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Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße 145 Inschriften (1840-1932)

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ID ihl-23
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-23: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ihl-23

Name


Jaakow ben Uri Hakohen (Jacob Kahn) [04.01.1858]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏איש תם וישר הק׳ יעקב בכ״ה‏‎ ›ein lauterer und aufrechter Mann‹, der Einflußreiche, Jaakow, Sohn des geehrten Herrn
‎‏אורי הכהן נפטר בשם טוב יום ב׳‏‎ Uri Hakohen, verschieden ›mit gutem Namen‹ Tag 2,
‎‏י״ח טבת ונקבר ביום ד׳ כ׳ בו בשנת‏‎ 18. Tewet, und begraben am Tag 4, 20. desselben, im Jahr
‎‏תרי״ח לפ״ק בעבור שהלך כל ימיו‏‎ 5 618 der kleinen Zählung. Dafür, dass er all seine Tage
‎‏בדרך הישר בשכר זה תהיה‏‎ den rechten Weg ging, zum Lohn dessen sei
‎‏נשמתו צרורה בצרור החיים‏‎ seine Seele eingebunden in das Bündel des Lebens
‎‏ולהחיותו בתח׳ המתים עכמ״י‏‎ und er möge wiederbelebt werden bei der Auferstehung der Toten mit allen Toten Israels,
‎‏אמן‏‎ Amen
Hier ruht 10
Jacob Kahn, Gestorben
den 4. Januar 1858.
Der Friede des Herrn
[sei mit ihm]

 

 Zl 2: Ijob 1,8  Zl 3: bBer 17a

Kommentar

Datierung Gestorben Montag, 04.01.1858 ; begraben am übernächsten Tag
Der Grabstein fällt auf durch seinen schön geschweiften Bogenabschluss und die segnenden Priesterhände. Es ist die älteste Darstellung dieses Symbols in Ingelheim. Die hebräische Grabinschrift ist traditionell und formelhaft gehalten. Sie überwiegt noch deutlich den deutschen Text.

Beschreibung

Material Grauer Sandstein
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit geschweiftem Flachbogenabschluß, im Giebelfeld die großen reliefierten segnenden Priesterhände.
Schrift vertieft, Hebräisch rechtsbündig mit zentrierter Kopf- und Schlußzeile, Deutsch zentriert in Kursive
Symbol Segnende Priesterhände
Zustand Verwittert.

Zur Person

Jakob Kahn wurde am 28. März 1831 als Sohn von Philipp Kahn und Wilhelmine/Minchen geb. Mayer in Ober-Ingelheim geboren. Er war von Beruf Kappen- und Regenschirmmacher. Das Wohn- und Geschäftshaus befand sich am Markt in Ober-Ingelheim. Er heiratete am 28. Juli 1856 Johannette/Johanna, geb. Maas, geboren am 7. Dezember 1827 in Meisenheim und gestorben am 5. Juni 1880 in Ober-Ingelheim. Das Paar hatte eine Tochter, Bertha, die im Alter von 12 Jahren starb. Auch Jakob Kahn starb jung, bereits im Alter von 27 Jahren. Wahrscheinlich führte seine Frau das Geschäft weiter, möglicherweise mit Hilfe ihres Schwagers Moritz Kahn (ihl-0105).

Zur Familie

Vater: Philipp Uri Kahn (ihl-0047)
Mutter: Wilhelmine Kahn geb. Mayer (ihl-0036)
Gattin: Johanna Kahn geb. Maas (ihl-0059)
Tochter: Bertha Kahn (ihl-0045)

Quellen / Sekundärliteratur

Familienliste, Nr. 128.
Hans-Georg Meyer und Gerd Mentgen: Sie sind mitten unter uns. Zur Geschichte der Juden in Ingelheim. Hrsg. vom Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V. Ingelheim, Kügler 1998, S. 116, 253, 312, 564.

Fotografien

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Schlotterbeck, Michael

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2016-05-14
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-23
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