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Schnaittach, Friedhof I 240 Inschriften (1534-1829)

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TEI P5

Projekt

Die Dokumentation des ältesten der drei jüdischen Friedhöfe in Schnaittach wurde in den Jahren 2006-2007 von Dr. Andreas Angerstorfer ‎‏ז״ל‏‎, Regensburg, begonnen. Diese Dokumentation wurde nun in epidat aufgenommen, überarbeitet und ergänzt. Dank der Förderung im Rahmen des LEADER-Programms konnte die Dokumentation im August 2019 fertiggestellt werden.

Lage

Der älteste jüdische Friedhof Schnaittachs liegt am Krankenhausweg.

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Anlage

Das 48 Ar umfassende Gelände in Form eines spitzen Dreiecks wird heute im Norden und Süden von zwei Armen des Krankenhausweges eingefasst, das östliche Ende grenzt an das Caritas-Jugendhilfezentrum. Der Friedhof ist größtenteils von einer Mauer, im westlichen Teil von einer Hecke umgeben. Ein Zugang erfolgt heute durch die Südmauer an der Grenze von älterem und jüngeren Friedhofsteil, ein zweiter Zugang befindet sich im Westen in der Spitze des Dreiecks. Im östlichen Teil stehen die ältesten Grabsteine. Der westliche, jüngere Teil ist heute abgeräumt. Das leicht nach Osten abfallende Gelände ist mit Gras und einzelnen Bäumen bewachsen. Die Grabmale stehen in losen Gruppen und unregelmäßigen, von Süd nach Nord ausgerichteten Reihen, die Fronten der Grabmale weisen nach Osten.

Geschichte

Der Friedhof wurde vermutlich um 1500 angelegt, im Jahr 1537 wird er erstmals urkundlich erwähnt. Er diente den Gemeinden Schnaittach, Ottensoos, Hüttenheim und Forth sowie bis 1607 auch der Fürther Gemeinde als Begräbnisplatz.

1762 wurde der Friedhof erweitert und mit einer Mauer umgeben. Auch ein Taharahaus wurde errichtet.

1887 wurde der Friedhof restauriert, die Mauer ausgebessert und viele versunkene Grabsteine neu aufgerichtet.

In der NS-Zeit wurde der Friedhof stark zerstört und sämtliche Grabsteine des jüngeren westlichen Grabfelds abgeräumt und als Baumaterial verkauft. Einzelne Fragmente wurden auf dem älteren, östlichen Grabfeld aufgefunden und auf ein Betonfundament an der Südmauer gelagert.

Weitere fünf Fragmente wurden im August 2019 auf einer Baustelle im Schutt gefunden (Nrn. 1317, 1318, 1319, 1320 und 1321). Auch auf dem seit 1834 belegten Nachfolgefriedhof, der während der NS-Zeit völlig zerstört wurde, sind heute viele wieder aufgefundene Grabsteine und Grabsteinfragmente gesammelt, die aufgrund noch lesbarer Daten teilweise diesem älteren Friedhof zuzuordnen sind, darunter 2028 von 1758, 2013 von 1774, 2027 von 1812, 2052 von 1821/22 und 2057 von 1831.

Literatur

Theodor Harburger: Die Inventarisierung jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern, hrsg. von den Central Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem und dem Jüdischen Museum Franken - Fürth & Schnaittach, Fürth 1998, Bd. 3, S. 680-687.

Meir Hildesheimer: ‎‏פנקס קהילת שנייטאך. בצירוף מבואות והערות‏‎ Acta Communitatis Judaeorum Schnaittach. Introductione Natisque Instruxit (hebr.), Jerusalem 2012.

Magnus Weinberg: Geschichte der Juden in der Oberpfalz. III.: Der Bezirk Rothenberg (Schnaittach, Ottensoos, Hüttenbach, Forth), Sulzbürg 1909.

Hinweis

Zur besseren Übersicht wurden

- die Grabmale dieses ältesten Schnaittacher Friedhofs mit Inventarnummern ab 1000,

- die Grabmale des mittleren Friedhofs mit Inventarnummern ab 2000

- und die Grabmale des jüngsten Friedhofs mit Inventarnummern ab 3000 versehen.

Edition

Nathanja Hüttenmeister

Fotografie

Bert Sommer, Helmut Meyer zur Capellen, Nathanja Hüttenmeister, Anna Martin, Michael Brocke

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Schnaittach, Friedhof I (1534-1829 / 240 Einträge)
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=st1

 

Steinheim-Institut
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