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Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße 145 Inschriften (1840-1932)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID ihl-10
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-10: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?ihl-10

Name


Mordechai ben Jaakow (Markus Mayer) [18.10.1845]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏מרדכי בר יעקוב‏‎ Mordechai, Sohn des Jaakow
‎‏מאויבראינגלהיים‏‎ aus Ober-Ingelheim,
‎‏נפטר ביום ש״ק יום‏‎ verschieden am Tage des heiligen Schabbat, 1.
‎‏א׳ דחה״מ של סוכת‏‎ 5 Tag der Zwischenfeiertage des Laubhüttenfests,
‎‏ונקבר ביום ב׳ דחה״מ‏‎ und begraben am 2. Tag der Zwischenfeiertage
‎‏[הנ״]ל שנת תר״ו לפ״ק‏‎ desselben, des Jahres 606 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 18.10.1845 ; begraben am nächsten Tag
Das Todesdatum ist hier nach dem jüdischen Festkalender bestimmt. Das Pessachfest und Sukkot, das Laubhüttenfest, werden jeweils eine Woche lang gefeiert. Die Tage, welche in Israel dem Festtag und in allen anderen Ländern den zwei ersten Festtagen folgen, werden Halb- oder Zwischenfeiertage (Chol hamo'ed) genannt. Für diese Tage gibt es besondere Bestimmungen bezüglich Arbeiten, die erlaubt bzw. verboten sind. Am zweiten dieser Halbfeiertage des Laubhüttenfests nach der Zählung außerhalb von Israel ist Markus Mayer verstorben.
Namenskunde Mortgen/Mordgen, der Name den Markus Mayer vor 1808 trug, ist eine deutsche Verniedlichungsform für den Synagogalnamen Mordechai. Der Name Markus wurde wegen des Gleichklangs mit dem jüdischen Namen oft gewählt.

Beschreibung

Material Grauer Sandstein
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit geschweiftem Flachbogenabschluss und vertieftem Schriftfeld.
Schrift vertieft, zentriert, Kopf- und Schlußzeile durch größere Buchstaben hervorgehoben.
Zustand Das leicht verwitterte Grabmal war in mehrere Teile zerbrochen und wurde wieder zusammengesetzt.

Zur Person

Markus (Mortgen/Mordechai) Mayer wurde am 24. September 1786 geboren als Sohn von Jakob Mayer und Gertrud, geb. Hirsch. Er war verheiratet mit Gertrud geb. Rindskopf aus Oppenheim. Das Ehepaar hatte 10 Kinder, von denen mindestens drei nicht das Erwachsenenalter erreichten: 1. Leopold, geb. 6. August 1811, verh. am 14. November 1842 mit Brendele/Bertha Wolf, gest. 18. Mai 1888 in Ober-Ingelheim; 2. Moses/Moises, geb. 1. März 1813, Eheverk. 1844 mit Henriette Feist, Koblenz; 3. Gerhard/Gerson, geb. 9. Februar 1815, gest. 27. März 1883 in Nieder-Ingelheim, verh. 29. November 1852 Klara Kahn; 4. Heinrich, geb. 4. Februar 1817; 5. Markus/Michael, geb. 6. November 1819, verkünd. 1861 Karoline Babette Sauerbach, gest. 1. August 1890 in Ober-Ingelheim; 6. Simon, geb. 13. Januar 1821; verh. am 26. August 1857 mit Sara Rheinhold, gest. 4. August 1882 in Ober-Ingelheim; 7. Sara, geb. 22. Juni 1822; 8. Ludwig, geb. 19. Dezember 1823, gest. 29. Dezember 1823 in Ober-Ingelheim; 9. Regina, geb. 30. April 1825; 10. Emilie, geb. 30. November 1827, verkünd. April 1862 Bernhard Weis, Nordenstadt.
Über Markus Mayer ist nicht viel überliefert. Sein Vater war Handelsmann und sein Sohn Siegmund Mehlhändler. Es ist also anzunehmen, dass auch er Händler war. Aus erhaltenen Dokumenten ist bekannt, dass er Felder und Weinberge besaß, die seine Witwe 1863 versteigerte.

Zur Familie

Bruder: Salomon Mayer (ihl-0021)
Gattin: Gertrud Mayer geb. Rindskopf (ihl-0043)
Söhne: Leopold Mayer (ihl-0077); Gerhard Mayer (ihl-0062?); Markus Michael Mayer (ihl-0079); Simon Mayer (ihl-0061)

Quellen / Sekundärliteratur

Familienliste, Nr. 211.
Hans-Georg Meyer und Gerd Mentgen: Sie sind mitten unter uns. Zur Geschichte der Juden in Ingelheim. Hrsg. vom Deutsch-Israelischen Freundeskreis Ingelheim e. V. Ingelheim, Kügler 1998, S. 138, 348f.

Fotografien

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Schlotterbeck, Michael

heutiges Foto
2016-05-14
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Ingelheim, Friedhof Hugo-Loersch-Straße, ihl-10
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=ihl-10
(letzte Änderungen - )

 

Steinheim-Institut
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