logo epidat: epigraphische Datenbank

Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße 145 Inschriften (1840-1932)

Information   Inschriften   Karte   Indizes   Download
Inv.-Nr.:
Jahr:
    «    [57/145]    »     »|
Edition Kommentar Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID ihl-60
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-60: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ihl-60

Name


Klara Oppenheimer [13.12.1880]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏[י]לדה [...]‏‎ das Mädchen [...]
‎‏בת [...]‏‎ Tochter von [...]
‎‏ל[...]‏‎ [...]
‎‏ש[...]‏‎ 5 [...]
[Hier ruht] in Gott
[... Opp]enheimer
[... Fe]bruar 1[869]
[... De]cember 1[880]
[...]ng war kurz 10

Kommentar

Datierung Gestorben 13.12.1880
Die gebrochene Säule und die geknickte Rose symbolisieren den frühen Tod des Mädchens im Alter von elf Jahren.

Beschreibung

Material Sandstein
Beschreibung Gebrochene Säule auf mehrfach abgestuftem Sockel.
Schrift vertieft, kaum erhalten.
Symbol Geknickte Rose
Zustand Die verwitterte Säule ist vom Postament gestürzt.

Zur Person

Klara Oppenheimer wurde am 18. Februar 1869 in Ober-Ingelheim geboren als jüngstes von sechs Kindern des Eisen- und Weinhändlers David Oppenheimer und seiner Frau Johanna Oppenheimer, geb. Moreau. Sie starb im Alter von elf Jahren. Dies ist hier der einzige Grabstein der Familie, die am 12. November 1889 nach Mainz verzog.
Der Vater David Oppenheimer war im Gemeinde-Vorstand tätig. Am 29.11. und am 6.12.1865 inserierte David Oppenheimer für die israelitische Gemeinde im Rheinhessischen Beobachter. Hier heißt es: Die hiesige israelitische Gemeinde beabsichtigt, eine neue Orgel in ihre Synagoge anzuschaffen. Uebernehmer hierzu haben ihre deßfallsigen Offerten baldigst franco an den unterzeichneten Vorstand einzusenden. Ober-Ingelheim, im November 1865.
Im Januar 1862 hatte sich ein Vorstand für die zu errichtende Kleinkinderschule konstituiert, welche den Namen Nathalie-von-Harder" tragen sollte, nach dem Namen der Geldgeberin für diese Schule. Der Vorstand war vom Gemeinderat gewählt worden und dieser hatte mit einer Anzeige am 22.1.1862 die Eltern aufgefordert, schon jetzt die Anmeldungen für ihre Kinder machen zu wollen. Mitglied dieses Schulvorstandes war auch David Oppenheimer. Im Dezember 1872 wurde abermals ein Vorstand für die Kleinkinderschule in Ober-Ingelheim gewählt. Durch Stimmenmehrheit waren dies der katholische und evangelische Pfarrer, Carl Kaibel, und Bürgermeister Schätzel, außerdem David Oppenheimer, Vorsitzender der israelitischen Religionsgemeinde. Im Oktober 1875 erfolgte nach abgelaufener Amtszeit die Neuwahl für den Vorstand der Kleinkinderschule, für den Gemeinderat wurden die Herren Freund und David Oppenheimer gewählt.

Zur Familie

Großvater: Gerhard Oppenheimer (ihl-0015)
Großmutter: Rosine Oppenheimer geb. Liebmann (ihl-0012?)

Quellen / Sekundärliteratur

Familienliste, Nr. 280.
Hans-Georg Meyer und Gerd Mentgen: Sie sind mitten unter uns. Zur Geschichte der Juden in Ingelheim. Hrsg. vom Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V. Ingelheim, Kügler 1998, S. 160, 568.

Fotografien

  «    »  

Dürsch, Klaus

heutiges Foto
2016-08-18
recto
Seitenanfang

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-60
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ihl-60
(letzte Änderungen - )

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=ihl-60
letztes update: | lizenziert unter einer Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis