Aus Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität Duisburg-Essen

Inhaltsverzeichnis

Das Biographische Handbuch der Rabbiner (BHR)

Ziel dieser rabbinischen Prosopographie ist ein bio-bibliographisches Verzeichnis aller Rabbiner, die seit der Aufklärungszeit im deutschsprachigen Raum wirkten oder aus diesem hervorgingen. Lebens- und Schaffensskizzen lassen ein pluralistisches Bild der religiösen Autoritäten des modernen Judentums entstehen, das bewußt darauf verzichtet, sich im Vorfeld auf bestimmte Entwürfe rabbinischer Stellung, Autorität, Profession oder Persönlichkeit festzulegen.

Ins Leben gerufen wurde das BHR von Julius Carlebach, dem 2001 verstorbenen ehemaligen Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. Von der DFG gefördert, wurde es nach dem Rücktritt von Prof. Carlebach seit 1997 unter der Leitung von Michael Brocke am Steinheim-Institut fortgeführt. Als verantwortliche Herausgeber zeichnen Michael Brocke und Julius Carlebach sel. Andenkens. Das BHR ist einstweilen auf zwei Teile angelegt.

Das „Biographische Handbuch der Rabbiner“, Teil 1 und 2, ist 2004–2009 im Verlag K. G. Saur, Imprint der Walter de Gruyter GmbH & Co KG, erschienen.

Teil 1: Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutschen, böhmischen und großpolnischen Ländern, 1781-1871

Der erste Teil, bearbeitet von Carsten L. Wilke, erschien in zwei Bänden 2004. Er beinhaltet detaillierte bio-bibliographische Einträge zu allen 1.952 Rabbinern der Emanzipationszeit, die in den Ländern des Deutschen Bundes und der preußischen Ostprovinzen angestellt oder aus ihnen gebürtig waren.

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Teil 2: Die Rabbiner im Deutschen Reich, 1871-1945

Teil 2 des Biographischen Handbuchs, erschienen im Dezember 2009 ebenfalls in zwei Bänden, stellt jene Rabbiner vor, die nach 1871 ihr rabbinisches Amt antraten. Umfangreiche Namen- und Ortsregister sowie Ergänzungen zum ersten Teil vervollständigen das Handbuch mit seinen insgesamt 2.697 Einträgen.
Bearbeiterin ist Katrin N. Jansen, unter Mitwirkung von Jörg H. Fehrs und Valentina Wiedner.


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Die online-Datenbank Biographisches Portal der Rabbiner enthält den Text der gedruckten Bände und erweiterte Suchfunktionen und Indizes.

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