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Blieskastel 251 Inschriften (1718-1965)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID sb3-68
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Blieskastel, sb3-68: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?sb3-68

Name

Schlomo ben Jizchak SeGaL (Salomon Levi) [01.01.1835]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש תם וישר‏‎ ›ein lauterer und aufrechter Mann‹,
‎‏הלך תמים ופעל‏‎ ›er wandelte lauter und wirkte
‎‏צדיק ירא אלקיו‏‎ Wohl‹, den Ewigen ehrfürchtend
‎‏כל ימיו צדיק‏‎ 5 all seine Tage, ›ein Gerechter,
‎‏באמונתו חיה ׃‏‎ der in seinem Glauben lebte‹,
‎‏ראש העדה פרנס‏‎ Oberhaupt der Gemeinschaft, Vorsteher,
‎‏כ׳ כהר״ר שלמה‏‎ der geehrte Meister, Herr Schlomo,
‎‏בר כ״ה יצחק סג״ל‏‎ Sohn des geehrten Herrn Jizchak SeGaL,
‎‏מת בזקנתו ביום‏‎ 10 gestorben betagt am Tag
‎‏ה׳ א׳ דר״ח ונקבר‏‎ 5, 1. Neumondstag, und begraben
‎‏ביום ו׳ ב׳ דר״ח טבת‏‎ am Tag 6, 2. Neumondstag Tewet
‎‏תקצ״ה לפ״ק ׃‏‎ 595 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Ijob 1,8  Zl 3f: Ps 15,2  Zl 5f: Hab 2,4

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 01.01.1835 ; begraben am nächsten Tag
Die aus beliebten Zitaten zusammengesetzte Eulogie auf diesen Vorsteher wurde vermutlich einem Musterbuch entnommen, sie findet sich in identischer Form zum Beispiel in Schalom ha-Cohens 1820 in Wien erschienenen Briefsteller Ketav joscher (siehe 0001) und im Sefer Hachajim, dem "Israelitischen Andachtsbuch" von Salomon Ephraim Blogg (erste Auflage Hannover 1848, vierte verbesserte Auflage Hannover 1866/67, S. 311: Grabschrift "für einen tugendhaften Greis", siehe 0001).
Möglicherweise handelt es sich um einen erneuerten Grabstein, denn für denselben Mann existiert ein weiterer, ebenfalls aufwändig, aber etwas traditioneller gestalteter Grabstein, mit anderer Eulogie, die aber derselben Vorlage entnommen wurde, siehe Grabstein Nr. sb3-0075.
Auffallend ist, dass die eine verwendete Musterinschrift "für einen tugendhaften Greis" vorgeschlagen ist, die andere "für einen Gemeindevorsteher". Verbirgt sich hier hinter den beiden Grabsteinen ein Zwist zwischen der hinterbliebenen Familie und der Gemeinde? Und unter welchem der beiden Grabsteine (die laut Grabsteinnummer nicht nebeneinander stehen) liegt Schlomo SeGaL wohl begraben?

Beschreibung

Ornament florale Verzierung; gestalterische Verzierung

Zur Person

Der 1754 in Steinbach-Glan geborene Salomon Levi war ein Sohn von Isack und Schönle Levi. In erster Ehe war er verheiratet mit Devora, geb. Hess, aus dieser Ehe stammen der 1785 geborene Sohn Abraham, der 1787 geborene Ischen Lazare, der 1793 geborene Michael Menachem Levi und der 1795 geborene Jakob Levi. Nach Devoras Tod im Jahr 1813 heiratete Salomon Levi die aus Becherbach stammende Regina Salm, Witwe von Wolf Moses.

Zur Familie

1. Gattin: Dwora, Gattin von Salman SeGaL (sb3-0006)
Söhne: Ischen Levi (sb3-0087); Menachem Michael Levi (sb3-0007)
Schwiegertöchter: Barbara Levy geb. Kahn (sb3-0137); Johannetta Levi geb. Moses (sb3-0144)
2. Gattin: Regina Moses geb. Salm (Jüdischer Friedhof Homburg, hos-0207)

Quellen / Sekundärliteratur

Jörg A. Künzer: Einwohnerbuch Blieskastel mit den Ortsteilen Alschbach und Lautzkirchen, 1650-1905 (Arbeitsgemeinschaft für Saarländische Familienkunde .V., 63. Sonderband), Saarbrücken 2016, Teilband 1, S. 245-447: "Der jüdische Friedhof in Blieskastel", hier S. 289, Nr. 064.

Fotografien

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Ingeborg Knigge

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Blieskastel, sb3-68
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=sb3-68
(letzte Änderungen - 2015-08-12 13:46)

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Inschriften des Jahres 1835

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Steinheim-Institut
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