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Mülheim an der Ruhr 695 Inschriften (1725-2013)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID mlh-5224
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, mlh-5224: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?mlh-5224

Namen

Levi Meyer [10.09.1925]
Selma ­Meyer geb. Simson [22.09.1928]
Martin ­Meyer  
Hugo ­Meyer  
Richard ­Meyer      

Diplomatische Transkription

Hier ruhen
Levi Meyer
geb. 8.11.1858 gest. 10.9.1925
Selma ­Meyer
5 geb. Simson
geb. 15.4.1858 gest. 22.9.1928
In Erinnerung an meine 3 Brüder
Martin ­Meyer geb. 12.1.1890 Hugo ­Meyer geb. 31.3.1891
Richard ­Meyer geb. 16.7.1903
10 und deren 6 Angehörige die Opfer einer grausamen Zeit wurden
Walter Meyer

Kommentar

Datierung Levi Meyer: Geboren 08.11.1858; gestorben 10.09.1925
Selma Meyer: Geboren 15.04.1858; gestorben 22.09.1928
Doppelgrabmal

Beschreibung

Lage B 24
Beschreibung Doppelgrabstein mit Sockel und doppelter Grabeinfassung Auf der (heutigen) Rückseite des Grabsteins war eine vierzeilige Inschrift mit Metallbuchstaben aufgesetzt, die heute fehlen. Wahrscheinlich hat das Mittelteil dieses Grabmals ursprünglich anders herum gestanden und wurde später für die Neubeschriftung mit der Gedenkinschrift umgedreht und abgeschliffen.
Ornament gestalterische Verzierung

Zur Person

Der Metzgermeister Levy Meyer war verheiratet mit der aus Mettmann stammenden Selma geb. Simson. Martin, Hugo und Richard Meyer waren ihre Söhne. Eine Tochter war 1889 tot geboren worden, eine weitere Tochter namens Fanny 1894 im Alter von fünf Monaten gestorben.
Hugo Meyer hatte in der Mülheimer Wertgasse eine Metzgerei betrieben.
Der 1890 geborene Bankdirektor a.D. Martin Meyer war Bankdirektor, besaß ein Grundstücks-Maklerbüro auf der Bahnstraße 44 und gehörte dem Gemeindevorstand an. Mit seiner 1891 in Mülheim geborenen Frau Hedwig geb. Kaufmann und ihrer 1922 geborenen Tochter Ursula flüchtete er 1939 nach Luxemburg, wurde dort von nationalsozialistischen Truppen gefasst und nach Auschwitz deportiert, wo die Familie ermordet wurde.
Der 1891 geborene Hugo Meyer, seine 1896 in Guxhagen geborene Frau Malchen geb. Katz und der 1903 geborene Metzger Richard Meyer wurden 1942 nach Izbica deportiert und ermordet.
Die 1924 in Guxhagen geborene Karola Meyer, die 1937 mit Hugo und Malchen Meyer in einem Haushalt auf der Georgstraße 30 gewohnt hatte und vermutlich ihre Tochter war, hatte sich 1939 nach Belgien geflüchtet, wurde jedoch 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Hedwig Meyer ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 374280 ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 927615
Hugo Meyer ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 929110

Quellen / Sekundärliteratur

Sta Mülheim an der Ruhr, Sterberegister Mülheim 1889 (1196/1/16), Nr. 74 (totgeborene Tochter).
Sta Mülheim an der Ruhr, Sterberegister Mülheim 1894 (1196/1/21), Nr. 574 (Fanny Meier).
Sta Mülheim an der Ruhr, Sterberegister Mülheim 1928, Teil III (1196/1/130), Nr. 913 (Selma Meyer).
Barbara Kaufhold: Jüdisches Leben in Mülheim an der Ruhr, hrsg. vom Salomon Ludwig Steinheim-Institut, Essen 2004, S. 114f., 130, 260, 276.
Barbara Kaufhold, Juden in Mülheim an der Ruhr, Essen 2004, Liste der Bestatteten (S. 280-291), S. 288: "Meyer, (sechs Angehörige von Martin, Hugo und Richard)" sowie "Meyer, Hugo", "Meyer, Levi", "Meyer, Martin", "Meyer, Richard" und "Meyer, Selma (geb. Simon)".

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Mülheim an der Ruhr, mlh-5224
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(letzte Änderungen - 2014-09-08 15:23)

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