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Worms 1651 inscriptions (?)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID wrm-1223
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Worms, wrm-1223: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?wrm-1223

Name

Mosche Schimschon ben Schmuel Bacharach [19.04.1670]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

 Vorderseite
‎‏הגאון הגדול הרב רבינו משה שמשון‏‎ Der große, überragende Gelehrte, der Herr, unser Meister Mosche Schimschon
‎‏פה‏‎ Hier
‎‏נטמן מנון. הרב‏‎ ist geborgen eine einflussreiche Persönlichkeit, der Herr,
‎‏שנון. ארז בלבנון. גפן‏‎ scharfsinnig, eine Zeder des Libanon, ein fruchtbarer
‎‏פורחת. במערין המדינה.‏‎ 5 Weinstock; in der Landjudenschaft Mährens
‎‏ובפראג העדינה. קנה בינה.‏‎ und in der vornehmen Stadt Prag erwarb er Verstand,
‎‏בשובה ונחת. הרביץ תורה.‏‎ mit Freundlichkeit und Wohlwollen verbreitete er Tora,
‎‏ידיו יזרה. שורש פורה. והיא‏‎ (mit) seinen Händen verstreut(e), eine fruchtbare Wurzel und sie ward
‎‏כפורחת. האריך מעניה. זמן‏‎ wie eine Blühende, er längte die Ackerfurche, (die) Zeit
‎‏הדרשנית עם הרבנית ארבעים‏‎ 10 der Auslegungstätigkeit während des Rabbinats (betrug) ein-
‎‏ואחת. הגאון מוהר״ר שמשון‏‎ undvierzig (Jahre), der überragende Gelehrte, unser Lehrer, der Herr, Herr Schimschon,
‎‏בן הגאון מוהר״ר שמואל נפטר‏‎ Sohn des überragenden Gelehrten, unseres Lehrers, des Herrn, Herrn Schmuel, er verschied
‎‏בשבת ער״ח אייר ת״ל[.?] תנצב״ה‏‎ am Schabbat, (am) Neumond des Ijjar 430. Es sei seine Seele eingebunden in das Bündel des Lebens.
‎‏‏‎

Kommentar

Grabstein und Inschrift für einen "überragenden Gelehrten"
Zeile 1: Kopfzeile, an deren Ende sich eine kleine Blüte befindet, wohl auf die Zeilen 5, 8 und 9 der Inschrift verweisend.
Zeile 3 zweites Wort: unsicher; vgl. Sprüche 29,21, auch mit "Herrscher" übersetzbar.
Zeile 8 zweites Wort: grammatikalisch nicht ganz korrekt, vermutlich wegen des Reims
Zl. 8 letztes u. Zl. 9 erstes Wort: es werden feminine Formen gewählt, wohl wieder wegen des Reims.
Zeile 10: statt "Hadarschanit" und "Harabbanit" müsste es heißen "Hadarschanut" und "Harabbanut", wie L'sohn schreibt. Auch diese Bildung hat mit Sicherheit ihren Grund in dem Reim mit "Ma'anit" Zeile 9.
Gatte von Dobrasch, siehe Nr. 1224.
Mehrere Reime durch Punkte markiert:
Zl. 3 u. Zl. 4 (2mal): auf -non oder -nun (optischer Reim)
Zln. 5, 7, 9, 11: auf -achat
Zl. 5 und Zl. 6 (2mal): auf -inah
Zl. 7 und Zl. 8 (2mal): auf -rah
Zl. 9 und Zl. 10 (2mal): auf -nit

Datum: Schabbat, Erew Rosch Codesch Ijjar (= 29. Nissan) 5430 = Schabbat, 19. April 1670

R&R: 394 und 1068/ Lewysohn: 35 (Siehe hierzu auch die Lebensbeschreibungen zu Rabbi Schimschon, den Lewysohn mit vollständigem Namen "Simson Bacharach" nennt, in L'sohn S. 63-65.)



Beschreibung

Maße 85 x 129,5 x 13 cm
Material rötlicher Sandstein - Schichtung verläuft parallel zur Vorderseite - mittlere Körnung (0,2-0,63 mm) -
Beschreibung Stele mit rechteckiger Grundform und eingezogenem Rundbogenabschluss. Das eingetiefte Schriftfeld wiederholt die Gesamtform. Das rahmende Profil besteht aus einer Kehle und einem Falz. Umlaufender flacher Rand. Symbol/Ornament im linken (östlichen) oberen Eckbereich.
Symbol floralBlume

Quellen / Sekundärliteratur

Lewysohn, Ludwig: Nafschot Zaddikim. Sechzig Epitaphien von Grabsteinen des israelitischen Friedhofes zu Worms, regressiv bis zum Jahre 905 übl. Zeitr.,usw., Frankfurt am Main: 1855, Nr. 35

Rosenthal, Julius; Rothschild, Samson; Kaufmann, David: Die Epitaphien des alten israelitischen Friedhofs zu Worms (unveröff. Mskr., Vorwort von Julius Goldschmidt), , Nr. 394 u. 1068

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Worms, wrm-1223
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=wrm-1223
(last modified - 2015-09-03 00:53)

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