Aus Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen
Aschkenas
Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden. In Verbindung mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte herausgegeben v. Hans Otto Horch, Robert Jütte und Markus J. Wenninger, ISSN Print 1016-4987, Max Niemeyer Verlag
Die 1991 von Friedrich Battenberg und Markus Wenninger gegründete Zeitschrift erschien bis einschließlich Jahrgang 12 (2002) im Böhlau Verlag Wien; ab dem Jahrgang 13 (2003) erscheint sie im Max Niemeyer Verlag Tübingen. Aschkenas (ursprünglich die hebräische Bezeichnung für Deutschland) versteht sich vor allem als Organ der (nach der NS-Zeit) erst seit den späten 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder verstärkt einsetzenden deutschsprachigen Forschung zur jüdischen Geschichte und Kultur. Thematisch konzentriert sie sich auf Geschichte und Kultur des aschkenasischen (also des in Mittel- und Westeuropa sowie Norditalien beheimateten) Judentums, zeitlich auf den Zeitraum von der allmählichen Entstehung des aschkenasischen Judentums in der ausgehenden Antike und dem Frühmittelalter bis zur Emanzipation der Juden im 19. Jahrhundert (unter Einschluß dieser beiden Eckpfeiler), enthält aber auch Beiträge, die über diesen zeitlichen und geographischen Raum hinausgehen. Zu diesen Bereichen enthält die jährlich mit zwei Heften erscheinende Zeitschrift Aufsätze, Quelleneditionen, Literatur- und Forschungsberichte sowie Rezensionen aktueller Neuerscheinungen.
Aschkenas, usprünglich die hebräische Bezeichnung für Deutschland, steht im weiteren Sinn für das von Nordfrankreich bis Polen, von England bis Ungarn und Oberitalien beheimatete Judentum und dessen eigenständige, stark von deutschen Traditionen her geprägte Kultur. Sie steckt damit auch den Rahmen für das zentrale Thema dieser Zeitschrift ab, doch werden übergreifende Aspekte wie etwa die Geschichte der in der Neuzeit in diesen Raum zugewanderten sephardischen (spanisch-portugiesischen) Juden gleichermaßen berücksichtigt. Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Beiträge liegt in den Epochen bis zur Emanzipation (diese eingeschlossen) der Juden. Aschkenas erscheint zweimal jährlich mit Aufsätzen, Forschungs- und Literaturberichten, Buchbesprechungen und sonstigen Hinweisen auf Probleme und Projekte zu Geschichte und Kultur der Juden.
Aschkenas 18/19 (2009), Heft 2
Themenschwerpunkt: Zwischen Sprachen. Strategien jüdischer Selbstbehauptung in transkulturellen Prozessen (Hg. von Michael Brocke, Thomas Kollatz und Gregor Pelger)Aschkenas auf der Verlagsseite De Gruyter
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