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Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße 145 Inschriften (1840-1932)

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ID ihl-142
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-142: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ihl-142

Name


Mathilde Langstädter geb. Stern [13.02.1929]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Hier ruht
Mathilde Langstädter
geb. Stern
geb. 15. März. 1881,
gest. 13. Febr. 1929. 5

Kommentar

Datierung Geboren 15.03.1881; gestorben 13.02.1929
Von diesem Grabstein sind nur der Sockel und die oben abgebrochene Schrifttafel aus Granit erhalten. Es ist nicht bekannt, wann dieser Grabstein von wem zerstört wurde. Es ist einer der wenigen Grabsteine auf diesem Friedhof, der deutliche Spuren aufweist, die auf eine mutwillige Zerstörung schließen lassen. Die Schriftplatte war vermutlich mit einem Rahmen aus Granit eingefasst. Der Schrifttext ist sehr einfach gehalten. So weit zu erkennen ist, wurde auf eine hebräische Beschriftung vollständig verzichtet.

Beschreibung

Material Granit
Beschreibung Breitrechteckiger Sockel, hochrechteckige Schrifttafel. Das Grab ist eingefasst.
Schrift zentriert, vertieft.
Zustand Nur Sockel und beschädigte Schriftplatte erhalten.

Zur Person

Mathilde Langstädter geb. Stern wurde am 15. März 1881 als Tochter von Max Stern und Beathe, geb. Hornthal in Schwanfeld geboren. Sie war die erste Ehefrau des Lehrers und Kantors Ludwig (Louis) Langstädter und zog ca. 1908 mit ihrem Mann nach Ingelheim. Ludwig Langstädter trat eine Stelle als Lehrer an der Volksschule sowie als jüdischer Religionslehrer und Kantor an der Synagoge in Ober-Ingelheim an. Das Ehepaar hatte einen Sohn, Kurt Langstädter, geb. 8. April 1908 in Schwanfeld. Kurt zog 1928 von Ober-Ingelheim nach Solingen, 1933 nach Karlsruhe. Danach verliert sich seine Spur. Im Haushalt lebte auch Bruno, der Sohn von Ludwig Langstädters Bruder, geb. am 4. April 1908 in Memmelsdorf. Er lebte 1917-1922 in Ober-Ingelheim und zog anschließend nach Frankfurt/Main. Weiter ist nichts bekannt. Die Familie wohnte im Vorderhaus der Synagoge, Stiegelgasse 25.
Ludwig Langstädter heiratete 1930 in zweiter Ehe Elisabetha Kahn aus Ingelheim, Tochter von Salomon Kahn (ihl-0126). Ihre Wohnung wurde in den Morgenstunden des 10. November 1938 zusammen mit der Synagoge verwüstet. Langstädter zog nach Mainz und wurde dort zusammen mit seiner Frau und seinem Schwager Leopold Krauskopf und seiner Schwägerin Paula Krauskopf am 30. September 1942 in den Osten deportiert und dort ermordet.

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Krauskopf, Leo ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 905034
Krauskopf, Paula ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 905035
Langstädter, Elisabetha ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 908589

Quellen / Sekundärliteratur

Familienliste, Nr. 151.
Jüdische Spuren in Ober-Ingelheim (5. Der Lehrer und Vorbeter Ludwig Langstädter) auf der Seite des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Ingelheim e.V.
Stolperstein für Ludwig Langstädter auf der Seite des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Ingelheim e.V.
Hans-Georg Meyer und Gerd Mentgen: Sie sind mitten unter uns. Zur Geschichte der Juden in Ingelheim. Hrsg. vom Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V. Ingelheim, Kügler 1998, S. 122, 280, 369, 579.

Fotografien

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Schlotterbeck, Michael

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2016-05-14
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-142
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