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Koblenz [Mittelalterliche Grabsteine] 6 inscriptions (1290-1330)

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Name

Jehuda ben Schmuel [16.05.1290]          

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Edition und Übersetzung

‎‏עד הגל הזה ועד[ה]‏‎ ›Zeuge dieser Hügel und Zeugin diese Stele‹,
‎‏המצבה אשר קמה‏‎ welche ›aufgestellt
‎‏וגם נצבה לראש רב‏‎ und auch aufgerichtet‹ ist zu Häupten des Herrn
‎‏[...] יהודה בר שמו[אל]‏‎ ... Jehuda, Sohn des Schmuel,
‎‏הנפט ר י״ם לפרט ביום ג׳‏‎ 5 der verschieden ist 50 der Zählung, am Tag 3,
‎‏ה׳ בסיון ונשמתו בגן‏‎ 5. im Sivan, und seine Seele (sei) im Garten Eden
‎‏עדן עם שאר צדיקי‏‎ mit den übrigen Gerechten
‎‏עולם אמן א׳ א׳ סלה‏‎ der Welt, Amen, Amen, Amen Sela

 

 Zl 1: Gen 31,52  Zl 2f: nach Gen 37,7

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Kommentar

Datierung Gestorben Dienstag, 16.05.1290

Editionsgeschichte Die Inschrift wird hier nach J. Gildemeister (s.u.) wiedergegeben.


Zl 4: Gildemeister konnte den Anfang der Zeile nicht sicher entziffern und schreibt dazu: "Die Lücke am Anfang der dritten Zeile enthält einige nicht zu enträthselnde Züge, etwa ‎‏ןיביר‏‎ mit darauf folgendem etwas getrennten, aber nach links gewendeten ‎‏י‏‎; das ‎‏ב‏‎ ist vollkommen deutlich und correct." Aufgrund des Textzusammenhangs ist hier entweder ein zweiter Vorname oder ein weiterer Titel zu vermuten. Die von Gildemeister wiedergegebenen Buchstaben könnten auf das Wort ‎‏הגביר‏‎ deuten. "der Stattliche" oder "der Vermögende", allerdings konnte diese Formulierung auf einem Grabstein erstmals 1572 in Frankfurt (Grabstein Nr. ffb-0664) nachgewiesen werden. Der folgende, als ‎‏י‏‎ beschriebene Buchstabe könnte dann als ein kleines ‎‏ר‏‎ als Abkürzung für ‎‏רב‏‎/ "Herr" zu lesen sein, allerdings steht dieser Titel bereits in der vorangehenden Zeile.
Zl 5: Gildemeister schreibt: "Etwas auffallend ist die Jahreszahl 5050 (= 1290 Chr.) in der Form ‎‏ים‏‎ (sie könnte allerdings auch ‎‏ום‏‎ gelesen werden), da dies kein significantes Wort bildet; aber in der That fiel in diesem Jahre [...] der 5 Sivan auf einen Dienstag, was 5040 oder 5046 nicht der Fall war". Das Wort ‎‏ים‏‎ hat die Bedeutung "Meer" und ist in dieser Schreibweise auch die Abkürzung für "Jerusalem".
Zln 5-6: Laut Gildemeister wurde in der Veröffentlichung des Grabsteins im Jahresbericht des Coblenzer Gymnasiums (s.u.) der Monatsname als Kislev gelesen und das Jahr im hebräischen Text mit "60", in der Übersetzung jedoch wie hier mit "1290" angegeben.

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Beschreibung


Maße Laut Gildemeister ist "der von der Inschrift eingenommene Theil [...] zwei Fuß breit und drei hoch".
Fundort Laut Gildemeister wurde dieser Grabstein 1868 in Koblenz gefunden.
Lage Die Inschrift wird hier nach Gildemeister (s.u.) wiedergegeben. Damals, 1871, war der Grabstein im "Conferenzsaale des Coblenzer Gymnasiums" ausgestellt, die heutige Lage des Grabsteinfragments ist nicht bekannt.
Schrift Laut Gildemeister wurden die Buchstaben "von Anfang an flacher und wie die oft unförmlichen Züge darthun, von nicht sehr geschickter Hand eingehauen".
Zustand 1871: Offensichtlich stark verwittert.

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Quellen / Sekundärliteratur



J. Gildemeister: "Aeltere jüdische Grabsteine", in: Jahrbücher des Vereins von Alterthumsfreunden im Rheinlande, Heft L und LI, Bonn 1871, S. 295-302, hier S. 296 (Miscellen, Nr. 10).
Jahresbericht des Gymnasiums zu Coblenz 1871, 4 p. 30.

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Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Koblenz [Mittelalterliche Grabsteine], kob-6
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=kob-6
(last modified - 2013-04-10 10:47)

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