logo epidat: epigraphische Datenbank

Duisburg, Sternbuschweg (Feld 37a) 38 inscriptions (1911-1934)

information   inscriptions   map   indices   Download
Inv.-Nr.:
year:
    «    [17/38]    »     »|
Edition Kommentar Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID du3-15
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Duisburg, Sternbuschweg (Feld 37a), du3-15: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?du3-15

Namen

Sara Riwka bat Awraham (Frau Rabbiner Dr. Neumark Martha geb. Neumark) [14.11.1924]
Rabbiner Dr. Mannas Neumark [1942]          

Diplomatische Transkription

‎‏פ״נ‏‎  
‎‏האשה הרבנית מרת‏‎  
‎‏שרה רבקה בת אברהם‏‎ |3|
‎‏נפטרה י״ז מרחשון תרפ״ה‏‎  
‎‏אשתי אשת נעורים‏‎  
‎‏אמנו אם בישראל‏‎ |6|
‎‏תנצב״ה‏‎  
Frau Rabbiner Dr. Neumark  
Martha geb. Neumark |9|
gest. im 48. Lebensjahre  
am 14. November 1924  
Zur Erinnerung an |12|
Rabbiner Dr. Mannas Neumark  
Mit dem Rest seiner Gemeinde 1942  
nach Theresienstadt deportiert u. |15|
im gleichen Jahre dort gestorben.  

Übersetzung

Hier ist begraben | die Rabbinersgattin, Frau |3| Sara Riwka, Tochter des Awraham, | verschieden 17. Marcheschvan 685. | meine Frau Weib der Jugend(jahre), |6| unsere Mutter eine Mutter in Israel. | Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 5: Nach Jes 54,6  Zl 6: Nach Ri 5,7

Kommentar

Datierung Martha Neumark: Gestorben Freitag, 14.11.1924
Mannas Neumark: 1942 deportiert und ermordet
Das Grabmal für Martha Neumark wurde wie alle anderen Steine dieses Feldes 1943 an einen Steinmetzen verkauft und weiterverwendet. Bei einem Besuch in Duisburg im Sommer 1952 stellte ihre Tochter Eva Frank bei der Stadt den Antrag um Ersatz für den verlorenen Stein und hinterließ ein Foto von 1934 des ursprünglichen Grabsteins (siehe Abbildung) sowie eine Vorlage für seine Beschriftung entsprechend des alten Steines. Später bat sie schriftlich um die Ergänzung der Erinnerung an ihren Vater, Rabbiner Dr. Neumark. Der ursprüngliche Stein soll nach Angaben des Sohnes Israel Neumark ein Werk des Künstlers Leopold Fleischhacker gewesen sein.
Im Gegensatz zur Angabe auf dem Grabstein 19-20 hatte Rabbiner Dr. Mannas Neumark am 17. November 1924 für 200 Mark die beiden Erbbegräbnisstätten Nrn. 23 und 24 erworben. Links daneben wurde auf Erbbegräbnisstelle Nr. 25 am 24. November 1924 die Urne von Felix Kleinschmidt (14.5.1862 - 21.11.1924) begraben, und die daneben liegende Erbbegräbnisstätte Nr. 26 für seine Witwe Hedwig geb. Bacharach reserviert, die jedoch 1938 ihrer Tochter Hilde verh. Rosenthal nach Südafrika folgte. Der Grabstein von Felix Kleinschmidt existiert nicht mehr.

Beschreibung

Maße 130 x 74 x 18
Lage Grabstein-Nr.: 7 / 2
Beschreibung Schlichte hochrechteckige Stele mit Dreiecksgiebel und Davidstern im Giebelfeld.
Schrift Die hebräische und deutschsprachige Inschrift wurden mit brauner Farbe nachgezogen. Die Namen sind durch größere Buchstaben hervorgehoben.
Symbol Davidstern
Steinmetz Steinmetzsignatur an der rechten Schmalseite: Wirtz, 19-20.

Zur Person

Martha Neumark wurde am 14.2.1877 in Posen geboren und war verheiratet mit dem ebenfalls aus Posen stammenden Duisburger Rabbiner Dr. Manass Neumark, der nach Theresienstadt deportiert und ermordet wurde. Ihre vier Kinder überlebten.

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Duisburg, Bestand 607-268 und 607 A/266; Verwaltung des Friedhofs Sternbuschweg, Verzeichnis der Erbbegräbnisstätten, Feld 37a.
vR: Neumark, Martha: 271, 337f., 411, 411*, 416, 416*, 630, 944, 992, 1000, 1243; Abb. 22 (Grabstein), Abb. 52

Fotografien

  «    »  

Epigraphisches Bildarchiv, Steinheim-Institut

heutiges Foto
1984
recto

Nathanja Hüttenmeister

heutiges Foto
recto
top of the page

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Duisburg, Sternbuschweg (Feld 37a), du3-15
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=du3-15
(last modified - 2013-07-25 13:57)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften der Jahre 1924 1942

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=du3-15
letztes update: | licensed under a Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Attribution 4.0 International License
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis