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Mülheim an der Ruhr 695 Inschriften (1725-2013)

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ID mlh-5271
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, mlh-5271: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?mlh-5271

Namen

Jacob Schöndorff [17.03.1913]
Regine ­Schöndorff geb. Mannheimer [21.04.1935]          

Diplomatische Transkription

Jacob
Schöndorff
1849 - 1913
Regine
5 ­Schöndorff
1854 - 1935

Kommentar

Datierung Jacob Schöndorff: Geboren 1849; gestorben 17.03.1913
Regine Schöndorff: Geboren 05.01.1854; gestorben 21.04.1935

Beschreibung

Lage B 71
Beschreibung Doppelgrabstein mit Sockel und Grabeinfassung
Symbol Davidstern
Ornament florale Verzierung, insbesondere Efeuranken (metallenes Relief)

Zur Person

Der Pferdehändler Jacob Schöndorff war ein Sohn des Pferdehändlers Abraham Schöndorff und der Fanny geb. H?erschel zu Westheim, Kreis Niedermarsberg. Er starb am 17. März 1913 im Alter von 63 Jahren. Seine am 5. Januar 1854 in Worms geborene Frau Regine, eine geborene Mannheimer, war 1925 Vorsitzende des Israelitischen Frauenvereins, ihr folgte ihre Schwiegertochter Johanna ins Amt, die mit Regine und Jacob Schöndorffs Sohn, dem Tierarzt Dr. Albert Schöndorff, verheiratet war. Regine Schöndorff starb am 21. April 1935.
Albert Schöndorff, "Doktor der Philosophie", musste seine Tierarztpraxis in Mülheim aufgeben. Nachdem er im November 1938 in "Schutzhaft" genommen und sein von den Eltern ererbtes Haus in der Charlottenstraße 31 demoliert worden war, emigrierte er mit seiner Frau, der 1888 in Golmbach bei Holzminden geborenen Johanna geb. Hentschel, nach England. 1939 folgte ihnen ihre Tochter Margarethe, später wanderte die Familie nach Amerika aus, 1957 starb Dr. Schöndorff in New York.
Ein weiterer Sohn von Jacob und Regine Schöndorff war vermutlich der 1898 in Mülheim geborene Franz Schöndorff, der als Musketier im 2. Infanterie-Regiment 457 am 20. Juni 1917 in Nordfrankreich fiel und auf der Kriegsgräberstätte in Férin (Block 3, Grab 152) begraben liegt. Sein Name ist auch auf der Gedenktafel für die Mülheimer jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs verewigt, die heute in der Synagoge in Duisburg hängt.

Zur Familie

Eltern von Jacob Schöndorff?: Alexander und Cornelia Schöndorff (Grabstein Nr. mlh-5357)

Quellen / Sekundärliteratur

Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge (www.volksbund.de) - Gräbersuche: Franz Schöndorff (18.09.2013).
Sta Mülheim an der Ruhr, Alphabetisches Register zu den Sterberegistern 1874-1938 (1196/9/1a-4b)
Sta Mülheim an der Ruhr, Sterberegister Mülheim 1913 Teil I (1196/1/62), Nr. 195 (Jacob Schöndorff).
Sta Mülheim an der Ruhr, Sterberegister Mülheim 1935, Teil II (1196/1/158), Nr. 455 (Regine Schöndorff).
Barbara Kaufhold: Jüdisches Leben in Mülheim an der Ruhr, hrsg. vom Salomon Ludwig Steinheim-Institut, Essen 2004, S. 128, 228f., 268, 274.
Die jüdischen Gefallenen des deutschen Heeres, der deutschen Marine und der deutschen Schutztruppen 1914-1918. Ein Gedenkbuch, hrsg. vom Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, Berlin 1932, S. 290.
Barbara Kaufhold, Juden in Mülheim an der Ruhr, Essen 2004, Liste der Bestatteten (S. 280-291), S. 290: "Schöndorff, Jakob" und "Schöndorff, Regina".

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, mlh-5271
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=mlh-5271
(letzte Änderungen - 2014-08-21 13:50)

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