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Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße 145 Inschriften (1840-1932)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID ihl-84
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-84: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ihl-84

Name


Bessla bat Mordechai (Babette Oppenheimer geb. Mayer) [31.01.1901]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אשה ישרה ונע[ימה]‏‎ eine aufrechte und anmutsvolle Frau,
‎‏הלכה בדרך תמ[ימה]‏‎ ›sie ging auf makellosem Wege‹,
‎‏עשתה צדקה כל ימי[ה]‏‎ ›Wohltat erwies sie all ihre Tage ‹
‎‏והדריכה לתורה את בנ[יה]‏‎ 5 ›und leitete ihre Kinder zur Tora‹,
‎‏ה״ה בעזלא בת מרדכי‏‎ es ist Bessla, Tochter des Mordechai,
‎‏נפטרת ביום י״א שבט‏‎ verschieden am 11. Tag des Schwat
‎‏תרס״א לפ״ק ונקברת ביום‏‎ 661 der kleinen Zählung und begraben am
‎‏י״ד שבט תרס״א לפ״ק‏‎ 14. Tag des Schwat 661 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ 10 Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Postament
Babette Oppenheimer
g[eb. ...]
geb. 24. [...] 1901

 

 Zl 3: Ps 101,6  Zl 4: Ps 106,3  Zl 5: bShab 127a

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 31.01.1901 ; begraben am dritten Tag
Die Gräber der Eheleute Joseph und Babette Oppenheimer sind am gleichen Aufbau ihrer Grabsteine zu erkennen. Der hebräische Text steht im Vordergrund, der deutsche ist im Sockel eingemeißelt und fast verwittert. Der hebräische Text ist traditionell aufgebaut.
Namenskunde Aus der Inschrift geht hervor, dass der Synagogalname des Vaters Mordechai war, der mit dem gleichen Buchstaben wie sein Rufname beginnt. Der hebräische Name Bessla könnte sich von "Bat" = Tochter, Mädchen, herleiten und klingt ähnlich wie der Rufname Babette.

Stilmittel

Reim auf -ima in Zln 2-3, auf -ejha in Zln 4-5.

Beschreibung

Material Heller Sandstein
Beschreibung Ädikulen-Grabmal. Das rundbogige gekehlte Schriftfeld mit einem Diamantrahmen wird rechts und links von zwei schlanken Säulen mit Kapitelen mit Blumenmustern flankiert, bekrönt mit Akroterion in Blütenform und Voluten.
Schrift vertieft, zentriert.
Ornament florale Verzierung
Zustand Beschädigungen bzw. starke Verwitterung im Giebel, und im unteren Bereich und über der Schrift.

Zur Person

Babette Barbara Oppenheimer, geb. Mayer wurde am 10., laut Grabstein am 24. Juni 1820 in Aspisheim geboren als Tochter des Handelsmanns Max Mayer und seiner Frau Katharina, geb. Simon. Sie heiratete am 24. Juli 1850 in Ober-Ingelheim den Metzger und später Weinhändler Joseph Oppenheimer II.
Das Ehepaar hatte fünf in Ober-Ingelheim geborene Kinder: 1. Emma, geb. 10. September 1851, verh. am 15. Januar 1880 mit Aaron Adolph Stern, erm. 25. Oktober 1942 im KZ Theresienstadt; 2. Moritz, geb. 10. Dezember 1853, verh. am 2. August 1887 mit Bertha Oppenheimer, gest. 24/25. Oktober 1915; 3. Bertha, geb. am 8. Februar 1856, verh. am 30. April 1885 mit Isaak Wolff, ermordet 10. Dezember 1942 im KZ Theresienstadt; 4. Bernhard, geb. 18. Juli 1859; 5. Isaak, geb.10. November 1861.

Zur Familie

Gatte: Joseph Oppenheimer (ihl-0072)
Sohn: Moritz Oppenheimer (ihl-0123)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Stern, Emma ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 976289
Wolf, Bertha ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 993423

Quellen / Sekundärliteratur

Familienliste, Nr. 279.
Hans-Georg Meyer und Gerd Mentgen: Sie sind mitten unter uns. Zur Geschichte der Juden in Ingelheim. Hrsg. vom Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V. Ingelheim, Kügler 1998, S. 160, 571.

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-84
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ihl-84
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Steinheim-Institut
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