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Worms 1629 inscriptions (~1140)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID wrm-181
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Worms, wrm-181: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?wrm-181

Name

Menachem ben Jaakow [16.04.1203]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

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‎‏לראש צדיק יחיד בדור הוקמה‏‎ Zu Häupten eines Gerechten, einzig in der Generation, wurde (sie) errichtet,
‎‏אשר למד ולימד דת תמימה‏‎ welcher lernte und lehrte die lautere Religion,
‎‏רבנו מנחם בנו יעקב אב החכמה‏‎ unser Meister Menachem, der Sohn des Jaakow, Vater der Weisheit,
‎‏תנא דורשן ופוייטן ואין חסר מאומה‏‎ Lehrer, Ausleger und Dichter - und an nichts war Mangel,
‎‏בתלמוד רב ובמשנה ידיו הרימה‏‎ 5 im Talmud (war er) groß und in der Mischna seine Hände hoch erhoben.
‎‏תתקס״ג לפרט ג׳ באייר נפשו השלימ[ה]‏‎ 963 der Zählung, 3. im Ijjar, übergab er sein Leben.
‎‏עם צדיקים יעמוד ביום נחמה׃‏‎ Mit (den) Gerechten möge er stehen am Tage des Trostes.
‎‏‏‎

Kommentar

Bedeutende, auch heute noch bekannte rabbinische Persönlichkeit. Bekannt vor allem als Schöpfer von über 30 erhaltenen liturgischen Dichtungen verschiedener Gattungen wie auch eines Danklieds anlässlich der abgewendeten Belagerung der Stadt Worms 1201.
Durchgängiger Reim jeweils am Zeilenende = Sinneinheit auf -mah.
Zeile 3: "beno Jaakow", (biblisch) für "beno schel Jaakow".
‏‎Zeile 5: letztes Wort inkongruente grammatische Form des Reimes wegen.
Letzte Zeile: "nechamah" - Trost: Neben der offensichtlichen eschatologischen Bedeutung auch Anspielung auf den Namen Menachem ("Tröster") als auch auf das Ende eines seiner Pijutim.

Datum: 3. Ijjar 4963 = Mittwoch, 16. April 1203.

R&R: 830

L. Lewysohn, Zeitschrift des Judenthums 1855, S. 215 ("defect" - so sagt er selbst später), erneut und verbessert, jedoch nicht gänzlich korrekt:
L. Lewysohn, Eine Gelehrtenfamilie aus dem 11. und 12. Jahrhundert, MGWJ 1856 (Heft 11) S. 421.

Beschreibung

Maße 63,3 x 86,5 x 15,5 cm
Material gelber Sandstein - Schichtung verläuft parallel zur Vorderseite - mittlere Körnung (0,2-0,63 mm) -
Beschreibung Trapezförmige Stele. Sichtbarer Sockelbereich mit leicht unregelmäßiger Oberfläche und ohne klare Abgrenzung vom oberen Teil der Stele (verwittert). Schriftbereich ohne Differenzierung der Oberfläche oder Eingrenzung. Oben und unten schmaler Rand frei gelassen, an den Seiten reicht die Inschrift bis an die stark abgewitterten Außenkanten.

Fotografien

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Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Worms, wrm-181
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=wrm-181
(last modified - 2015-09-03 00:53)

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