Aus Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen
Vieles finden -- die Suchmaschine im Steinheim-Institut
Übergreifende Suche
Die übergreifende Suche Vieles Finden erschließt die ganze Vielfalt deutsch-jüdischer Geschichte. Sie ermöglicht die gleichzeitige Recherche in mehreren Datenbanken nicht nur des Steinheim-Instituts, sondern auch die Suche nach online verfügbaren Digitalisaten weltweit. Die Suchmaschine kann so dazu beitragen, einen raschen Zugang zum gefragten Thema und einen recht umfassenden Überblick über online erreichbare Judaica zu gewinnen.
Datenbanken des Steinheim-Instituts
Zu den Quellen des Steinheim-Instituts, die die Suchmaschine zusammenfasst, gehören die Bibliotheks-Bestände, das Gidal-Bildarchiv, der Rabbiner-Index, das Buchbildarchiv und die NRW-Bibliografie. Außerdem enthält die übergreifende Suche die Volltexte der Institutszeitschrift Kalonymos und die Webseiten des Steinheim-Instituts.
Externe Quellen
Die Suchmaschine kennt darüber hinaus bibliografische Datenbanken und viele tausend Digitalisate im Web, zu diesen zählen unter anderen:
- die deutsch-jüdischen Periodika auf www.compactmemory.de
- die Sammlungen des Jewish Theological Seminary (u.a. die Bookplate Collection und Rare Books and Manuscripts)
- die Sammlung Deutsche Exilpresse 1933-1945 digital (z.B. Jüdisches Gemeindeblatt Berlin, Der Staatszionist, Kulturbundbühne ...)
- die Sammlung jiddischer Drucke und die Werke der Freimann-Sammlung der Judaica-Abteilung der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main
- Das Kapitel Judentum der Rheinland-Pfälzischen Bibliographie
- HGS: Bibliografische Hinweise (seit 21. Jahrgang 2007) auf den Inhalt der Zeitschrift Holocaust and Genocide Studies (Oxford Journals)
Die Links auf diese wertvollen Netzpublikationen sind zum Teil über das OAI-Protokoll der Open Archives Initiative zusammengetragen.
In Zahlen
Vieles finden enthält zur Zeit
- 87.750 Hinweise auf online verfügbare Digitalisate
- 27.758 bibliografische Nachweise gedruckter Publikationen
- 4.591 Bildnachweise
- 2.945 Personendatensätze
- 16.500 Fragmente aus Volltexten
Web-Interface der übergreifenden Suche
Die Suchmaschine Vieles Finden basiert auf Apache Solr (sprich: "Solar"), einer Variante der Apache-Software Lucene. Ressourcen des Steinheim-Instituts können einzeln und kombiniert abgefragt werden, alle "externen Quellen" sind (zur Zeit) unter dem so benannten Menüpunkt zusammengefasst.
Für Netbooks, Handhelds oder Handys steht ein für Mobile Internet Devices geeignetes Interface zur Verfügung.
- Tip: Die MIDs-Maske gibt auch einen zahlenmäßigen Überblick über die Treffermenge und erlaubt so eine bessere Verfeinerung der Suchstrategie.
Formulierung der Suchanfrage
Trunkierung
- Keine automatische Trunkierung: Wolf findet nicht Wolfsburg
- Rechtstrunkierung mit *. Wolf* findet auch Wolfsberg
- Maskieren einzelner Zeichen mit ?
Und oder Oder?
- Mehrere Suchbegriffe verknüpft die Suchmaschine implizit mit ODER.
- Einschränken lässt sich das durch Anführung, z. B. "Eschelbacher, Klara". Interpunktion (hier das Komma) wird dabei ignoriert. Die Suche verknüpft die in Anführung eingeschlossenen Begriffe mit UND und interpretiert auch die Reihenfolge der Wörter. Fragmente mit der Wortfolge Eschelbacher Klara werden gefunden. NICHT gefunden werden Fragmente, die nur Eschelbacher oder Klara enthalten, ebensowenig Klara Eschelbacher wegen der nicht zutreffenden Reihenfolge.
Ähnlichkeitssuche
- Ähnlichkeitssuche mit nachgestellter Tilde ~. Beispiel: Hameasef~.
Nachbarschaftssuche (proximity search)
Begriffe in der Nähe anderer Begriffe sucht man mit der Formulierung: "Eschelbacher Klara"~5. Die Zahl ~5 ist hier das Maß, wiewiel Wörter maximal zwischen den beiden Suchbegriffen vorkommen dürfen, also für deren Abstand voneinander.
Groß- und Kleinschreibung
Wird theoretisch nicht unterschieden. Einschränkung: In der Praxis führen meier, Meier, MEier, MEIer, MEIEr zur gleichen Treffermenge, meieR jedoch zu gar keinem Treffer!
- Tip: Anfrage deshalb besser in Kleinbuchstaben formulieren.
In Planung
Weitere Suchmöglichkeiten befinden sich zur Zeit in Bearbeitung.
- die Recherche in den retrodigitalisierten Texten aus dem Projekt Deutsch-jüdische Publizistik
- eine Bibliografie der Beiträge im Oxford Journal Holocaust and Genocide Studies
- Integration der Inhalte von Netzpublikationen wie Medaon - Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung oder auch der online-Fassungen von Periodika wie PaRDeS : Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V.
- die Daten der epigrafischen Datenbank
Details zu den Datenbanken und Ressourcen
Über die Suchseite des Steinheim-Instituts findet man verschiedene Datenbanken und Recherchemöglichkeiten.
- Die Teilbestände des Bibliothekskatalogs (die Privatbibliothek Daniel J. Cohens, die judaistische Bibliothek Werner Seewis, die 2.000 Titel aus der Bibliothek des Historikers Hermann Meyer-Cronemeyer, die Privatbibliothek des Schriftstellers Wilhelm Unger) sind in einem Katalog zusammengefasst und können online durchsucht werden.
- Der Haskala-Katalog bietet einen Überblick über die 160 Bände der Haskala-Bibliothek des Steinheim-Instituts.
- Das nach dem Fotojournalisten Nachum Tim Gidal benannte Bildarchiv beinhaltet zum einen seine Sammlung, aber auch Bilder aus dem Nachlass der Schauspielerin Ruth Klinger, Fotos und Bildpostkarten aus der Sammlung Werner Seewi und die fotografische Sammlung Georg Goldsteins.
- In der epigrafischen Datenbank epidat kann man die Inschriften von über 16.000 Grabsteinen durchsuchen. Dabei ist sowohl eine Volltextrecherche möglich als auch das Blättern in einzelnen Jahrgängen und Indizes (z.B. Namenslisten, Abkürzungsverzeichnis etc.)
- Die Online-Datenbank Rabbiner-Index durchsucht den Inhalt des Biographischen Handbuchs der Rabbiner (BHR) - ein Verzeichnis aller Rabbiner, die seit der Aufklärungszeit im deutschsprachigen Raum gewirkt haben. Derzeit sind hier die 1.952 Rabbiner aus der Zeit 1781-1881 erfasst; der zweite Teil des Verzeichnisses (1871-1945) befindet sich zur Zeit in Arbeit.
- Das Buchbildarchiv umfasst als Grundstock die Abbildungen aus dem zweibändigen Handbuch von Adolph Kohut: Berühmte israelitische Männer und Frauen in der Kulturgeschichte der Menschheit. Lebens- und Charakterbilder aus Vergangenheit und Gegenwart. Ein Handbuch für Haus und Familie. Mit zahlreichen Porträts und sonstigen Illustrationen.
- In der NRW-Bibliografie sind 6.000 Literaturhinweise zu deutsch-jüdischer Geschichte in Nordrhein-Westfalen recherchierbar.
Links zu weiteren Suchportalen und Webangeboten
Unabhängig von den in unsere Suchmaschine integrierten Online-Datenbanken gibt es vielfältige Informationsmöglichkeiten im Internet. Hier eine kleine, wachsende Auswahl:
- Archival materials from the Leo Baeck Institute
- Eine Suche in den Matrikelbüchern der Akademie der Bildenden Künste München 1809-1920 hat eine Liste von 340 Studenten "israelitischer Konfession" zum Ergebnis
- Prager Melderegister: Conscriptions ( 1850 – 1914 ) – Applications for Residence Permit of Prague Police Headquarters
- Online-Ausgabe der YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe. Die Datenbank umfasst die Artikel der Buchausgabe (Yale Univ. Press, 2008) sowie Karten, Audio und Video sowie Fotos und Archivalien des YIVO Instituts
- FabiO - Fachbibliographien und Online-Datenbanken: Judaismus
- OPAC der Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek der jüdischen Gemeinde Konstanz mit ca. 5.000 Judaica-Titelaufnahmen
- Die Historical Jewish Press Site bietet etliche digitalisierte historische hebräische Zeitschriften, aber auch The Palestine Post (1932-1950) oder das Bulletin de l'Alliance Israélite Universelle (1860-1913).
- "DigiBaeck - a grand new project which eventually will give online access to all archival holdings of the Leo Baeck Institute and make them fully available for users on the world wide web." Digitalisiert sind bisher Ele Toldot sowie Stammbaum – the only English language journal for German Jewish genealogy.
- The Hannah Arendt Papers at the Library of Congress enthalten Teile ihres digitalisierten Nachlasses, "articles, correspondences, speeches, and book manuscripts".
- DigAM, das Digitale Archiv Marburg bietet Online-Quellen unter dem Titel Privilegien, Pogrome, Emanzipation: Deutsch-jüdische Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
- Das Projekt ANNO - AustriaN Newspapers Online veröffentlicht Digitalisate von Zeitschriften wie Jüdische Presse -- Organ für die Interessen des orthodoxen Judentums oder Jüdische Volksstimme, Jüdische Korrespondenz und Der jüdische Arbeiter
- Internet-Katalog der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken
- Die Datenbank Spinoza-Bibliografie enthält annähernd zehntausend Literaturhinweise, etliche hundert davon zum Zusammenhang Spinoza / Judentum. Die Webseite bietet zudem die Möglichkeit, weitere bibliografische Funde sowie Korrekturvorschläge zu melden.
- Biografien und Institutionen in Frankfurt am Main widmet sich das Projekt Jüdische Pflegegeschichte / Jewish Nursing History
- Das Internet-Portal Westfälische Geschichte bietet dutzende digitalisierte Quellen zur deutsch-jüdischen Geschichte an, auch zu erreichen über das BAM-Portal
- "The Jewish History Resource Center is a project of the Dinur Center for Research in Jewish History of the Hebrew University of Jerusalem." It offers "over 5000 links to websites in 25 categories dealing with Jewish History".
- Judaica Europeana "will work with European cultural institutions to identify content documenting the Jewish contribution to the cities of Europe. It will digitise 10,500 photos, 1,500 postcards and 7,150 recordings as well as several million pages from books, newspapers, archives and press clippings. The digitised content will be available at Europeana.eu."
- Judaica Michael: "purpose is to identify collections related to European Jewish Culture, register and provide access to them in MICHAEL, the Multilingual Inventory of Cultural Heritage in Europe".
- Das renommierte Yearbook des Leo Baeck Institute ist vollständig retrodigitalisiert und findet sich, jedoch mit Zugangsbeschränkung, bei Oxford Journals: The LBI Yearbook.
- RAMBI - The Index of Articles on Jewish Studies. THE UNIVERSITY OF UTAH | J. Willard Marriott Library schreibt dazu: "RAMBI - The Index of Articles on Jewish Studies - is a selective bibliography of articles in the various fields of Jewish studies and in the study of Eretz Israel. Material listed in Rambi is compiled from thousands of periodicals and from collections of articles - in Hebrew, Yiddish, and European languages- mainly from the holdings of the Jewish National and University Library, a world center for research on the Jewish people and Eretz Israel."[1]
- Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg: OPAC der Bibliothek Albert Einstein. Das koha-basierte Bibliothekssystem (Open Source) erlaubt Recherchen in hebräischer Sprache, bietet eine "hebräische Bildschirmtastatur" als Hilfsmittel dazu an, und verfügt über die Funktion "Im Regal stöbern".
- Für regionalbezogene Recherchen zur deutsch-jüdischen Geschichte kann die Virtuelle Deutsche Landesbibliographie hilfreich sein.
- Salon Jüdische Studien: Gateway zu Quellen Jüdischer Geschichte und Kultur
- JewLib. Digital Archive-Library
- Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938
- Deutsche Juden hatten bemerkenswerten Anteil an den Demokratiebestrebungen des 19. Jahrhunderts. Das politische und parlamentarische Engagement von Männern wie Eduard Lasker, Ludwig Bamberger oder Leopold Sonnemann kann man nachlesen in den vorbildlich digitalisierten Verhandlungen des Deutschen Reichstags.
- Im VK Judaica haben Bibliotheken des Kooperativen Bibliotheksverbunds Berlin-Brandenburg mit bedeutenden Judaica-Sammlungen ihre Bestände zusammengefasst.
- Das Fachportal für die Geschichtswissenschaften Clio online erlaubt wohl die fortgeschrittenste Metasuche des Faches.
- TextGrid hat von zeno.org eine umfangreiche Sammlung geisteswissenschaftlicher Literatur erworben. Sie umfasst unter anderem 280 Romane deutschsprachiger Autoren, 27 Wörterbücher und Enzyklopädien sowie weiteres aus Philosophie und Geschichte etwa (vgl. Kalonymos 2008.1, S. 16). Sie soll zur freien wissenschaftlichen Bearbeitung und Nachnutzung zur Verfügung stehen. Auf das angewendete Lizenzmodell konnten interessierte Wissenschaftler per Abstimmung auf der Seite von TextGrid Einfluss nehmen.
- Die hebräischen Handschriften und die Mitteilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus („Abwehrblätter“) des Münchener Digitalisierungszentrums der Bayerischen Staatsbibliothek
- Quellen zur jüdischen Geschichte zwischen Rhein und Maas -- Ein Archivführer
Kontakt
Die Suchmaschine Vieles Finden wird entwickel und dokumentiert von Harald Lordick
German-Jewish History Search Engine
There is a lot to find on the topic german-jewish history, especially in the web. The search engine of the Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte aims to help you to get an overview by integrating different sources into one online database. It is free of charge and works similarly to google, yahoo or bing, but for a very special issue, german-jewish history and judaism. The focus is not on harvesting web pages, but to give links on online catalogs like digitized old and rare books, manuscripts and pictures or to give bibliographical hints on printed sources.
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