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Erfurt, Cyriakstraße 46 Inschriften (1818-1877)

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Jahr:
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ID erc-22
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Erfurt, Cyriakstraße, erc-22: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?erc-22

Name

Chajim ben Schlomo Kann (Hey(ne)mann Kann) [10.09.1846]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏הב׳ כ״ה חיים ז״ל בן כ״ה שלמה קאן זצ״ל‏‎ der Junggeselle, der geehrte Herr Chajim, sein Andenken zum Segen, Sohn des geehrten Herrn Schlomo Kann, das Andenken des Gerechten zum Segen,
‎‏מליסא נפטר ביום ה׳ י״ט אלול ונקבר בי׳‏‎ aus Lissa, verschieden am Tag 5, 19. Elul, und begraben am Tag
‎‏ו׳ בו תר״ו לפ״ק ׃‏‎ 6 desselben, 606 der kleinen Zählung.
‎‏חגורתו יראת ה׳ ואמונה אזור חלציו‏‎ 5 Sein Gürtel ist die Ehrfurcht vor dem Ewigen ›und Treue der Gurt seiner Hüften‹,
‎‏ישר הלך בתום לבב ובנקיון כפים‏‎ aufrecht wandelte er in der Lauterkeit des Herzens und mit reinen Händen,
‎‏יגיע כפיו אכל בעצב ומשח אפים‏‎ ›(von) seiner Hände Mühe‹ aß er in Traurigkeit und [...],
‎‏מלחמו נתן לדל ולא התעלם מבשרו‏‎ ›von seinem Brot gab er dem Darbenden‹ und vergaß auch seine Verwandten nicht,
‎‏קבר חצב לו פה בדמי ימיו‏‎ ›ein Grab wurde ihm hier ausgehauen‹ ›in der Blüte seiner Tage‹,
‎‏אל אדמתו שב לעפרו‏‎ 10 zu seiner Erde kehrt er zurück zu seinem Staube,
‎‏נשמתו תהא צרורה בצרור החיים‏‎ seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
‎‏[...]‏‎ [...]

 

 Zl 5: Jes 11,5  Zl 7: Ps 128,2  Zl 8: vgl. Spr 22,9  Zl 9: Nach Jes 22,16 | Zl 9: vgl. Jes. 38,10

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 10.09.1846 ; begraben am nächsten Tag
Zl 12: Der übliche Schlusssegen wurde hier noch eine Zeile weiter fortgeführt, wahrscheinlich mit "mit den übrigen Gerechten im Garten Eden, Amen" oder einer ähnlichen Formulierung.

Stilmittel

Reim auf -av in Zln 5 und 9-10, auf -a'im (bzw. -ajim) in Zln 6-7 und 11.
Akrostichon in Zeilen 5-11: ‎‏חיים קאן‏‎ Chajim Kann

Beschreibung

Lage Alte Grabstein-Nummer: 22
Schrift vertieft
Zustand 2013 Non in situ. Starke Verwitterung im unteren Teil der Schriftfläche; die letzte (?) Zeile ist größtenteils verloren. Die Inschrift konnte nach einem historischen Foto von 1944 ergänzt werden. Die Buchstaben wurden für die Aufnahme mit weißer Farbe nachgemalt (auf einem der Bilder steht im Hintergrund der Farbtopf...), was die Lesung einerseits erleichtert, andererseits jedoch auch Buchstaben verfälschen kann.

Zur Person

Der ledige Heymann, Sohn des Salomon Kann, stammte aus Lissa, wie dem Begräbnisregister zu entnehmen ist.

Quellen / Sekundärliteratur

Begräbnisregister, Eintrag Nr. 20: Heymann Kann.

Fotografien

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Annelie Hubrich

heutiges Foto
2013
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Erfurt, Cyriakstraße, erc-22
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=erc-22
(letzte Änderungen - 2013-11-04 14:40)

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Steinheim-Institut
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