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Mülheim an der Ruhr 695 Inschriften (1725-2013)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID mlh-5283
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, mlh-5283: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?mlh-5283

Namen

Salomon Rosenbaum [22.10.1912]
Johanna ­Rosenbaum geb. Kaufmann [07.05.1937]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hier ruht
in Frieden
mein lieber Gatte
unser guter Vater
und Grohsvater 5
Salomon Rosenbaum
geb. 1.6.62 gest. 22.10.1912
‎‏י״א חשון תרע״ג‏‎ 11. Cheschvan 673
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Sockel
Johanna ­Rosenbaum 10
geb. Kaufmann

Kommentar

Datierung Salomon Rosenbaum: Geboren 01.06.1862; gestorben Dienstag, 22.10.1912
Johanna Rosenbaum: Geboren 05.03.1857; gestorben 07.05.1937

Beschreibung

Lage B 83
Beschreibung Doppelgrabstein mit Sockel und doppelter Grabeinfassung
Symbol Davidstern

Zur Person

Der Fabrikarbeiter und "Flaschenbierhändler" Salomon Rosenbaum war verheiratet mit der in Mülheim geborenen Johanna geb. Kaufmann.
Ihr Sohn, der 1894 in Mülheim geborene Fuhrmann und Kaufmann Otto Rosenbaum, wurde im Juni 1938 im KZ Sachsenhausen inhaftiert und 1941 ins KZ Groß-Rosen deportiert, wo er am 25. März 1942 ermordet wurde. Seine Frau Luise geb. Pallasch und ihre Söhne Hans Joachim und Helmut überlebten vermutlich.
Ein weiterer Sohn war vielleicht der 1892 in Mülheim geborene Arbeiter bzw. Bäcker Arthur Rosenbaum, der von November 1938 bis Januar 1939 im KZ Dachau inhaftiert war, dann nach Belgien emigrierte und von dort nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. Seine Gattin Mathilde geb. Lindemann, die mit ihrem Mann nach Belgien ausgewandert war, überlebte, heiratete einen Herrn Steinberg und wanderte 1946 nach Casablanca in Marokko aus. Eine Enkelin lebte später in England.
Möglicherweise war auch der 1901 als Säugling gestorbene Hermann Rosenbaum (Grabstein Nr. mlh-5207) ein Sohn von Salomon und Johanna Rosenbaum. Eine Tochter war bereits 1891 tot geboren worden.
Der jüngste Sohn war der im Jahr 1900 geborene Hermann Rosenbaum, der nur ein gutes Jahr alt wurde.
Und auch der 1889 in Mülheim geborene Gustav Rosenbaum könnte ein Sohn von Johanna und Salomon Rosenbaum gewesen sein. Er diente als Soldat im Ersten Weltkrieg im 12. Infanterie-Regiment 171 und wurde am 28. September 1914 gerichtlich für tot erklärt. Sein Name ist auch auf der Gedenktafel für die Mülheimer jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs verewigt, die heute in der Synagoge in Duisburg hängt.

Zur Familie

Sohn?: Hermann Rosenbaum (Grabstein Nr. mlh-5207)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Arthur Rosenbaum ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 951014 ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 10240859
Otto Rosenbaum ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 951391

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Mülheim an der Ruhr, Sterberegister Mülheim 1891 (1196/1/18), Nr. 388 (totgeborene Tochter).
Sta Mülheim an der Ruhr, Sterberegister Mülheim 1937, Teil II (1196/1/166), Nr. 137 (Johanna Rosenbaum geb. Kaufmann).
Barbara Kaufhold: Jüdisches Leben in Mülheim an der Ruhr, hrsg. vom Salomon Ludwig Steinheim-Institut, Essen 2004, S. 266, 269, 277, 279.
Die jüdischen Gefallenen des deutschen Heeres, der deutschen Marine und der deutschen Schutztruppen 1914-1918. Ein Gedenkbuch, hrsg. vom Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, Berlin 1932, S. 290.
Barbara Kaufhold, Juden in Mülheim an der Ruhr, Essen 2004, Liste der Bestatteten (S. 280-291), S. 289: "Rosenbaum, Johanna (geb. Kaufmann" und "Rosenbaum, Salomon".

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, mlh-5283
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=mlh-5283
(letzte Änderungen - 2014-09-17 14:07)

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