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Worms 1672 Inschriften (1040-1853)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID wrm-1205
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Worms, wrm-1205: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?wrm-1205

Name


Hindlen bat Awraham [27.04.1580]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

 Vorderseite
‎‏הרבנית הינדלן אשת הר״ר מנחם ז״ל‏‎ Die Rabbinersgattin Hindlen, Ehefrau des Herrn, Herrn Menachem, sein Andenken zum Segen
‎‏הוי ואבוי .מאור כבוי. מעינינו‏‎ Ach und Weh, erloschen die Leuchte vor unseren Augen,
‎‏יום מר .כבודינו הומ׳ .במית׳ אמינו‏‎ bitter der Tag, unsere Ehre hat sich verkehrt ob des Todes unserer Mutter,
‎‏נודע בשערי׳ בת יקרי׳ הורתינו‏‎ bekannt war sie in den Toren; Tochter von Teuren (ist) unsere Gebärerin,
‎‏דלה קולה כאיל׳. אשת חיל בבית‏‎ 5 zart ihre Stimme wie die einer Hindin, eine Tüchtige im Haus
‎‏תפילתינו׃ לקוחה למנוחה‏‎ unseres Betens. Sie ward hinweggenommen zur Ruhe,
‎‏יום ד׳ י״ב אייר ש״ם‏‎ Tag 4, 12. Ijjar (des Jahres) "Name" (340)
‎‏למניינינו׃ הלא לזאת‏‎ gemäß unseres Zählens, ja, sie ist es, um deretwillen
‎‏דוי לבינו היא הרבני׳ הינדלן‏‎ unsere Herzen trauern, sie, die Rabbinersgattin Hindlen,
‎‏בת הר״ר אברהם זצ״ל תנצב״ה‏‎ 10 Tochter des Herrn, Herrn Awraham, das Andenken des Gerechten zum Segen. Es sei ihre Seele eingebunden in das Bündel des Lebens
‎‏בג״ע א״ס‏‎ im Garten Eden. Amen, Sela.

Kommentar

Eine kunstvoll gestaltete Inschrift mit Akrostichon, Chronogramm, mehreren Reimen und Zitaten sowie einem Ornament.
Zeile 1: Kopfzeile; zwischen dem Namen der Verstorbenen und dem ihres Gatten befindet sich ein kleines Lilien-Ornament.
Zeile 3: Dem letzten Wort ist zu entnehmen, dass Sohn oder Tochter der Verstorbenen Sprecher der Inschrift sind.
Zeile 4, ersten beiden Worte: Sprüche 31,23
Zeile 5: "Hinde" (Hirschkuh) ist eine Anspielung auf ihren Namen.
Zln. 5 und 6 sind Hinweis darauf, dass sie Kantorin war.
Zeile 5, viertes und fünftes Wort: Sprüche 31,10
Zln. 2-4: Die ersten Buchstaben des ersten Wortes der angegebenen Zeilen bilden ein Akrostichon des Namens Hindela, das mit dem gesamten ersten Wort von Zeile 5 zuende geführt wird.
Zeile 7: Jahresangabe als Chronogramm ("Name")
Zeile 8: "unseres Zählens der Zeit", "unserer Chronologie"; relativ selten gebraucht, hier des Reims wegen.
Durchgängiger Reim auf -enu, Zln. 6 und 8 mit Doppelpunkt markiert; (ebenso Reime auf -oi (Zln. 2 u. 9(?) und auf -lah und -ajil (Zl. 5))

Datum: Tag 4, 12. Ijjar 5340 = Mittwoch, 27. April 1580

R&R: 989 und 1067

Beschreibung

Maße 81,5 x 114.5 x 13,5 cm
Material roter Sandstein mit rotweisser Bänderung - Schichtung verläuft parallel zur Vorderseite - mittlere Körnung (0,2-0,63 mm) -
Beschreibung Rechteckige Stele. Sichtbarer Sockelbereich mit leicht unregelmäßiger Oberfläche. Das eingetiefte Schriftfeld wiederholt die Gesamtform. Das rahmende Profil besteht aus einer steilen Fase. Umlaufender Rand, unten schmaler.

Quellen / Sekundärliteratur

Rosenthal, Julius; Rothschild, Samson; Kaufmann, David: Die Epitaphien des alten israelitischen Friedhofs zu Worms (unveröff. Mskr., Vorwort von Julius Goldschmidt), 989 u. 1067

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Worms, wrm-1205
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=wrm-1205
(letzte Änderungen - 2015-09-03 00:53)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=wrm-1205
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