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Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße 106 Inschriften (1620-1873)

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ID hld-6
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße, hld-6: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hld-6

Name

Mordechai ben Jehoschua Falk Halevi (Marcus Valentin Levi) [24.12.1803]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏ פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏אדמ״ו הרב הגאון‏‎ unser Herr, unser Lehrer und unser Meister, der überragende Gelehrte,
‎‏מהור״ר מרדכי בן‏‎ unser Lehrer, der Meister, Herr Mordechai, Sohn
‎‏מה״ו יהושע וולק ז״ל‏‎ unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Jehoschua Falk, sein Andenken zum Segen,
‎‏הלוי שהי׳ אב״ד פה‏‎ 5 Halevi, welcher Vorsitzender der Gerichtsbarkeit hier
‎‏קהלתינו עשר שני׳‏‎ (in) unserer Gemeinde war zehn Jahre lang,
‎‏נפטר ליל ש״ק ט׳ טבת‏‎ verschieden in der Nacht des heiligen Schabbat, 9. Tewet,
‎‏ונקבר ביום א׳ יוד טבת‏‎ und begraben am Tag 1, zehnter Tewet
‎‏תקס״ד ל׳‏‎ 564 der Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ 10 Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben in der Nacht auf Samstag, 24.12.1803 ; begraben am nächsten Tag
Namenskunde Der alte deutsche Name Falk ist (aus unbekannten Gründen) schon früh als Beiname zum biblischen Jehoschua/Josua belegt. Als bürgerliches Pendant wählte man im 19. Jahrhundert häufig den (in der hebräischen Schreibweise) gleich anlautenden Namen Valentin, während der Name Mordechai aus dem Buch Esther mit Marcus gleichgesetzt wird.

Beschreibung

Lage Das Grabmal wurde in die Friedhofsmauer eingelassen und steht nicht mehr am ursprünglichen Standort.
Beschreibung Große, schmalhohe Stele mit geradem Abschluss. Das leicht eingetiefte Schriftfeld mit der mittig gesetzten Inschrift ist von einem Rahmen umgeben.
Zustand 2014 Leichte Verwitterungsspuren am Schriftfeld.

Zur Person

Der 1740 geborene Marcus Valentin Levi, der vermutlich aus Lissa stammte und von Friederica (Dänemark) nach Hildesheim gekommen war, hatte hier die Witwe seines Vorgängers Rabbiner Moses Hirsch Neufeld geheiratet und von 1793 bis zu seinem Tod als Hildesheimer Landesrabbiner gedient.

Zur Familie

Gattin: Hendel M. Valentin Levi (hld-0050)

Quellen / Sekundärliteratur

Peter Aufgebauer: Die Geschichte der Juden in der Stadt Hildesheim im Mittelalter und in der frühen Neuzeit (Schriftenreihe des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek Hildesheim, Bd. 12), Hildesheim 1984, S. 139.
Zvi Asaria: Die Juden in Niedersachsen von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, Leer 1979, S. 339
Biographisches Handbuch der Rabbiner. Hrsg. von Michael Brocke und Julius Carlebach. Teil 1: Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutsche, böhmischen und großpolnischen Ländern 1781-1871, bearbeitet von Carsten Wilke, Bd. 2, S. 585, Nr. 1071.
Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, hrsg. von Herbert Obenaus in Zusammenarbeit mit David Bankier und David Fraenkel, Göttingen 2005, Bd. 2, S. 845.

Fotografien

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Joachim-Dietrich Viereck

heutiges Foto
2014
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hildesheim, Jüdischer Friedhof Teichstraße, hld-6
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hld-6
(letzte Änderungen - 2016-01-20 09:57)

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Inschriften des Jahres 1803

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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