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Essen, Segerothfriedhof 751 inscriptions (1885-1942)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID seg-435
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Essen, Segerothfriedhof, seg-435: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?seg-435

Namen

Amalie Heinemann geb. Cohen [18.04.1891]
Hermann Heinemann [06.02.1894]
Anna Heinemann geb. Wertheimer [14.11.1938]
Salomon Heinemann [18.11.1938]      

Diplomatische Transkription

 Postament
Amalie Heinemann
geb. Cohen
geb. 15. März 1833 gest. 18. April 1891.
Hermann Heinemann
5 geb. 25. Juni 1822, gest. 6. Februar 1894.
 Erster Kissenstein
Anna Heinemann
geb. Wertheimer
geb. 5.8.1869
gest. 14.11.1938
 Zweiter Kissenstein
10 Justizrat
Dr. Salomon Heinemann
geb. 26.1.1865
gest. 18.11.1938

Kommentar

Datierung Amalie Heinemann: Geboren 15.03.1833; gestorben 18.04.1891
Hermann Heinemann: Geboren 25.06.1822; gestorben 06.02.1894
Anna Heinemann: Geboren 05.08.1869; gestorben 14.11.1938
Salomon Heinemann: Geboren 26.01.1865; gestorben 18.11.1938

Beschreibung

Maße H: 110 B: 60 T: 60; Kissensteine: H: 15 B: 60 T: 45
Material Nordisch-Syenit
Lage Wegrand rechts, Gruften, Grab 013
Steinmetz Becker
Zustand 1985 Nur Postament, das eigentliche Grabmal bzw. ein Aufsatz fehlt.
2015 Unverändert.

Zur Person

Hermann Heinemann war seit dem 08.07.1859 verheiratet mit Amalie Heinemann geb. Cohen aus Essen-Bochold. Er war ein Sohn von Beer Heinemann. Sein Vater und seine Schwester Philippine Hirschland geb. Heinemann wurden auf dem Friedhof an der Lazarettstraße bestattet. Ihre Grabmale konnten gerettet werden, sie stehen heute auf dem Parkfriedhof.
Der Notar und Rechtsanwalt Dr. Salomon Heinemann, Sohn von Hermann Heinemann und Amalie geb. Cohen, ist 1910 im Verzeichnis der Mitglieder der Synagogengemeinde Essen an achter Stelle verzeichnet (I. Abteilung, Nr. 8). Er studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten von Heidelberg, Leipzig, Berlin und Göttingen und war verheiratet mit Anna Wertheimer, der Tochter eines jüdischen Seidenfabrikanten aus Bielefeld.
Salomon Heinemann zählte zu den Förderern des Synagogenbaus an der Steeler Straße und vor allem des Folkwangmuseums. Als Mäzen und Vorstandsmitglied half er, großartige Zeugnisse der modernen Kunst zu erwerben.
Nachdem am 10. November 1938 SA-Leute in sein Haus am Haumannplatz 1 eingedrungen waren und das Inventar in Brand gesetzt hatten, wobei eine Schadenssumme von 65.000 RM entstand, darunter vernichtete Kunstschätze, die der Direktor des Folkwangmuseums damals auf einen Wert von 40.000 RM schätzte, beging das Ehepaar Heinemann Selbstmord.
Salomon Heinemann wird auf der Ehrentafel von 1913 für die damals neue Synagoge am Steeler Tor erwähnt, ohne nähere Angaben zur Ausschmückung des Innenraumes insbesondere mit echten Mosaiken.

Zur Familie

Vater von Hermann Heinemann: Beer Heinemann (Essen, Lazarettstraße: 0003)
Schwester von Hermann Heinemann: Philippine Hirschland geb. Heinemann (Essen, Lazarettstraße: 0025)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Heinemann, Anna ─ Gedenkbuch: / Memorial Book: Victims of the Persecution of Jews under the National Socialist Tyranny in Germany 1933 - 1945, 1241016
Heinemann, Salomon ─ Gedenkbuch: / Memorial Book: Victims of the Persecution of Jews under the National Socialist Tyranny in Germany 1933 - 1945, 331912

Quellen / Sekundärliteratur

Archiv der Alten Synagoge Essen
Zum Gedenken an jüdische Juristen in Essen, Herausgeber: Landgericht Essen, im Juli 2001, S. 28.
"Verzeichnis der Mitglieder der Synagogengemeinde Essen", 1910. Abgedruckt bei Hermann Schröter: Geschichte und Schicksal der Essener Juden, Essen 1980, S. 297-317, hier S. 312.
Hermann Schröter: Geschichte und Schicksal der Essener Juden, Essen 1980, S. 575.

Fotografien

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Hüttenmeister, Nathanja; Martin, Anna

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Essen, Segerothfriedhof, seg-435
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