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Königswinter 69 Inschriften (1798-1951)

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ID kwr-38
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Königswinter, kwr-38: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?kwr-38

Name

Sorle bat Ascher ⚭ Mosche KaZ [18.7.1841]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen.
‎‏נטמנת אשת חיל צדקה עשתה‏‎ Geborgen wurde die tüchtige Gattin, Wohl tat sie,
‎‏צנועה היתה בדבורה מלחמה‏‎ züchtig war sie in ihrem Reden, von ihrem Brot
‎‏נתנה לאביונים והיא היתה מקדמ[ה]‏‎ gab sie den Darbenden, und war früh
‎‏ומאחרה בבית הכנסת כל ימה!‏‎ 5 und spät in der Synagoge, all ihre Tage
‎‏הלכה בדרך ישרה מצות ה׳ שמרה‏‎ ging sie den geraden Weg, die Gebote des Ewigen wahrte sie,
‎‏שרלה בת אשר אשת משה‏‎ Sorle, Tochter des Ascher, Gattin des Mosche
‎‏כ״ץ מתה ב״ה יום ער״ח ונקברת‏‎ KaZ gestorben am Tage des Vorabends des Neumonds und begraben
‎‏ר״ח אב תר״א לפ״ק תנצב״ה‏‎ am Neumond Aw 601 nach kleiner Zählung. Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung gestorben Sonntag, 18.7.1841
Zl 2a: "tüchtige Gattin", Sprüche 31,10
Zl 2b: vgl. Ps 106,3; die häufige Fortsetzung, der Vergleich mit der wohltätigen Awigail (1Samuel 25) fehlt hier, vielleicht weil er allgemein bekannt war und von jedem leicht zu ergänzen.
Zl 3b/4a: vgl. Ez 18,16
Zl 4b/5a: vgl. BM 7,1. Der regelmäßige Synagogenbesuch gehört nicht zu den unbedingten Pflichten der Frau. Seine Erwähnung in einer Fraueninschrift ist ein um so größeres Lob.
Zl 5b/6a: vgl. Ps 107,7, Verschreiber.
Zl 6b: vgl. Dtn 5,26 u.ö.
Zl 8: Vermutlich ein Verschreiber. An der mit Punkten gekennzeichneten Stelle müßte entweder "mit gutem Namen", oder "am Tag 1" stehen.

Stilmittel

Reim auf -ra in Zln 3 und 6

Beschreibung

Beschreibung Eingezogener Rundbogen, das Schriftfeld ist leicht scharriert, unterhalb der Beschriftung deutlicher.
Zustand Das Schriftfeld ist links, sowie unterhalb der Beschriftung beschädigt.

Zur Person

Sorle (Sara Anschel) wurde um 1757 als Tochter von Anschel Behr und Jenny Meyer in Nastedten (Nastätten)/Passau geboren. Sie war verheiratet mit Moses Cahn (kwr-0045) und wohnte 1802 im Haus Nr. 139 (heute: Klotzstraße).

Zur Familie

Kinder: Anschel Cahn (kwr-0052) und Sara Süskind, gest. 1870 (0061).

Quellen / Sekundärliteratur

Psta Königswinter S 128/1841
van Rey S. 23 und 195
Schulte S. 170, AAAA

Fotografien

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Christian Winterhager

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2015-10-09
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Königswinter, kwr-38
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(letzte Änderungen - 2010-02-12 10:29)

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