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Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße 145 Inschriften (1840-1932)

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ID ihl-49
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-49: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ihl-49

Name


Natan ben Mosche (Karl Nathan) [08.01.1871]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״[נ]‏‎ Hier ist begraben
‎‏נתן בר משה איש צדיק ישר‏‎ Natan, Sohn des Mosche, ein Mann, ›gerecht und aufrecht‹
‎‏ וירא א[להים ...]‏‎ ›und gottesfürchtig‹ [...]
‎‏[...]ם בן ש[מונים ו]אחד שנים‏‎ [...] im Alter von einundachtzig Jahren
‎‏הלך ל[חיי עולם ביום] א׳‏‎ 5 ging er ein ins ›ewige Leben‹ am Tag 1,
‎‏ט״ו טב[ת ונקבר ביום ב׳ ט״ז] טבת‏‎ 15. Tewet, und wurde begraben am Tag 2, 6. Tewet
‎‏תרל״א לפ״ק‏‎ 631 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht in [...]
Karl Nathan 10
Er lebt[e ... u]nd starb
be[trautert von ...] zahlreichen
Famil[ie ...] Jahr [seines] Lebens
[am 15. Tebe[t] 5631 i. J].d.W.
[...] 15
[...]

 

 Zl 2: Dtn 32,4  Zl 3: Ijob 1,1  Zl 5: 1Dan 12,2

Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag, 08.01.1871 ; begraben am nächsten Tag
Die hebräische Schrift ist im traditionellen Stil gehalten. Deutscher und hebräischer Text sind gleichgewichtig angeordnet. Karl Nathan scheint 1808 seinen Synagogalnamen Natan (griechisch Nathan) als seinen Familiennamen gewählt zu haben. Auch im deutschen Text ist das Sterbedatum nach dem jüdischen Kalender wiedergegeben.
Der Grabstein ist identisch gestaltet wie der der Ehefrau Sara geb. Kahn (ihl-0046) und die seiner Nichte Klara Kahn (ihl-0054) und seiner Enkelin Johanna Nathan (ihl-0056).
Abkürzung Zl 14: Die Abkürzung: i.J.d.W. bedeutet: "Im Jahr der Entstehung der Welt".

Beschreibung

Material Rötlicher Sandstein
Beschreibung Hochrechteckige Stele auf mehrfach abgestuftem Sockel und mit Rundbogen mit umlaufender Diamantfriesleiste und vertieftem Schriftfeld. Im Bogenfeld eine reliefierte Rosette.
Schrift vertieft, Hebräisch in Blocksatz mit zentrierter Kopfzeile und Schlußsegen, Deutsch zentriert, die Namen sind durch größere Buchstaben hervorgehoben.
Ornament florale Verzierung
Zustand Das Grabmal ist sehr stark verwittert, die Inschriften nicht mehr vollständig zu entziffern.

Zur Person

Karl/Carl Nathan wurde um 1790 in Drommersheim geboren als Sohn von Moses und Sabina Nathan, geb. Hayum. Dort war auch sein Lebensmittelpunkt. Er ersteigerte 1838 zusammen mit seinem Sohn Philipp den Katharinenhof in Dromersheim, Langgasse 28, um dort einen Weinhandel zu treiben. Verheiratet war er mit Sara geb. Kahn aus Ober-Ingelheim.
Das Paar hatte acht in Dromersheim geborene Kinder: 1. Abraham Nathan, geb. 10. Dezember 1816; 2. Siegmund Nathan, geb. 11./13. April 1819, gest. 30. Januar 1896 in Ober-Ingelheim, verh. mit Henriette Nathan, geb. Herz; 3. Rosalie/Rosina Stern, geb. 7. Oktober 1831, verh. am 30. November 1858 mit David Stern; 4. Philipp Nathan, verh. mit Caroline, lebte in Bingen; 5. Moses Nathan, führte ein Manufakturgeschäft in Dromersheim, verheiratet mit Amalia, geb. Ganz. Moses Nathan zog ca. 1850 nach Mainz, wo er Musikinstrumente verkaufte; 6. Leopold Nathan, zog ebenfalls nach Mainz (Rohde S. 61); 7. Emanuel Nathan, verh. mit Margaretha, 3 Kinder, Weinhändler in Bingen; 8. Ferdinand Nathan, verh. am 1865 mit Lina Levy, seit 1861 Weinhändler in Mainz (Rohde S. 62).

Zur Familie

Bruder: Philipp Uri Kahn (ihl-0047)
Gattin: Sara Nathan geb. Kahn (ihl-0046)
Söhne: Siegmund Nathan (ihl-0095); Philipp Nathan (Jüdischer Friedhof Bingen, Grabstein Nr. bng-0571); Emanuel Nathan (Jüdischer Friedhof Bingen, Grabstein Nr. bng-0623)
Enkel: Ludwig Stern (ihl-0037); Mathilde Stern (ihl-0053)

Quellen / Sekundärliteratur

Familienliste, Nr. 246.
Rohde, Matthias: Jüdische Einwohner in Dromersheim. In: Albert, Gabriele (Red.): 1250 Jahre Dromersheim - Neue Beiträge zur Ortsgeschichte Bingen-Dromersheim, 2004. S. 50-64.
Hans-Georg Meyer und Gerd Mentgen: Sie sind mitten unter uns. Zur Geschichte der Juden in Ingelheim. Hrsg. vom Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V. Ingelheim, Kügler 1998, S. 148, 405, 567.

Fotografien

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Schlotterbeck, Michael

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-49
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ihl-49
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Steinheim-Institut
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