logo epidat: epigraphische Datenbank

Ottweiler 79 Inschriften (1856-1935)

Information   Inschriften   Karte   Indizes   Lageplan (PDF) Download
Inv.-Nr.:
Jahr:
    «    [53/79]    »     »|
Edition Kommentar Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID sb0-11
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ottweiler, sb0-11: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?sb0-11

Name

Amalie Moses geb. Haas [11.06.1912]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אשת חיל וישרה‏‎ ›eine tüchtige Gattin‹ und eine Aufrechte.
Amalie Moses
geb. Haas
geb. 2. Juni 1837 5
zu Ottweiler
gest. 26. Siwan 1912
zu Ottweiler
Ruhe sanft!
‎‏תנצב״ה‏‎ 10 Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Spr 31,10

Kommentar

Datierung Geboren 02.06.1837; gestorben Dienstag, 11.06.1912

Beschreibung

Lage R L 2, Nr. 06
Beschreibung Stele auf Sockel mit spitzbogiger und geschweifter Verdachung, Flanken am oberen Ende durch kleine Voluten berreichert, sechzackiger Stern als Giebelschmuck, Schriftfeld mit karniesbogigem Abschluss gerahmt und agraffenartig gehalten, Schrifttafel mit eingehauener Schrift eingesetzt.
Ornament gestalterische Verzierung, insbesondere Stern

Zur Person

Amalie Haas, geb. am 02.06.1837 in Oberhausen/Pfalz als Tochter des Jakob Haas und der Karolina Katz, gest. am 11.06.1912 in Ottweiler, verh. seit 1856 mit Josef Moses, geb. am 10.12.1826 in Rodalben als Sohn des Jacob Moses und der Johannetta Lion, gest. 1886 in Göllheim.
Amalie Haas wurde vorehelich geboren; ihr Vater Jakob Haas, der die Geburt angezeigt und dabei die Erzeugerschaft anerkannt hatte, heiratete ein Jahr später ihre Mutter Karolina Katz in Oberhausen (Wallhalben) unter Vorlegung der Papiere der Schwester Philippina Katz. Diese war bereits seit 1836 mit David Weinreich verheiratet, mit ihm nach Steinbach am Glan verzogen und hatte dort zehn eigene Kinder.
Der Ehemann Josef Moses war Privatlehrer in Oberhausen, wo die älteste Tochter Bertha zur Welt kam (* 15.05.1857), danach um 1859-1862 Lehrer in Herchweiler, wo drei weitere Töchter geboren wurden. Ab 1862 war er Schuldienstexspektant in Gommersheim, seit dem 23.01.1865 Schulverweser an der isr. Elementarschule in Schwegenheim. Die 1866 abgelegte Prüfung am prot. Schullehrer-Seminar in Kaiserslautern bescheinigte ihm, er sei "hinlänglich befähigt". Nach der Umwandlung der isr. Schulstelle in Göllheim in eine Lehrerstelle erfolgte am 15.02.1875 seine Ernennung zum isr. Lehrer in Göllheim, wo er vor dem 24.10.1886 verstarb.

Zur Familie

Vater: Jakob Haas (sb0-0077)
Mutter: Karoline Haas geb. Katz (Dayton, OH, Riverview Cemetery)
Bruder: Seligmann Haas (sb0-0071)
Bruder: Isaak Haas (sb0-0009)
Schwester: Henriette Eppstein, geb. Haas (Toledo, OH, Woodlawn Cemetery)
Schwester: Sophia Friesem geb. Haas (Dayton, OH, Riverview Cemetery)
Tochter: Johanna Lowenstein geb. Moses (Lincolnwood, IL, New Light Cemetery)
Tochter: Rosalie Reinheimer geb. Moses (Philadelphia, PA, Adath Jeshurun Cemetery)
Schwiegersohn: Moritz Reinheimer (sb0-0003)

Quellen / Sekundärliteratur

GbA Oberhausen, 1837, 7.
HA Oberhausen, 1856, 3.
StA Ottweiler, 1912,46.
Datensammlung Wolfgang Tennigkeit, Bexbach (2018, 138).
Zu Josef Moses: Bayr. Kreis-Amtsblatt der Pfalz, 1865, 5, (24.01.1875), S. 90; Bayr. Kreis-Amtsblatt der Pfalz, 1866, 69, (31.08.1866), S. 1256; Bayr. Kreis-Amtsblatt der Pfalz, 1875, 11, (25.02.1875), S. 168; Der Israelit, 27, 1886, 83 (25.10.1886), S. 1446.
Hans-Joachim Hoffmann: Der Jüdische Friedhof Ottweiler. "Gebrochene Säule". Von der Integration zur Deportation. Überarbeiteter Nachdruck von Band 16 der Schriften des Stadtmuseums Ottweiler, Ottweiler 2015, S. 54 (Abb.).

Fotografien

  «    »  

Ingeborg Knigge

heutiges Foto
recto
Seitenanfang

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ottweiler, sb0-11
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=sb0-11
(letzte Änderungen - 2011-04-13 15:06)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1912

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=sb0-11
letztes update: | lizenziert unter einer Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis