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Frankfurt am Main, Battonnstraße 3875 inscriptions (1272-1828)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID ffb-80
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-80: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ffb-80

Name

Meir Rothschild ben Anschel Rothschild [19.09.1812]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏כ״ה מאיר ר״ש תקע״ג‏‎ Der geehrte Herr Meir Rothschild 573
‎‏פה טמון ג״ץ כהר״ר משה מאיר‏‎ Hier ist geborgen der Spendeneinnehmer, der geehrte Meister, Herr Mosche Meir,
‎‏בן המנוח כ״ה אנשיל רויט‏‎ Sohn des Seligen, des geehrten Herrn Anschel Rothschild,
‎‏שילד ז״ל נפטר ליל מש״ק‏‎ sein Andenken zum Segen, verschieden in der Nacht des Ausgangs des heiligen Schabbat
‎‏ונקבר למחרתו ביום א׳‏‎ 5 und begraben am Tag darauf, am Tag 1,
‎‏ערב חג הסוכת תקע״ג‏‎ Vorabend des Laubhüttenfestes, 573
‎‏לפ״ק תהא נשמתו צרורה‏‎ nach kleiner Zählung. Seine Seele sei eingebunden
‎‏בצרור החיים [ע״נ] אי״ו שר״ר‏‎ in das Bündel des Lebens mit den Seelen von Awraham, Jizchak und Jaakow, Sara, Riwka und Rachel,
‎‏ע״נ שצו״צ שבג״ע אמן‏‎ mit den Seelen der übrigen gerechten Männer und Frauen, die im Garten Eden. Amen

Kommentar

Datierung Gestorben, Samstag, 19.09.1812 ; begraben am nächsten Tag
Keine Eulogie, nur Angabe von Titeln. Besonders lange Segensformel am Schluß, wobei der erste Teil ausgeschrieben ist. Im Memorbuch sind Mosche Meir Rothschild mehr Titeln beigegeben als in der Grabinschrift: "der Vornehme, der Einflußreiche, der Kastenmeister, unser Lehrer, unser Meister, der geehrte Meister, Herr ...".
Abkürzung Punkte, Tilden; Satzzeichen: ?

Beschreibung

Maße 87 x 56 x 13 cm
Beschreibung sehr schlichte hochrechteckige Stele mit geradem Abschluß. Gebogene Kopfzeile im erhöhten Rahmen. Keinerlei Verzierungen oder Ornamente. Als Abkürzungszeichen Punkte und (etwas aufwendiger gestaltete) Tilden.
Zustand Verwitterungen in den letzten beiden Zeilen und besonders am linken Rahmen.

Zur Person

Laut Dietz war Mayer Amschel Rothschild zum grünen Schild am 25. Februar 1744 im Hinterhaus zur Pfanne geboren und mit kaum 13 Jahren als armes Waisenkind auf sich selbst angewiesen. Trotz aller Schwierigkeiten hat er sich großes persönliches Ansehen erworben. U.a. wurde er ernannt zum hochfürstlich hessen hanau'schen Hoffaktor, später auch zum hessen-kasseler Oberhoffaktor und im Jahr 1810 zum Departementsrat. Er starb am 19.9.1812, zwei Tage nach Errichtung seines Testaments, und hinterließ zehn Kinder. Seine Gattin Gutle Schnapper starb, fast 100 Jahre alt, am 7.5.1849.
Mosche Meir wurde am 23.2.1743 geboren; er war Bankier (Gründer des Bankhauses Rothschild) und wohnte im Haus grüner Schild' (Einschrb.: Pfanne).

Quellen / Sekundärliteratur

sk 56/19 [91]
MF, S. 874, Nr. 4
ET: 19.IX.1812
Dietz S. 246-248
Ho 4689
HoNam S.731: Rothschild Mos. Meir
HoEd: Zl 5 ‎‏הסוכות‏‎, im Text ‎‏הסוכת‏‎. Zl 8 ‎‏שבגן עדן‏‎, im Text ‎‏שבג״ע‏‎.
HoSt 1067
Der alte jüdische Friedhof zu Frankfurt am Main. Unbekannte Denkmäler und Inschriften. Hrsg. im Auftrag des Magistrats der Stadt Frankfurt am Main, Dezernat für Kultur und Freizeit, von der Kommission zur Erforschung der Geschichte der Frankfurter Juden. Von Michael Brocke unter Mitwirkung von Dan Bondy, Andreas Hemstege, Heidrun Hermann, Christiane E. Müller, Aubrey Pomerance und Regina Schorzmann, Jan Thorbecke Verlag 1996, S. 233.

Fotografien

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Andreas Hemstege

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1991-1996
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Frankfurt am Main, Battonnstraße, ffb-80
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(last modified - 2016-01-20 09:00)

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