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Königswinter 69 Inschriften (1798-1951)

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ID kwr-21
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Königswinter, kwr-21: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?kwr-21

Name

David ben Schmuel [10.12.1798]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש הישר בנדיבים אשר‏‎ ein Mann, der Aufrechte inmitten der Wohltäter, welcher
‎‏הלך בדרך טובים מלחמו‏‎ den Weg der Guten ging, von seinem Brot
‎‏נתן לרעבים מכוסו רויה‏‎ gab er den Hungrigen, von seinem Becher sättigte er
‎‏לתאבים .רבה ישן גופך‏‎ 5 die Durstenden, .... schlummert dein Leib,
‎‏בגן עדן תשמח נשמתך ה״ה‏‎ im Garten Eden freuet sich deine Seele, es ist
‎‏כ׳ דוד בר שמואל נפטר‏‎ der geehrte David, Sohn des Schmuel, verschieden
‎‏ביום ב׳ טבת תקנ״ט לפ״ק‏‎ am 2. Tag des (Monats) Tewet 559 nach kleiner Zählung

Kommentar

Datierung gestorben Montag, 10.12.1798
Das Grabmal für David ist der älteste erhaltene Stein auf dem Friedhof. Er ist in Material, Form und Gestaltung nahezu identisch mit dem Grabmal seiner Frau. Vermutlich war es derselbe Steinmetz, der beide Steine angefetigt hatte, auch wenn der Grabstein für die Gattin Schönle 27 Jahre später erstellt wurde.
Die Eulogie für David hebt seine Wohltätigkeit hervor und wünscht ihm den (himmlichen) Lohn für sein Verhalten auf Erden. Die guten Taten von David werden in der dritten Person beschrieben, sein Lohn, in direkter Anrede. Eine Schlußformel fehlt in der Inschrift für David, ebenso wie sie bei seiner Gattin fehlt.
Zl 3: Vgl. Spr 2,20.
Zl 3b/4a: Ez 18,16.

Stilmittel

Reim auf -wim in Zln 2-5 und auf -echa in Zln 5 und 6.

Beschreibung

Beschreibung Stele mit geschweiftem Rundbogen auf niedriegem Sockel, ohne Rahmen.
Zustand Der Stein ist weitgehend gut erhalten, die Schrift gut lesbar.

Zur Person

David, Sohn von Schmuel (Schulte: David Samuel, van Rey: Samuel David) war in Königswinter vergleidet. Zwischen 1730 und 1778 ist er im Kreditgeschäft tätig, betreibt auch Handel mit Früchte, Getreide, Wein, Lederwaren und Brot. David, der zwei Häuser in Königswinter besaß, überträgt 1777 die Hälfte eines Hauses seinem behinderten Sohn, Moses Samuel. David starb 1798. Seine Gattin Schönle, Tochter von Feissel, auch Charlotte Feist (kwr-0006) beklagt sich 1812, ihr Gatte hätte ihr fünf Kinder, ein kleines Haus und Schulden hinterlassen.
Schwiegertochter: Julie Franck (bns-2008,Grab B 08), s. 0006

Quellen / Sekundärliteratur

van Rey S. 18-20 und 199
Schulte S. 203, AA

Fotografien

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Christian Winterhager

heutiges Foto
2015-10-09
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Königswinter, kwr-21
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=kwr-21
(letzte Änderungen - 2010-02-12 10:29)

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Inschriften des Jahres 1798

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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