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Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße 145 Inschriften (1840-1932)

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ID ihl-63
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-63: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ihl-63

Name


Schimon ben Jehuda (Simon Löb) [30.06.1883]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

Nun liege ich ruhig.
schlafe - erwache
denn mich hält der Ewige.
Ruhestätte
von 5
Simon Löb
gest. 30. Juni 1883,
72. Jahre alt.
 Postament
‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש ירא אלקים , הלך בדרך מישרים‏‎ 10 ein gottesfürchtiger Mann, er ging den Weg der Geradheit,
‎‏שמעון בר יהודה‏‎ Schimon, Sohn des Jehuda,
‎‏מת בשיבה טובה ליל ש״ק כ״ה סיון‏‎ gestorben ›in gutem Greisenalter‹ in der Nacht des heiligen Schabbat, 25. Sivan
‎‏[־־־]‏‎ [---]

 

 Zl 12: Gen 25,8

Kommentar

Datierung Gestorben in der Nacht auf Samstag, 30.06.1883
Der deutsche Text ist hier dem hebräischen übergeordnet und setzt ein mit einem Zitat aus den Psalmen in deutscher Übersetzung. Auf den meisten Ingelheimer Grabsteinen wird der Gottesname, soweit er Teil der Inschrift ist, in der biblischen Form verwendet: ‎‏אלהים‏‎ (z.B. bei seinem Schwager, ihl-0055, und seinem Neffen Adolph, ihl-0057). Hier steht ‎‏אלקים‏‎, also anstelle des ‎‏ה‏‎/Heh ein ‎‏ק‏‎Kof. Toratreue Juden verwenden den Gottesnamen nur während des Gebets und der gottesdienstlichen Toralesung. Die leicht veränderte Schreibweise wird verwendet, um den Gottesnamen nicht zu entweihen. Die Grabinschrift bestätigt, dass hier ein frommer Jude beerdigt wurde.
Zln 1-3: Ps 1,6.
Zl 10: Binnenreim auf -im.

Beschreibung

Material Sandstein
Beschreibung Hochrechteckige Stele auf doppelstufigem Sockel, vorgezogener flacher Spitzgiebel mit leicht eingezogenem Giebelfeld, vertieftes Schriftfeld.
Schrift vertieft, zentriert, Name in beiden Inschriften durch größere Buchstaben hervorgehoben.
Ornament gestalterische Verzierung, insbesondere sechszackiger vertiefter Stern im Giebel.
Zustand tand weitgehend gut erhalten.Leichte Verwitterung. Das Grabmal wurde neu im Boden einbetoniert, dadurch sind ein bis zwei Zeilen der hebräischen Inschrift (Sterbejahr und Schlußsegen) im Boden verborgen.

Zur Person

Simon Löb wurde am 9. November 1811 in Guntersblum geboren. Am 5. Dezember 1843 heiratete er Maria Amalia/Merle, geb. Hirsch aus Ober-Ingelheim; die Ehe blieb vermutlich kinderlos. Am 23. März 1844 entschied der Ober-Ingelheimer Gemeinderat, Simon Löb als Bürger aufzunehmen. Der Ellenwarenhändler war im Vorstandsmitglied der israelitischen Religionsgemeinde.

Zur Familie

Gattin: Amalia Löb geb. Hirsch (ihl-0024)

Quellen / Sekundärliteratur

Familienliste, Nr. 164.
Hans-Georg Meyer und Gerd Mentgen: Sie sind mitten unter uns. Zur Geschichte der Juden in Ingelheim. Hrsg. vom Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V. Ingelheim, Kügler 1998, S. 124, 188, 358f., 363, 365f., 398, 403, 405, 407, 564, 568.

Fotografien

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Schlotterbeck, Michael

heutiges Foto
2016-05-14
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-63
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