(1826-1940)
| פ״נ | Hier ist begraben | ||||
| Hier ruht | |||||
| unser lieber Vater | |||||
| Moses Bachmann | |||||
| geb. 18.8.1858 | 5 | ||||
| gest. 10.2.1940 | |||||
Datierung Geboren 18.09.1858; gestorben 10.02.1940
Letzte Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof Fürstenau.
Beschreibung
Pultstein.
Symbol
Davidstern
Zustand
2008: Der stark bemooste Stein wurde auf dem Kopf stehend aufgestellt, er ist stellenweise verwittert. 2009: Der Stein wurde gereinigt.
Dies ist der Grabstein von Moses Bachmann, dem letzten Vorsteher der jüdischen Gemeinde Fürstenau, der hier am 10. Februar 1940 beigesetzt wurde. Er war ein Sohn von Nathan Bachmann aus dessen erster Ehe mit Caroline geb. Judenberg. 1898 heiratete er Sara (Salchen), Tochter von Meyer Dillenberg und Johanna geb. Bierhoff in Ovenhausen, die im zwei Söhne schenkte: 1899 wurde Albert geboren, im Jahr 1901 Hermann. Nach dem frühen Tod seiner Gattin im Jahr 1904 heiratete Moses Bachmann Johanna Rosenbaum aus Adorf, die ihm einen weiteren Sohn schenkte, den 1906 geborenen Karl, der jedoch schon im Alter von acht Jahren starb.
Moses Bachmanns Sohn Albert Bachmann hatte zunächst die Volksschule besucht und war dann 1911-1915 Schüler am König-Wilhelm-Gymnasium in Höxter. Mit seiner am 23.09.1899 in Fritzlar geborenen Frau Sidonia Mansbach lebte er in Fürstenau, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Hermann den vom Vater übernommenen Viehhandel weiterführte. Ende September 1938 wurde ihnen der Viehhandel verboten. Das Ehepaar wurde am 09.12.1941 in das Rigaer Ghetto deportiert, Albert wurde am 12.12.1944 in Stutthof ermordet, Sidonia starb im April 1945 im KZ Stutthof. Hermann Bachmann wurde weiter nach Auschwitz deportiert, wo er im September 1943 ermordet wurde.
Vater: Nathan Bachmann (Grabstein Nr. 0029)
1. Gattin: Sara Bachmann (Grabstein Nr. 0028)
2. Gattin: Johanna Bachmann geb. Rosenbaum (Grabstein Nr. 0025)
Sohn: Karl Bachmann (Grabstein Nr. 0027)
Yad Vashem Yad va-Shem The Central Database of Shoah Victims' Names: Gedenkblatt für Albert Bachmann ● (26.11.2008)
Albert Bachmann Gedenkbuch (05.02.2013)
Sidonia Bachmann Gedenkbuch (05.02.2013)
Hermann Bachmann Gedenkbuch (05.02.2013)
Ernst Würzburger: "Die ehemalige jüdische Gemeinde Fürstenau", in: Höxter-Corvey. Monatsheft des Heimats- und Verkehrsvereins, 36. Jg., Nr. 11 (November 1988), S. 5-15, hier S. 9, 15.
Hinweis Das Geburtsdatum wurde nach Angaben von Herrn Fritz Ostkämper (OstOst@t-online.de) von 19.08.1856 zu 18.8.1858 entsprechend der Angaben in den archivalischen Quellen geändert.
An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (25417 Inschriften) angeboten werden.
to be done ...
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