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Lage 140 Inschriften (1715-1936)

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ID lag-42
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Lage, lag-42: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?lag-42

Name

Issachar ben Josef? Hakohen? [1835-1839?]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏[פ״נ]‏‎ Hier ist begraben
‎‏[...]‏‎ ...
‎‏בעיני [אלהים? ואדם?] הבחור‏‎ in den Augen Gottes? und der Menschen?, der Junggeselle
‎‏יששכר בן [יוסף? הכהן? ...]‏‎ Issachar, Sohn des Josef? Hakohen? ...,
‎‏בחצי ימיו עלה למרום ביום‏‎ 5 ›zur Hälfte seiner Tage‹ ›stieg er hinauf zur Höhe‹ am Tag
‎‏וי״ו עש״ק כ״[...] תר[...]‏‎ sechs, Rüsttag des heiligen Schabbat, 2.. 6..
‎‏[תנצב״ה]‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 5: Jer 17,11 | Zl 5: Ps 68,19

Kommentar

Datierung Gestorben 1835-1839?
Die Inschrift des Grabmals ist stark verwittert, weder der Name noch ein Datum lassen sich vollständig entziffern. Aufgrund seiner Lage in einer Reihe (hintereinander) mit den Grabmalen von Fanni Kahn und (vermutlich) Joseph Bär Cahn, der identischen Gestaltung des Grabmals mit jenen beiden, der Zugehörigkeit zum aaronidischen Priestergeschlecht, dem Hinweis auf sein junges Alter (gestorben "zur Hälfte seiner Tage") und dem Vornamen Jissachar handelt es sich vermutlich um einen jung gestorbenen Sohn des Lehrers Joseph Bär Cahn.
Namenskunde Im Jakobssegen verglich Jakob seinen Sohn Issachar mit einem Esel (Genesis 49,14). Hierzulande wird der Name Issachar anstelle eines Esels mit dem Bär assoziiert, ebenfalls einem Sinnbild für Stärke und Ausdauer. Daher kommt die Parallelität der Namen Jissachar, Dow (hebräisch für "Bär") und dem deutschen Bär/Ber. Wenn die Identifizierung (s.u.) stimmt, wurde Issachar vermutlich nach seinem Großvater väterlicherseits, Bär, benannt.

Beschreibung

Lage Neues Grabfeld, Nr. 42.
Beschreibung Stele mit eingezogenem Rundbogenabschluß, im Giebelfeld große, reliefierte segnende Priesterhände. Die Inschrift in sorgfältig gearbeiteten erhabenen Buchstaben ist zentriert. (Vgl. auch das identisch gestaltete Grabmal Nr. lag-0042).
Schrift erhaben
Symbol Segnende Hände
Zustand 2003 Starke Verwitterung, die Inschrift ist größtenteils verloren.

Zur Person

Issachar Bär war vermutlich ein jung verstorbener Sohn des Lehrers Joseph Bär Cahn und seiner Frau Fanni. Aufgrund der Lage seines Grabmals muss er nach 1835 (dem Todesjahr seines Vaters) und vor 1849 (dem Todesjahr seiner Mutter) gestorben sein, da er zwischen beiden begraben liegt. In der Bevölkerungs- und Viehstandsliste der Stadt Lage aus dem Jahr 1846 ist er nicht aufgeführt, vermutlich starb er also vorher. Auch im Zusammenhang mit den Konflikten seines Bruders Jakob Koppel anlässlich seiner Meisterprüfung im Jahr 1839 wird neben der Mutter nur ein Bruder Jakobs genannt, das ist David, der nach Ende seiner Lehrzeit 1835 nach Lage zurückgekehrt war und erst 1856 heiratete und nach Detmold zog. Damit verstarb der hier Begrabene vermutlich vor 1839.

Zur Familie

Vater?: Joseph Bär Cahn? (lag-0036)
Mutter?: Fanni Kahn (lag-0052)
Bruder?: David Kahn (Jüdischer Friedhof Detmold, dtm-0102)

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2003-05-26
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Lage, lag-42
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=lag-42
(letzte Änderungen - 2015-03-25 17:15)

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