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Rüthen-Oestereiden 4 inscriptions (1866-1910)

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TEI P5

Projekt

Der jüdische Friedhof in Rüthen-Oestereiden wurde im Auftrag der Stadt Rüthen im Jahr 2009 dokumentiert.

Die Forschungsergebnisse werden in eine Veröffentlichung in Buchform, ergänzt durch Dokumentationen und Darstellungen zur Geschichte der Juden in Rüthen, mit einbezogen.

Lage

Der jüdische Friedhof in Oestereiden liegt nahe der Kreuzung Im Rosengarten und Ringer Straße. Ein kleiner Rest des ursprünglich deutlich größeren Friedhofsgeländes ist von einem Jägerzaun eingefaßt, die kleine Pforte ist verschlossen. Eine gute Einsichtsnahme in das Areal ist vom Gehweg aus möglich. Weitere Auskünfte erteilt das Stadtarchiv Rüthen.

Vier stark beschädigte Grabsteine stehen in einer in Ost-West-Richtung verlaufenden Reihe auf einer Rasenfläche nebeneinander, zwischen altem und neuen Baumbestand. Die Aufstellung der Steine entspricht nicht der originalen Lage, die nicht mehr rekonstruiert werden konnte (s.u.).

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Geschichte

Der vermutlich um 1700 angelegte Friedhof diente allen im Gogerichtsbezirk Rüthen, d.h. in den Orten Oestereiden, Langenstraße, Heddinghausen und Effeln lebenden Juden. Die letzte Beisetzung soll im Jahr 1910 stattgefunden haben.

In der NS-Zeit wurde der ursprünglich 745 qm umfassende Friedhof, dessen Gelände stets im Besitz der Zivilgemeinde geblieben war, abgeräumt und dort Behelfsheime für Flüchtlinge und Ausgebombte errichtet, die Grabsteine dienten den Baracken als Fundamente. Als diese Baracken in den 1950er Jahren abgerissen wurden, entsorgte man auch die Reste der Grabsteine.

1958 standen auf dem Gelände noch zwei Grabsteine, zwei weitere Grabsteine lagen daneben. Auf Betreiben der Regierung in Arnsberg wurden die noch erhaltenen Grabsteine wieder aufgestellt, der kleine Rest des Friedhofs mit einem Jägerzaun eingefriedet, der zwischenzeitlich erneuert wurde. 1986 wurde der Friedhof in die Denkmalliste der Stadt Rüthen eingetragen.

Literatur

Elfi Pracht: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Teil V: Regierungsbezirk Arnsberg (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern von Westfalen, Bd. 1.3), Köln 2005, S. 571f.

Archivalische Quellen

Staatsarchiv Münster, Amtsgericht Rüthen V Nr. 22 (Standesregister der Juden beim Amtsgericht Erwittte, für Oestereiden, 1850 - 1874) - Kopie im Stadtarchiv Rüthen

Edition

Nathanja Hüttenmeister – Epigrafik

Friedhelm Sommer, Stadtarchiv Rüthen – Biografische Forschungen

Thomas Kollatz – Datenbankprogrammierung, Digitale Edition, webdesign

Fotografie

Hermann J. Krämer – Photographie

Zitation der digitalen Edition

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Rüthen-Oestereiden (1866-1910 / 4 Einträge)
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=oes

 

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