logo epidat: epigraphische Datenbank

Mülheim an der Ruhr 695 Inschriften (1725-2013)

Information   Inschriften   Karte   Indizes   Download
Inv.-Nr.:
Jahr:
    «    [32/695]    »     »|
Edition Kommentar Beschreibung Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID mlh-5845
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, mlh-5845: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?mlh-5845

Name

Jaakow ben Aharon (Jacob Philipps) [13.01.1866]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אי[ש ...]מים‏‎ der Mann [...]
‎‏ו[...] כל‏‎ und [...] all
‎‏[ימיו צדיק] באמונתו חיה‏‎ [seine Tage, ›ein Gerechter], der in seinem Glauben lebte‹,
‎‏כ׳ יעקב ב״כ אהרן מת בזקנה‏‎ 5 der geehrte Jaakow, Sohn des geehrten Aharon, gestorben ›betagt
‎‏ושיבה טובה במוצאי ש״ק‏‎ und gutem Greisenalter‹ am Ausgang des heiligen Schabbat,
‎‏כ״ז טבת ונקבר בשם טוב‏‎ 27. Tewet, und wurde begraben ›mit gutem Namen‹
‎‏ביום ב׳ בו , שנת תרכ״ו לפ״ק‏‎ am Tag 2 desselben, des Jahre 626 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Rückseite
Hier ruhet 10
Jacob Philipps aus Alstaden
gest. den 13. Jan 1865
[im] Alter von 75 Jahren.
Seine Seele [wa]ndele im
ewigen Lichte 15

 

 Zl 4: Hab 2,4  Zl 5f: Gen 25,8  Zl 7: bBer 17a

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag abend, 13.01.1866 ; begraben am übernächsten Tag
Die Eulogie wurde vermutlich einer Vorlage entnommen. Sie findet sich, soweit überprüfbar, in identischer Form zum Beispiel auch in dem 1820 in Wien erschienenen Briefsteller Ketav Joscher von Schalom Ha-Cohen. Vollständig könnte die Inschrift entsprechend folgendermaßen gelautet haben: ‎‏פ״נ / א[יש תם וישר הלך ת]מים / ו[פעל צדק ירא אלהיו] כל / [ימיו צדיק] באמונתו חיה‏‎ / Hier ist begraben / ein lauterer und aufrechter Mann, er wandelte in Lauterkeit / und wirkte Wohltat, er fürchtete Gott all / seine Tage, der Gerechte, in seinem Glauben lebte er.
Die Angabe des Sterbejahrs nach dem bürgerlichen Kalender, 1865, stimmt nicht mit der Angabe nach dem jüdischen Kalender überein. Da für das Jahr 1866 die Wochen- und Monatstage der hebräischen Inschrift übereinstimmen, ist diese Angabe als verlässlicher anzusehen.

Beschreibung

Lage Lehnt an der hinteren Mauer.
Beschreibung Grabstein
Symbol Schmetterling mit Schmetterlingspuppe
Ornament gestalterische Verzierung
Zustand 2013 Non in situ. Diese beiden Fragmente eines vor allem im oberen Teil stark verwitterten Grabsteins wurden im Oktober 2013 gemeinsam mit vielen anderen Grabsteinen und Fragmenten bei Rodungsarbeiten in der nordöstlichen Ecke des Friedhofs gefunden.

Quellen / Sekundärliteratur

Thomas Kollatz, Totenlob als "Stylübung"? Grabschriften in Schalom ha-Cohens Briefsteller Ketav joscher, in: Memoria - Wege jüdischen Erinnerns: FS Michael Brocke, Berlin 2005 (S. 277-283), Musterinschrift Nr. 1.

Fotografien

  «    »  

Nathanja Hüttenmeister, Anna Martin

heutiges Foto
2013-10-13
recto
heutiges Foto
2013-10-13
recto
heutiges Foto
2013-10-13
Detail
heutiges Foto
2013-10-13
Detail
heutiges Foto
2013-10-13
Detail
Seitenanfang

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, mlh-5845
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=mlh-5845
(letzte Änderungen - 2014-09-01 15:16)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1866

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

Förderer

RiR - Relationen im Raum


 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=mlh-5845
letztes update: | lizenziert unter einer Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis