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Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße 145 inscriptions (1840-1932)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID ihl-7
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-7: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ihl-7
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Name

Veiwel (genannt Eljakim) ben Zwi KaZ (Veith Hirsch) [09.08.1844]          

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Edition und Übersetzung

‎‏פ״ת‏‎ Hier ist geborgen
‎‏בייבל המכונה אליקים‏‎ Veiwel, genannt Eljakim,
‎‏בר צבי כ״ץ מאבער אינג‏‎ Sohn des Zwi KaZ aus Ober-Ing-
‎‏עלהיים נפטר ביום ו׳ עש״ק‏‎ elheim, verschieden am Tag 6, Rüsttag des heiligen Schabbat,
‎‏כ״ד מנחם ונקבר ביום א׳ כ״ו‏‎ 5 24. Menachem, und begraben am Tag 1, 26.
‎‏מנחם שנת תר״ד לפ״ק‏‎ Menachem des Jahres 604 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
‎‏עם שאר צדיקים ש‏‎[...]‏‎ mit den übrigen Gerechten, die [...]
‎‏[...]‏‎ [...]
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Kommentar

Datierung Gestorben Freitag, 09.08.1844 ; begraben am übernächsten Tag
Dieser Grabstein gehört zu den wenigen auf diesem Friedhof, die noch im traditionellen Stil aus grauem Sandstein in einfacher Form nur mit hebräischer Inschrift angefertigt wurden, so wie die meisten auf dem Friedhof "Im Saal".
Menachem, "Tröster", ist ein euphemistischer Name für den Trauermonat Aw, in dem der Zerstörung der beiden Jerusalemer Tempel gedacht wird.
Zl 1: Vermutlich Schreibfehler in der Vorlage: ‎‏פ״ת‏‎ statt ‎‏פ״ט‏‎.
Zln 3-4: Der Ortsname ist zeilenübergreifend geschrieben.
Namenskunde Der Verstorbene wird hier mit dem Rufnamen von vor 1808 genannt: Veiwel/Feiwel, der auf das lateinische "vives" ("Leben") zurückgeht und in keinem direkten Zusammenhang zu seinem biblischen Synagogalnamen Eljakim ("Gott stellt aufrecht") steht. Der Vatersname ist biblisch: Im Jakobsegen vergleicht Jakob seinen Sohn Naftali mit einem springenden Hirsch (Genesis 49,21). Daher kommt die Parallelität der Namen Naftali, Zwi (hebr. für Hirsch) und dem deutschen Hirsch, Hirz, Hersch etc. Der Beiname des Vaters, KaZ, deutet darauf hin, dass er aus der Priesterfamilie stammt, die sich auf den Hohepriester Aaron zurückführt. Dies wird auf den Grabsteinen des Sohnes Jessel/Josef (ihl-0025) und der Enkel (ihl-0097, ihl-0127) in Symbol und Schrift deutlicher ausgedrückt. Der Name KaZ ‎‏כ״ץ‏‎ (Zl 3) ist die Abkürzung von Kohen Zedek, "gerechter Priester".

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Beschreibung

Material Grauer Sandstein
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit geschweiftem Flachbogenabschluss und vertieftem Schriftfeld.
Schrift vertieft, zentriert
Zustand Das vor allem im unteren Bereich stark verwitterte Grabmal ist eingesunken, mindestens eine Textzeile ist im Boden verborgen.

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Zur Person

Feibel Hersch/Veith Hirsch wurde am 1. März 1759 in Großwinterheim geboren als Sohn von Herrsch Mayer und Sara geb. Feibel aus Großwinternheim. Der Viehhändler und Metzger heiratete am 7. Februar 1802 Lea/Helena, geb. Jessel in Ober-Ingelheim, Tochter des Viehhändlers Abraham Jessel in Nieder-Ingelheim. Das Paar hatte einen Sohn und eine Tochter. Der Sohn Joseph Hirsch, der Schwiegersohn Joseph Mayer und einige der Enkel blieben dem Beruf des Metzgers treu. Die Ehefrau starb am 12. November 1867 in Ober-Ingelheim. Ihr Grab ist nicht bekannt.

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Zur Familie

Sohn: Josef Jessel Hirsch (ihl-0025)
Tochter: Sara Mayer geb. Hirsch (ihl-0001?)

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Quellen / Sekundärliteratur

Familienliste, Nr. 99.
Hans-Georg Meyer und Gerd Mentgen: Sie sind mitten unter uns. Zur Geschichte der Juden in Ingelheim. Hrsg. vom Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V. Ingelheim, Kügler 1998, S. 107, 185.

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Fotografien

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Michael Schlotterbeck, Ingelheim

heutiges Foto
2016-05-14
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-7
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ihl-7
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