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Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße 145 Inschriften (1840-1932)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID ihl-3
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-3: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ihl-3
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Name

Mosche Jaakow ben Seligman Hakohen (Jakob Kahn) [16.06.1842]          

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Edition und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben -
‎‏נפטר בשם טוב משה‏‎ es verschied ›mit gutem Namen‹ Mosche
‎‏יעקב בר זעליגמאן‏‎ Jaakow, Sohn des Seligman
‎‏הכהן מא״א יום ה׳ ח׳‏‎ Hakohen aus Ober-Ingelheim, (am) Tag 5, 8.
‎‏תמוז תר״ב לפ״ק בעבור‏‎ 5 Tammus 602 der kleinen Zählung. Dafür,
‎‏שהלך כל ימיו בדרך‏‎ dass er all seine Tage auf dem rechten
‎‏הישר והתפלל בכוונה‏‎ Weg wandelte und mit Andacht betete
‎‏ומקבל כל אדם בסבר‏‎ und ›jedermann freundlich
‎‏פנים יפות בשכר זה‏‎ empfing‹, zum Lohn dessen
‎‏תנצב״ה עכמע״י ול‏‎ 10 sei seine Seele eingebunden in das Bündel des Lebens mit allen Verstorbenen des Volkes Israel, und er möge Anteil
‎‏[החיותו ב׳ בתח׳‏‎]‏‎ haben an der Auferstehung
‎‏[...]‏‎ [der Toten, Amen]

 

 Zl 2: bBer 17a  Zl 8f: Av 1,15

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Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 16.06.1842
Dieser Grabstein hat noch einen traditionellen Aufbau und die bisher bekannte Form. Das Sterbedatum (Zeile 4-5) ist nicht vollständig zu entziffern. Mit ziemlicher Sicherheit lässt sich erschließen, dass Jakob Kahn am Tag 5 (Mittwoch abend oder Donnerstag), dem 8. des Monats Tammus nach dem jüdischen Kalender, im Jahr 5602 gestorben ist. Umgerechnet ist das Donnerstag, der 16. Juni 1842. Abweichend vom traditionellen Aufbau eines Grabsteins fehlt hier das Begräbnisdatum. Die Abkürzungen sind mit Tilden gekennzeichnet. Wahrscheinlich ist die Schlusszeile in der Erde versunken.
Zl 4: Die Lesung ist aufgrund der starken Verwitterung nicht ganz sicher.
Zln 10-11: Zeilenübergreifendes Wort.
Abkürzung Zl 10: Die Abkürzung ‎‏עכמע״י‏‎ wurde aufgelöst mit ‎‏עם כל מתי עם ישראל‏‎.

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Beschreibung

Material Grauer Sandstein
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit geschweiftem Rundbogenabschluss und vertieftem Schriftfeld.
Schrift vertieft, rechtsbündig, die Kopfzeile zentriert
Zustand Das Grabmal ist stark verwittert und leicht eingesunken. Mindestens eine Zeile der Inschrift ist vollständig im Boden verborgen.

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Zur Person

Jakob Kahn / Mose Jakob Seligmann wurde am 12. Januar 1786 in Ober-Ingelheim geboren. Er war der erstgeborene Sohn des Viehhändlers Abraham Kahn / Seligmann, der aus Grünstadt zugezogen ist, und seiner Frau Schönchen/Johanna/Johannetta, geb. Feist. Laut Grabstein waren seine Synagogalnamen Mose/Mosche Jakob. Auf dem Grabstein seines Sohnes Isaak wird dies bestätigt. Die Quellen bezeichnen seinen Beruf mit Krämer und Handelsmann. Er heiratete am 15. September 1807 Mariam/ Marie Anna, geb. Isaak. Laut Grabstein gehörte er zur Priesterfamilie Hakohen, was sich auch an seiner Namenswahl Kahn im Jahr 1808 bestätigt. Das Paar hatte drei Kinder: die Zwillinge 1. Abraham, geb. 28. April 1809, verkünd. 1844 mit Christina Friederike Kath. Bartels; 2. Johannes/Isaak, geb. 28. April 1809, verh. am 16. Dezember 1835 mit Sara Mayer, gest. 20. August 1844 in Ober-Ingelheim und 3. Philipp, geb. 21. Januar 1812/1811.

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Zur Familie

Bruder: Philipp Uri Kahn (ihl-0047)
Schwester: Sara Nathan geb. Kahn (ihl-0046)
Sohn: Isaak Kahn (ihl-0008)

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Quellen / Sekundärliteratur

Familienliste, Nr. 121.
Hans-Georg Meyer und Gerd Mentgen: Sie sind mitten unter uns. Zur Geschichte der Juden in Ingelheim. Hrsg. vom Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V. Ingelheim, Kügler 1998, S. 74, 114, 185f., 402f.

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Fotografien

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Michael Schlotterbeck, Ingelheim

heutiges Foto
2016-05-14
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-3
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ihl-3
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