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Mülheim an der Ruhr 695 Inschriften (1725-2013)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID mlh-5705
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, mlh-5705: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?mlh-5705

Namen

Anschel ben Jehuda (Otto Kaiser) [16.12.1925]
Ester bat Chajim (Eleonore ­Kaiser geb. Mond) [1944]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben -
‎‏ה״ה אנשעל בר יהודה‏‎ es ist Anschel, Sohn des Jehuda
Otto Kaiser
geb. 15. April 1880 gest. 16. Dez. 1925
Lehrer und Führer der Gemeinde Mülheim-Ruhr 5
von 1903-1925
Tief betrauert von den vor Schmerz gebeugten
Seinen u. von der ganzen jüdischen Gemeinde
Es ruhte auf ihm der Geist Gottes, der Geist der
Weisheit u. Einsicht, der Geist des Mutes u. der Stärke 10
Jesaja 11,2-5
‎‏זכר צדיק לברכה‏‎ ›Das Andenken des Gerechten zum Segen‹
In Memoriam
Eleonore ­Kaiser geb. Mond
‎‏אסתר בת חיים ז״ל‏‎ 15 Ester, Tochter des Chajim, sein Andenken zum Segen
geb. 30. Juni 1882 gest. 1944 in Auschwitz

 

 Zl 12: Spr 10,7

Kommentar

Datierung Otto Kaiser: Geboren 15.04.1880; gestorben 16.12.1925
Eleonore Kaiser: Geboren 30.06.1882; gestorben 1944

Beschreibung

Maße H: 93 B: 200 T: 37; Schriftplatte: H: 70 B: 80; Sockel: H: 26 B: 220 T: 48
Lage G 05
Beschreibung Grabstein (Doppelgrabstein?) mit Sockel
Schrift vertieft; mit schwarzer Farbe nachgezeichnet
Ornament gestalterische Verzierung

Zur Person

Otto Kaiser wurde als Sohn von Ludwig Kaiser und Rosalie geb. Jacoby im westfälischen Hamm geboren und wuchs in Mülheim auf. Er besuchte die Lehrerbildungsanstalt "Marks-Haindorfsche-Stiftung" zu Münster und nahm im Jahr 1900 eine erste Stelle in Werl an. Nach seinem Militärdienst wurde er in Mülheim als Volksschullehrer, Religionslehrer und Prediger der jüdischen Gemeinde angestellt. Otto Kaiser war auch Vorsitzender des 1902 gegründeten Vereins für jüdische Geschichte und Literatur.
1906 hatte Otto Kaiser Eleonore Mond aus Werl geheiratet. 1907 wird die Tochter Ilse geboren, im folgenden Jahr die Tochter Hanna. 1913 kommt der Sohn Paul zur Welt und 1923 der Sohn Rudolf. Auch Eleonores Eltern waren nach der Eheschließung ihrer Tochter nach Mülheim gezogen.
Otto Kaiser starb nach längerer Krankheit im Alter von 45 Jahren. Seine Frau Eleonore wurde 1942 nach Theresienstadt verschleppt und in Auschwitz ermordet. Die vier Kinder konnten sich rechtzeitig retten, die Tochter Hanna lebte später in Jerusalem.

Zur Familie

Mutter von Otto Kaiser: Rosalie Kaiser geb. Jacoby (Jüdischer Friedhof Bonn, Römerstraße/Augustusring, Grabstein Nr. 0220)
Eltern von Eleonore Kaiser geb. Mond: Hermann und Lina Mond (Grabstein Nr. mlh-5543)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Eleonore Kaiser ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 890341 ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 798561

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Mülheim an der Ruhr, Sterberegister Mülheim 1925, Teil IV (1196/1/119), Nr. 1168 (Otto Kaiser).
Barbara Kaufhold: Jüdisches Leben in Mülheim an der Ruhr, hrsg. vom Salomon Ludwig Steinheim-Institut, Essen 2004, S. 120, 127f., 276
Gerhard Bennertz: "Erzieher zum echten, edlen Menschentum: Otto Kaiser", in: Barbara Kaufhold, Jüdisches Leben in Mülheim an der Ruhr, hrsg. vom Salomon Ludwig Steinheim-Institut, Essen 2004, S. 190-206.
Barbara Kaufhold, Juden in Mülheim an der Ruhr, Essen 2004, Liste der Bestatteten (S. 280-291), S. 285: "Kaiser, Eleonore (geb. Mond)" und "Kaiser, Otto" [mit Abbildung].

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, mlh-5705
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(letzte Änderungen - 2014-09-08 15:23)

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