(1789-1941)
| ID | wnk-139 |
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| Zitation | Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Kusterdingen-Wankheim, wnk-139: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?wnk-139 |
Datierung Geboren 30.01.1865; gestorben 23.03.1941
Grab auf dem Tübinger Stadtfriedhof (Feld J, Reihe VIII, Nr. 5).
Der in Wankheim geborene Ludwig Louis war ein Sohn von Abraham Spiro und Jette geb. Landauer. Der Gymnasiallehrer und Oberpräzeptor heiratete 1893 in Buttenhausen Jertha, Tochter des Buttenhausener Wundarztes Wolf Schweitzer und der Sara geb. Frank. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Elfriede (geb. 1894), Hans (geb. 1898), Edwin (geb. 1903) und Gudrun (1911-1912). 1897 promovierte Ludwig Spiro zum Dr. phil. 1902 ließ sich die ganze Familie in Stuttgart evangelisch taufen. 1908 zogen sie von Wankheim nach Tübingen, wo Ludwig Spiro von 1909-1917 Latein- und Französischlehrer am heutigen Uhlandgymnasium wurde. Von 1917 bis 1929 lebte die Familie in Schwäbisch Gmünd, dort starb Jertha Spiro. Danach kehrte die Familie nach Tübingen zurück.
Elfriede Spiro führte ihrem Vater in Tübingen den Haushalt. Sie wurde im August 1942 nach Theresienstadt und im Januar 1943 weiter nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ihr Bruder, der Bankbeamte Hans Spiro, hatte 1923 in Bochum die Christin Elisabeth Klara geb. Teckemeyer (1897-1969) geheiratet, die 1924 geborene und evangelisch getaufte Tochter Liselotte emigrierte 1939 nach England. Hans Spiro wurde vom 12. November bis 15. Dezember 1938 im KZ Dachau inhaftiert und im März 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Sein Bruder, der Versicherungsvertreter Edwin Spiro, hatte 1929 in Stuttgart Sophie geb. Spiegel geheiratet. Er wurde im März 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Spiro, Edwin ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 973190
Spiro, Elfriede ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 973211
Spiro, Hans ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 973185
Der jüdische Friedhof Wankheim. Dokumentiert von Frowald Gil Hüttenmeister in Zusammenarbeit mit Elke Maier und Jan Maier (Beiträge zur Tübinger Geschichte, Bd. 7), Tübingen 1995, S. 235.
Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Kusterdingen-Wankheim,
wnk-139
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