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Blieskastel 251 Inschriften (1718-1965)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID sb3-257
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Blieskastel, sb3-257: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?sb3-257

Name

Refael ben Jehuda (Rafael Jakob) [01.08.1890]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏רפאל בר יהודה נפטר‏‎ Refael, Sohn des Jehuda, verschieden
‎‏בערב שבת קדש ט״ו אב‏‎ am Rüsttag des heiligen Schabbat, 15. Aw,
‎‏ונקבר ביום א׳ י״ז אב תר״נ‏‎ und begraben am Tag 1, 17. Aw 650
‎‏לפ״ק ׃ תנצב״ה ׃‏‎ 5 der kleinen Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruhet
Rafael Jakob
geb. 2. April 1847
gest. 1. August 1890
Friede seiner Asche. 10

Kommentar

Datierung Gestorben Freitag, 01.08.1890 ; begraben am übernächsten Tag

Beschreibung

Lage R R 5 Nr. 2
Ornament gestalterische Verzierung

Zur Person

Der in Blieskastel geborene Viehhändler und Makler Rafael Jakob, auch Jacob Jacob und Isaak Jakob, war ein Sohn von Juda Jacob und Rosina geb. Oppenheimer. Aus seiner Ehe mit Juda (?) geb. Stein gingen fünf Kinder hervor: Rosa (1874-1887), Friederike Blondine (geb. 1876), Carl (geb. 1878), Ferdinand (geb. 1881) und Elvira (geb. 1883).
Friederike Blondine, eine verwitwete Heymann, war in zweiter Ehe mit Hermann Strauss aus Solingen verheiratet, der dort 1922 starb und begraben liegt (Grabstein Nr. C 25). Ihre Tochter Herta Helena war 1911 in Solingen geboren worden und hatte 1932 Walter Brauer aus Berlin geheiratet. Friederike, ihre Tochter Herta und ihr Schwiegersohn Walter Brauer wurden im Oktober 1941 ins Ghetto Litzmannstadt deportiert. Friederike starb dort am 16. November 1941, Herta und Walter Brauer wurden am 5. Mai 1942 im Vernichtungslager Kulmhof ermordet.
Ferdinand Jakob hatte in Frankfurt am Main gelebt und wurde vom 19. Juni bis 2. Oktober 1938 im KZ Sachsenhausen inhaftiert. 1942 wurde er nach Theresienstadt und am 19. Oktober 1944 weiter nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Elvira war verheiratet mit Leo Stutinski aus Hildenburg und hatte in Wuppertal gelebt. Von dort wurde das Ehepaar 1942 von Düsseldorf ins Ghetto Izbica deportiert und ermordet.

Zur Familie

Vater: Juda Jakob (sb3-0243)
Mutter: Rosina Jakob geb. Oppenheimer (sb3-0175)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Brauer, Herta ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 847713
Brauer, Walter ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 847794
Jakob, Ferdinand ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 886733

Quellen / Sekundärliteratur

Jörg Künzer und Kurt Legrum: Die Shoah der jüdischen Bürger aus Blieskastel und deren Angehörigen, in: Saarpfalz. Blätter für Geschichte und Volkskunde, Nr. 128 (2016/1), S. 30-55, hier S. 34-36.
Michael Brocke: Der jüdische Friedhof in Solingen. Eine Dokumentation in Wort und Bild, Solingen 1996, S. 157 (Grabmal von Hermann Strauss).
Jörg A. Künzer: Einwohnerbuch Blieskastel mit den Ortsteilen Alschbach und Lautzkirchen, 1650-1905 (Arbeitsgemeinschaft für Saarländische Familienkunde .V., 63. Sonderband), Saarbrücken 2016, Teilband 1, S. 245-447: "Der jüdische Friedhof in Blieskastel", hier S. 379, Nr. 158.

Fotografien

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Ingeborg Knigge

heutiges Foto
1999-2000
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Blieskastel, sb3-257
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=sb3-257
(letzte Änderungen - 2015-08-12 16:49)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1890

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=sb3-257
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