationen von Mike Redel, Unna, ergänzt werden.

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 330f.

Brilon · 0014

 

Refael ben David Halevi (Raphael Löwenstein) [30.05.1912]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש אמונים הולך‏‎ ›ein Mann von Treu und Glauben‹, ›lauter
‎‏תמים שמו הוא‏‎ wandelnd‹, sein Name war
‎‏נודע לשבח ולתהלה‏‎ bekannt zu Lob und zu Preis,
‎‏רפאל בר דוד הלו{י}‏‎ 5 Refael, Sohn des David Halevi,
‎‏נפטר ביום י״ד סיון‏‎ verschieden am 14. Sivan
‎‏תרע״ב לפ״ק‏‎ 672 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Raphael
Löwenstein 10
geb. 3. Febr. 1848,
gest. 30. Mai 1912.

 

  Zl 2: Spr 20,6   Zl 2f: Ps 15,2

Kommentar

Datierung Geboren 03.02.1848; gestorben Donnerstag, 30.05.1912

Beschreibung

Maße H: 88 B: 33 T: 13
Material Sandstein, Plutonit

Zur Person

Der in Brilon geborene Metzgermeister Raphael Löwenstein war ein Sohn des Handelsmanns David Löwenstein und der Jettchen geb. Stern. Verheiratet war er mit Recha geb. Löwenstein (Hesse, s.u., S. 301).

Zur Familie

Bruder: Levi Löwenstein ( 0005 )
Gattin: Recha Löwenstein geb. Löwenstein ( 0013 )

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 330.

Brilon · 0007

 

Joseph Friedländer [12.09.1914]

Diplomatische Transkription

Hier ruht
Geh. Justizrat
Amtsgerichtsrat
Joseph
5 Friedländer
aus Cöln
geb. zu Brilon
am 14. October 1851
gest. daselbst
10 am 12. September 1914.
Leicht sei Dir
die heimatliche Erde!

Kommentar

Datierung Geboren 14.10.1851; gestorben 12.09.1914

Beschreibung

Maße H: 117 B: 42 T: 18
Material Granit

Zur Person

Der Justizrat und Amtsgerichtsrat Joseph Friedländer war ein Sohn des Buchdruckereibesitzers Moritz Meyer Friedländer aus dessen erster Ehe mit Helene geb. Stern. Er war ledig geblieben (siehe Stammbaum der Familie Friedländer in Hesse, s.u., S. 144 und S. 301, Nr. 55).

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 325.

Brilon · 0013

 

Rachel bat Aharon Halevi ⚭ Refael ben David (Recha Löwenstein geb. Löwenstein) [19.01.1916]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hier ruht in Gott
unsere innigstgeliebte
u. treusorgende Mutter
Frau Raphael
Löwenstein 5
Recha geb. Löwenstein
geb. am 17. April 1854
gest. am 19. Januar 1916.
‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏הזקנה‏‎ 10 die Greisin,
‎‏מהוללה ויקרה‏‎ gepriesen und teuer,
‎‏מוכתרת בכל מדה‏‎ gekrönt mit jeder aufrechten Eigenschaft,
‎‏מרת רחל ישרה‏‎ Frau Rachel,
‎‏אלמנה בת אהרן הלוי‏‎ Tochter des Aharon Halevi,
‎‏ד״ר רפאל בר דוד‏‎ 15 Witwe des Dr. Refael, Sohn des David,
‎‏נ׳ י״ד טבת תרע״ו לפ״ק‏‎ verschieden am 14. Tewet 676 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Geboren 17.04.1854; gestorben Mittwoch, 19.01.1916
In der hebräischen Inschrift sind offensichtlich einige Zeilen durcheinandergeraten: Das letzte Wort in Zeile 5 gehört ans Ende der 4. Zeile, das erste Wort der Zeile 6 gehört an den Anfang der 7. Zeile und möglicherweise gehört das letzte Wort der 6. Zeile (auch?) ans Ende der 7. Zeile ("Halevi", vgl. das Grabmal des Gatten). Und Frau Löwenstein starb nicht am 14. Tewet (‎‏טבת‏‎), sondern am 14. Schwat 676 (‎‏שבט‏‎).

Beschreibung

Maße H: 88 B: 33 T: 13
Material Sandstein, Plutonit

Zur Person

Die in Felsberg geborene Recha war eine Tochter des Handelsmanns Nathan Löwenstein und der Jettchen geb. Tannenbaum und verheiratet mit dem Metzger Raphael Löwenstein (Hesse, s.u., S. 301). Unbekannt bleibt die Bedeutung des Doktortitels, der in der hebräischen Inschrift dem Gatten, Metzger(meister) von Beruf, beigegeben wurde (und der in seiner eigenen Inschrift nicht erwähnt ist).

Zur Familie

Gatte: Raphael Löwenstein ( 0014 )

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 329.

Brilon · 0005

 

Arje ben David (Levi Löwenstein) [06.06.1916]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben:
‎‏עבד אל באמת ובתמים‏‎ er diente Gott in Wahrheit und lauter,
‎‏אהב תורה נכבד נבונים‏‎ liebte die Tora und ehrte die Verständigen,
‎‏פזר נתן לאביונים‏‎ ›freigebig gab er den Bedürftigen‹,
‎‏תנוח נפשו במרומים‏‎ 5 es ruhe seine Seele in den Höhen,
‎‏אריה בר דוד‏‎ Arje, Sohn des David,
‎‏מת ביום ה׳ סיון תרע״ו לפ״ק‏‎ gestorben am 5. Sivan 676 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Levi Löwenstein
geb. 24. Januar 1841 10
gest. 6. Juni 1916.

 

  Zl 4: Ps 112,9

Kommentar

Datierung Geboren 24.01.1841; gestorben Dienstag, 06.06.1916

Beschreibung

Maße H: 100 B: 34 T: 15
Material Sandstein, Plutonit

Zur Person

Der Handelsmann Levi Löwenstein war ein Sohn des David Löwenstein und der Jettchen geb. Stern. Verheiratet war er mit Johanna geb. Willon (Hesse, s.u., S. 301).

Zur Familie

Bruder: Raphael Löwenstein ( 0014 )
Gattin: Johanna Löwenstein geb. Willon ( 0003 )

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 324.

Brilon · 0002

 

Josef Goldberg (Josef Goldberg) [13.02.1917]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏הנער יוסף געלדבערג מת בשם‏‎ der Knabe Josef Goldberg, gestorben ›mit gutem
‎‏טוב כ״א שבט תרע״ז לפ״ק‏‎ Namen‹ am 21. Schwat 677 der kleinen Zählung.
‎‏נפש יקר‏‎ Teure Seele,
‎‏מימיך לא עצבת הורך אך זאת‏‎ 5 nie hast du deine Eltern betrübt als da
‎‏הפעם בשובך עלי אדמה בימי עלומך‏‎ du zur Erde zurückkehrtest ›in den Tagen deiner Jugendzeit‹
Hier ruht in Gott
Josef Goldberg geb. 3. Feb. 1914
gest. 13. Feb. 1917

 

  Zl 2f: bBer 17a   Zl 6: Ps 89,46

Kommentar

Datierung Geboren 03.02.1914; gestorben Dienstag, 13.02.1917

Beschreibung

Maße H: 65 B: 42 T: 15
Material Granit

Zur Person

Josef war ein Sohn des Sally Goldberg und der Fanny geb. Hecht (Hesse, s.u., S. 301).

Zur Familie

Vater: Sally Goldberg ( 0010 )

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 322.

Brilon · 0012

 

Meir ben Natan Kahlenberg (Meier Kahlenberg) [05.07.1918]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hier ruht in Gott
Meier
Kahlenberg
geb. 17. November 1842
gest. 5. Juli 1918. 5
  Rückseite
‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏הזקן החשוב והנכבד‏‎ der angesehene und geehrte Greis,
‎‏ר׳ מאיר בן ר׳ נתן‏‎ Herr Meir, Sohn des Herrn Natan
‎‏קאהלענבערג‏‎ Kahlenberg,
‎‏נ׳ בש״ט בן ע״ה שנה‏‎ 10 verschieden ›mit gutem Namen‹ im Alter von 75 Jahren
‎‏כ״ה תמוז תרע״ח לפ״ק‏‎ 25. Tammus 678 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

  Zl 10: bBer 17a

Kommentar

Datierung Geboren 17.11.1842; gestorben Freitag, 05.07.1918

Beschreibung

Maße H: 84 B: 50 T: 14
Material Granit
Ornament florale Verzierung

Zur Person

Der in Brunskappel geborene Metzgermeister Meyer Kahlenberg war ein Sohn von Nathan Kahlenberg und Amalie geb. Eichbaum. Verheiratet war er mit Julia geb. Freudenstein (Hesse, s.u., S. 301).

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 328.

Brilon · 0003

 

Hanna bat Josef (Johanna Löwenstein geb. Willon) [11.08.1920]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben -
‎‏טובת טעם אשת חיל‏‎ des rechten Urteils, ›die tüchtige Gattin‹,
‎‏רדפה צדקה כל ימיה‏‎ sie jagte nach Wohltun ihr Lebtag lang,
‎‏ידה פתחה לבני עני‏‎ ihre Hand öffnete sie denen in Armut,
‎‏נעימה דרכה לכל ידעיה‏‎ 5 wohlgefällig ihr Weg allen ihren Vertrauten,
‎‏ה״ה מרת הנא בת יוסף‏‎ es ist Frau Hanna, Tochter des Josef,
‎‏מתה כ״ז באב תר״פ לפ״ק‏‎ gestorben am 27. Aw 680 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht
Johanna 10
Löwenstein
geb. Willon
geb. 27. März 1851,
gest. 11. August 1920.

 

  Zl 2: Spr 31,10

Kommentar

Datierung Geboren 27.03.1851; gestorben Mittwoch, 11.08.1920

Beschreibung

Maße H: 100 B: 34 T: 15
Material Sandstein, Plutonit

Zur Person

Die aus Frankenberg stammende Johanna Willon war eine Tochter des Kaufmanns Jeisel Willon und verheiratet mit dem Handelsmann Levi Löwenstein (Hesse, s.u., S. 302).

Zur Familie

Bruder?: Bernhard Willon ( 0016 )
Gatte: Levi Löwenstein ( 0005 )

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 322.

Brilon · 0001

 

Jaakow ben Jehuda (Jakob Aronstein) [20.06.1922]

Minna Aronstein geb. Grunewald [01.04.1932]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hier ruht
Minna Aronstein Jak. Aronstein
geb. Grunewald geb. 7.9.1840 gest. 20.6.1922
geb. 16.1.1848 gest. 1.4.1932
‎‏פ״נ‏‎ 5 Hier ist begraben
‎‏יעקב בר יהודה‏‎ Jaakow, Sohn des Jehuda,
‎‏מת‏‎ gestorben
‎‏כ״ד סיון תרפ״ב‏‎ 24. Sivan 682.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Jakob Aronstein: Geboren 07.09.1840; gestorben Dienstag, 20.06.1922
Minna Aronstein: Geboren 16.01.1848; gestorben 01.04.1932

Beschreibung

Maße H: 118 B: 164 T: 18
Material Sandstein
Symbol Davidstern
Ornament florale Verzierung, insbesondere Rosenblüten

Zur Person

Der in Leiberg geborene Kaufmann Jacob Aronstein war verheiratet mit Minna geb. Grünewald aus Warburg (Hesse, s.u., S. 302).

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 321.

Brilon · 0011

 

Paula Rothschild geb. Kirchheimer [05.04.1924]

Julius Rothschild

Alma Rothschild geb. Levi

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
Hier ruht
Frau
Paula Rothschild
geb. Kirchheimer 5
geb. 31. Okt. 1882,
zu Nieheim
gest. 5. April 1924,
zu Brilon.
Zum Gedenken 10
an unseren lb. Vater
Julius Rothschild
und Frau
Alma geb. Levi
vergast 1942 15

Kommentar

Datierung Geboren 31.10.1882; gestorben 05.04.1924

Beschreibung

Maße H: 120 B: 58 T: 17
Material Plutonit

Zur Person

Die in Nieheim geborene Paula Kirchheimer war verheiratet mit dem Kaufmann Julius Rothschild (Hesse, s.u., S. 302).
Der am 10.10.1878 in Brilon geborene Julius Rothschild und seine am 11. Dezember 1893 in Quakenbrück geborene zweite Frau Alma geb. Levi, die in Wiesbaden gelebt hatten, wurden 1942 nach Sobibor oder Majdanek deportiert und ermordet.

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 327.

Brilon · 0009

 

Fromma Buchdahl geb. Wahl [23.07.1926]

Salomon Buchdahl [09.09.1926]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier sind begraben
Hier ruhen unsere Eltern
Fromma Buchdahl Salomon Buchdahl
geb. Wahl
geb. 26.9.1845 geb. 14.9.1846
gest. 23.7.1926. gest. 9.9.1926.
Sie ruhen in Frieden!

Kommentar

Datierung Fromma Buchdahl: Geboren 26.09.1845; gestorben 23.07.1926
Salomon Buchdahl: Geboren 14.09.1846; gestorben 09.09.1926

Beschreibung

Maße H: 87 B: 110 T: 18
Material Granit

Zur Person

Der in Lichtenau geborene Kaufmann Salomon Buchdahl war verheiratet mit der in Alme geborenen Fromma, Tochter von Levi Wahl und Bertha geb. Schöneberger (Hesse, s.u., S. 302).

Zur Familie

Sohn: Felix Buchdahl ( 0017 )

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 326.

Brilon · 0016

 

Bernhard Willon [15.08.1928]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
Bernhard Willon
✱ 1.4.1859 † 15.8.1928

Kommentar

Datierung Geboren 01.04.1859; gestorben 15.08.1928

Beschreibung

Maße H: 59 B: 85 T: 16
Material Granit
Symbol Davidstern

Zur Person

Der in Frankenberg geborene Kaufmann und Manufakturwarenhändler Bernhard Willon war verheiratet mit Sophia geb. Ruhstädt aus Niederalme (Hesse, s.u., S. 302).
Seine Frau wurde 1943 nach Theresienstadt deportiert und starb dort am 9. Dezember 1943.

Zur Familie

Schwester?: Johanna Löwenstein geb. Willon ( 0003 )
Schwiegervater: Meier Ruhstädt (Jüdischer Friedhof Alme, alm,0002 )

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 332.

Brilon · 0010

 

Sally Goldberg [08.09.1929]

Fanny Goldberg geb. Hecht

Alfred Goldberg

Diplomatische Transkription

Sally Goldberg
geb. 26.3.1871 gest. 8.9.1929
Fanny Goldberg
geb. Hecht
5 geb. 28.3.1882 gest. 31.7.1943
in Buenos Aires
Zum Gedenken an
Alfred Goldberg Kurt Wolff
Lore Wolff geb. Goldberg
10 vergast 1942 in Auschwitz

Kommentar

Datierung Geboren 26.03.1871; gestorben 08.09.1929

Beschreibung

Maße H: 87 B: 110 T: 18
Material Plutonit

Zur Person

Sally Goldberg war in Madfeld geboren worden als Sohn von Levi Goldberg und Jettchen geb. Heimberg. Er starb in Bebra und wurde in Brilon beigesetzt.
Seine Gattin Fanny geb. Hecht floh 1940 nach Köln und emigrierte dann nach Südamerika. Sie starb in Argentinien. Doch zwei ihrer Kinder wurden ein Opfer der Schoah:
Der am 11.02.1911 in Brilon geborene Alfred Goldberg wurde im September 1941 im KZ Sachsenhausen inhaftiert, dann ins KZ Groß-Rosen gebracht und dort am 6. Januar 1942 ermordet.
Die am 30. Oktober 1920 in Brilon geborene Lore Goldberg war verheiratet mit dem am 6. Dezember 1904 in Dülmen geborenen Kurt Wolff, Sohn von Abraham Wolff und Johanna geb. Ostwald. Sie war mit ihrem Mann in die Schweiz gegangen, doch 1940 zurückgekommen, um ihre Mutter zu retten. 1942 wurden sie nach Minsk deportiert und ermordet.
Dem Sohn Dagobert gelang vor Kriegsausbruch mit seiner Frau Irene geb. von Ulm-Erbach die Emigration nach Argentinien, sein 1907 geborener Bruder Leopold emigrierte ebenfalls nach Amerika und ließ sich nach Kriegsende in England nieder.
Der Sohn Josef war jung in Brilon gestorben.

Zur Familie

Vater: Levi Goldberg (Jüdischer Friedhof Brilon-Madfeld ( mad,0034 )
Mutter: Jettchen Goldberg geb. Heimberg (Jüdischer Friedhof Brilon-Madfeld ( mad,0035 )
Sohn: Josef Goldberg ( 0002 )

Quellen / Sekundärliteratur

Zum Schicksal der Familie Goldberg siehe Hesse (s.u.), S. 174-176.
Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 327.

Brilon · 0020

 

Wilhelm Kohlberg [04.03.1930]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
Hier ruht in Gott
Wilh. Kohlberg
geb. 19.8.1864
zu Beverungen 5
gest. 4.3.1930
zu Brilon

Kommentar

Datierung Geboren 19.08.1864; gestorben 04.03.1930

Beschreibung

Maße H: 23 B: 85 T: 210
Material Sandstein
Symbol Davidstern

Zur Person

Der Kaufmann Wilhelm Kohlberg war verheiratet mit der aus Hargesheim stammenden Emma geb. Rauner (Hesse, s.u., S. 302).
Emma Kohlberg emigrierte 1939 in die Niederlande, wurde jedoch 1943 von Westerbork nach Sobibor deportiert und ermordet.

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 334.

Brilon · 0019

 

Martha Goldschmid(t?) [29.03.1930]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
Hier ruht in Gott
unsere liebe Tochter
und Schwester
Martha Goldschmid(t?) 5
geb. 11. August 1899
zu Brilon
gest. 29. März 1930.
Ruhe in Frieden.

Kommentar

Datierung Geboren 11.08.1899; gestorben 29.03.1930

Beschreibung

Maße H: 100 B: 76 T: 15
Material Granit
Symbol Davidstern
Zustand 1991 Der Grabstein ist beschädigt, ein eingravierter Davidstern wurde ausgeschlagen.

Zur Person

Martha Goldschmidt ist im Briloner Sterberegister nicht verzeichnet.

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 333.

Brilon · 0021

 

Albert Grüneberg [14.11.1932]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
Albert Grüneberg
geb. 15.3.1859 gest. 14.11.1932

Kommentar

Datierung Geboren 15.03.1859; gestorben 14.11.1932

Beschreibung

Maße H: 100 B: 67 T: 14
Material Granit
Symbol Davidstern

Zur Person

Der in Brilon geborene Kaufmann Albert Grünberg war verheiratet mit der 1867 in Brilon geborenen Bertha geb. Friedländer (Hesse, s.u., S. 302).
Seine Witwe wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und in Treblinka ermordet.

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 334.

Brilon · 0023

 

Alex Marburger [22.05.1934]

Julie Marburger geb. Stern [13.09.1937]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier sind begraben
Hier ruht
Alex Marburger
geb. 13.2.1860 zu Bigge,
gest. 22.5.1934 zu Brilon. 5
Julie Marburger
geb. Stern
geb. 26.6.1860 zu Essentho,
gest. 13.9.1937 zu Brilon.

Kommentar

Datierung Alex Marburger: Geboren 13.02.1860; gestorben 22.05.1934
Julie Marburger: Geboren 26.06.1860; gestorben 13.09.1937

Beschreibung

Maße H: 64 B: 54 T: 13
Material Plutonit
Symbol Davidstern

Zur Person

Der in Bigge geborene Alex Marburger war verheiratet mit der aus Essentho stammenden Julie geb. Stern.

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 335.

Brilon · 0004

 

Sofie Löwenstein [15.04.1935]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
Sofie Löwenstein
geb. 16.1.1882
gest. 15.4.1935

Kommentar

Datierung Geboren 16.01.1882; gestorben 15.04.1935

Beschreibung

Maße H: 94 B: 52 T: 14
Material Granit
Symbol Davidstern

Zur Person

Sofie Löwenstein ist nicht im Briloner Sterberegister verzeichnet.

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 323.

Brilon · 0022

 

Elfriede Neuwahl geb. Grünewald [08.04.1937]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
Hier ruht
Elfriede Neuwahl
geb. Grünewald
geb. 28.7.1885 5
gest. 8.4.1937

Kommentar

Datierung Geboren 28.07.1885; gestorben 08.04.1937

Beschreibung

Maße H: 80 B: 49 T: 10
Material Granit

Zur Person

Die aus Bielefeld stammende Elfriede Grünewald war verheiratet mit dem Viehhändler Gustav Neuwahl (Hesse, s.u., S. 302).
Ihr Mann starb am 16. Januar 1943 in Olsberg und ist unter den Opfern des Nationalsozialismus verzeichnet.

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 335.

Brilon · 0017

 

Felix Buchdahl [27.11.1939]

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
Felix Buchdahl
geb. 19.9.1875
gest. 27.11.1939.

Kommentar

Datierung Geboren 19.09.1875; gestorben 27.11.1939

Beschreibung

Maße H: 100 B: 52 T: 12
Material Granit
Zustand 1991 Der Grabstein ist beschädigt, vermutlich wurde ein eingravierter Davidstern ausgeschlagen.

Zur Person

Der Kaufmann Felix Buchdahl aus Niederalem war ein Sohn von Salomon Buchdahl und Fromma geb. Wahl. Verheiratet war er mit der in Horn-Mielinghausen geborenen Helene geb. Eisenberg (Hesse, s.u., S. 302).
Helene Buchdahl wurde 1940 nach Gurs und 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Zur Familie

Eltern: Salomon Buchdahl und Fromma geb. Wahl ( 0009 )

Quellen / Sekundärliteratur

Ursula Hesse: Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, mit Bild-Textdokumenten u.a. zu den jüdischen Friedhöfen, Brilon 1991; darin: "9b) Jüdischer Friedhof in Brilon", S. 319-335, hier S. 332.