logo epidat: epigraphische Datenbank

Königswinter 69 Inschriften (1798-1951)

Information   Inschriften   Karte   Indizes   Download
Inv.-Nr.:
Jahr:
    «    [28/69]    »     »|
Edition Kommentar Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID kwr-4
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Königswinter, kwr-4: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?kwr-4

Name

Alexander ben Natan Halevi (A Süskind) [6.10.1888]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש ישר ונאמן‏‎ ein Mann, lauter und getreu,
‎‏אלכסנדר בן נתן‏‎ Alexander, Sohn des Natan
‎‏הלוי מת ביום א׳‏‎ Halevi, gestorben am 1. Tag
‎‏מרחשון תרמ״ט‏‎ 5 des Marcheschvan 649
‎‏לפ״ק תנצב״ה‏‎ nach kleiner Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht unser
Vater theurer Gatte u.
A Süskind
Ob. Dollendorf. 10

Kommentar

Datierung gestorben Samstag, 6.10.1888
Der hebräische und der deutsche Text ergänzen einander indem sie unterschiedliche Daten mitteilen. Der hebräische Teil gibt den Synagogennamen und das Sterbedatum von Alexander an, auch wenn der besondere Todestag am Schabbat und Monatsanfang nicht mehr hervorgehoben wird. Der deutsche Text nennt Alltagsnamen und Herkunftsort des Verstorbenen und teilt indirekt mit, daß Alexander Ehefrau und Kind(er) hinterließ. Sein Amt als Repräsentant der Gemeinde wird nicht erwähnt.

Beschreibung

Beschreibung Stele mit eingezogenem Rundbogen auf Sockel. Eingetiefte Schriftplatte aus Marmor, darüber ein Davidstern in Relief.
Zustand Stein und Schrift sind weitgehend gut erhalten.

Zur Person

Der Metzger Alexander Süskind wurde 1816 als Sohn von Natan Süskind und Sara, Tochter von Moses Cahn (kwr-0061) in Oberdollendorf geboren. 1849 heiratete er Lea (Magdalene) Stock (kwr-0071). Vater von Henriette Apfel (kwr-0040) und von Sophie Hermanns (kwr-0032), Bruder von Fanny Cahn (kwr-0069).
Von 1863-1869 war Alexander Süskind Repräsentant der Spezialsynagogengemeinde Oberdollendorf. Er war, wie sein Bruder David, Gegner der seit 1848 bestehenden Synagogengemeinde des Siegkreises, deren Vorsteher Samuel Isaac Bürger war. 1866 richtete er deshalb den Wunsch einen Kantor und einen Religionslehrer für Oberdollendorf einzustellen, um sich damit religiöse Eigenständigkeit zu wahren. Süskind konnte sich, gegen den Widerstand Bürgers durchsetzen, denn spätestens Ende 1867 bezieht ein Kantor in Oberdollendorf festes Gehalt.
Alexander war Namensträger seines väterlichen Großvaters und demnach, wenn man die traditionelle jüdische Namensgebung berücksichtigt, der älteste Sohn seiner Eltern. Er ist identisch mit dem im Verzeichnis von 1846 (van Rey S. 34) genannten 31jährigen Süskind Süskind, Sohn von Nathan.

Quellen / Sekundärliteratur

van Rey S. 50, 52, 60-62, 75f., 81 und 200
Schulte S. 484, AC und 486, Anm. 6

Fotografien

  «    »  

Christian Winterhager

heutiges Foto
2015-10-09
Seitenanfang

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Königswinter, kwr-4
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=kwr-4
(letzte Änderungen - 2010-02-12 10:29)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1888

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=kwr-4
letztes update: | lizenziert unter einer Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis