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Worms 1672 Inschriften (1040-1853)

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Inv.-Nr.:
Jahr:
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ID wrm-449
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Worms, wrm-449: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?wrm-449

Name


Leiza bat Meir Trier [19.02.1483]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

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‎‏מר׳ לייצא ז״ל‏‎ Frau Leiza, ihr Andenken zum Segen.
‎‏פה טמונה אשה הגונה‏‎ Hier ist geborgen eine würdige Frau,
‎‏הישרה והתמימה הלא‏‎ die Aufrechte und Lautere, gab es doch
‎‏חיסרון בה[?] מאומה אשרי‏‎ keinen Mangel in ihr, glücklich ihr
‎‏חלקה בו[?] בצדקה היתה[?]‏‎ 5 Anteil in Ihm. Wohltat zu wirken war ihr
‎‏חשקה מר׳ לייצא בת ר׳‏‎ Wünschen: Frau Leiza, Tochter des Herrn
‎‏מאיר טריער ז״ל שנפטר׳‏‎ Meir Trier, sein Andenken zum Segen, welche verschied
‎‏ביום ד׳ י״ב אדר שנת רמ״ג‏‎ am Tag 4, 12. Adar des Jahres 243
‎‏ל״ק תנצב״ה ע׳ ש׳ צ׳ ב׳ ע׳‏‎ der kleinen Zählung. Es sei ihre Seele eingebunden ins Bündel des Lebens mit allen gerechten Frauen im Garten Eden.
‎‏א״ס‏‎ 10 Amen, Sela.

Kommentar

Die Inschrift ist gleichmäßig verwittert und nur noch schwach lesbar. Auffallend ist die Ähnlichkeit in Stein- und Schriftgestaltung mit dem in der Nähe stehenden, noch stärker verwitterten Stein Nr.464, dessen Datum nicht mehr zu erkennen ist. Daher ist auch für Nr. 464 das 15. Jh. anzunehmen. Gemeinsam ist beiden Steinen vor allem die Gestaltung der Kopfzeile samt den beiden nicht häufigen Frauennamen, die beide auf Alef enden. Auch ist bei beiden "marat" zu "mar'" abgekürzt, was nicht aus Platzmangel geschah.
Außerdem gibt es bei beiden Steinen keinen Vatersnamen in der Kopfzeile, dafür aber "z'l", was bei Frauen eher selten ist.
Nr. 449 ist typisch für das ausgehende Mittelalter, worauf sowohl der (noch ausgeschriebene) Beginn mit "poh temuna", als auch der Familienname (ursprünglich Herkunftsname) des Vaters (Trier) sowie die nunmehr "kleine" Zählung der Jahre hinweisen.

Datum: Tag 4, 12. Adar 5243 = Mittwoch, 19. Februar 1483


Beschreibung

Maße 60,5 x 74 x 14 cm
Material gelber Sandstein - Schichtung verläuft parallel zur Vorderseite - mittlere Körnung (0,2-0,63 mm) -
Beschreibung Rechteckige Stele. Das eingetiefte Schriftfeld wiederholt die Gesamtform der Stele. Umlaufender schmaler Rand frei gelassen. Das rahmende Profil besteht aus einer Fase.

Fotografien

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Sommer, Bert

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Gawlik

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Epigraphisches Bildarchiv, Steinheim-Institut

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Worms, wrm-449
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=wrm-449
(letzte Änderungen - 2015-09-03 00:53)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=wrm-449
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