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Titz-Müntz 26 Inschriften (1819-1929)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID mtz-8
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Titz-Müntz, mtz-8: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?mtz-8

Name

Särche bat Mosche Schimon Halevi ⚭ Jehonatan ben Zwi (Sara Hirsch geb. Simon) [14.11.1869]            

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏האשה חשובה מ׳ סערכה‏‎ die angesehene Frau, Frau Särche,
‎‏בת כ״ה משה שמעון הלוי‏‎ Tochter des geehrten Herrn Mosche Schimon Halevi,
‎‏אשת כ״ה יהונתן בר צבי ז״ל‏‎ Gattin des geehrten Herrn Jehonatan, Sohn des Zwi, sein Andenken zum Segen,
‎‏שהיתה תמימה וישרה במעשיה‏‎ 5 die lauter und aufrecht war in ihren Taten,
‎‏לעני ולאביון פרשה כפיה‏‎ ›dem Armen und den Bedürftigen öffnete sie ihre Hände‹,
‎‏עלתה למרום בת פ״ד שנה‏‎ sie ›stieg auf zur Höhe‹ im Alter von 84 Jahren,
‎‏ביום א׳ יו״ד כסלו תר״ל לפ״ק‏‎ am Tag 1, zehnter Kislev 630 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht in [...] 10
Frau [... H]irsch
geb. Sim[on, gest. 14. No]vember 1869
im Alter von 84 Jahren.

 

 Zl 6: Spr 21,20  Zl 7: Ps 68,19

Kommentar

Datierung Geboren 10.11.1786; gestorben Sonntag, 14.11.1869

Stilmittel

Reim auf -ejah in Zln 5-6.

Beschreibung

Maße H: 85 B: 55,5 T: 25,5 cm
Ornament florale Verzierung
Zustand 1981 Das Grabmal steckt ohne Sockel im Boden, es ist beschädigt, ein Giebelaufsatz fehlt, die Schriftfläche ist im unteren Teil teilweise stark verwittert, die deutsche Inschrift nur noch bruchstückhaft erhalten.
1986 Der Zustand ist unverändert.
2018 Das Grabmal wurde restauriert, mit einem Sockel zusammengefügt und wieder aufgestellt. Die deutsche Inschrift ist zum Teil verloren.

Zur Person

Sara Hirsch geb. Simon wurde in Weisweiler als Tochter des Kaufmanns Simon Abraham und der Eva geb. Bernhard geboren. Verheiratet war sie mit dem am 06.02.1773 geborenen Falk Hirsch, auch Philipp Hirsch, Sohn von Hirz Falk und Sibilla Mendel. Sie gebar ihm elf Kinder: Salomon (1804-1854), Eva (1807-1854), Jeanette (1809-1872), Abraham (1812-1815), Simon (1814-1844), Esther (1817-1819), Rachel (1819-1820), Sibilla (1822-1837), Johanna (1824-1849), Friederica (1827-1916) und Bernhard (1829-1881).
Jeanette Hirsch heiratete am 03.08.1855 den elf Jahre jüngeren Abraham Meyer (1820-1897), Sohn des Pferdehändlers Joseph Meyer und der Rosa Simons aus Kerpen. Johanna heiratete am 28.11.1845 den aus Grevenbroich stammenden Joseph Fleck (1820-1898). Nach ihrem Tod 1849 heiratete er am 12.03.1851 ihre Schwester Friederica. Bernhard Hirsch heiratete 1857 Gertrud Hasendahl (1830-1897), Tochter von Alexander Hasendahl und Mina Hermanns aus Bedburg. Aus dieser Ehe gingen mindestens sechs Kinder hervor: Philipp (1858), Louis (1859), Hugo (1860), Richard (1862), Sigismund (1963) und Hermine (1968).
Richard Hirsch und seine Frau Marianne Schenk waren nach Frankreich emigriert. In Paris wurde 1901 ihr Sohn Étienne Bernhard geboren. Er floh vor der deutschen Wehrmacht nach London, später wurde er in der Résistance unter dem Decknamen Commandant Bernard aktiv. Seine Eltern wurden im Sommer 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Zur Familie

Töchter: Johanna Fleck geb. Hirsch (Grevenbroich: Grabstein Nr. e10-0007) und Friederike Fleck geb. Hirsch (Grevenbroich: Grabstein Nr. e10-0062)
Schwiegersohn: Joseph Fleck (Grevenbroich: Grabstein Nr. e10-0044)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Hirsch, Marianne ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 3185338
Hirsch, Richard ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 3185366

Quellen / Sekundärliteratur

Hermann-Josef Paulißen, Geschichte der Juden in Rödingen, Müntz und Boslar und ihre Friedhöfe, Nr. 2.
Dieter Peters, Land zwischen Rhein und Maas, S. 222, Nr. 17 ("Sarche bath Mosche Simon Ha Levi").
Klaus H. Schulte, Dokumentation zur Geschichte der Juden am linken Niederrhein seit dem 17. Jahrhundert, S. 310, Nr. 4.

Fotografien

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Nathanja Hüttenmeister

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Titz-Müntz, mtz-8
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=mtz-8
(letzte Änderungen - )

 

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